Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 11 (7.2.1901)
- Date
- 1901-02-07
- Page
- – (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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Ans diesem Berichte hat der Vorstand mit aufrichtiger Befriedigung die fortschreitend ausgezeichneten Erfolge der unter Jhrer Leitung stehenden Unterrichtsanstalt entnommen und über Antrag des Berichtserstatters einstimmig beschlossen, Ihnen aus diesem Anlasse den Ausdruck des Dankes und der Anerkennung zu übermitteln. In vorzüglicher Hochachtung Der erste Sekretär: Der Präsident: (gez.) Dr. Lieben (gez.) H. Klingen (Schluss folgt) Handel und Gewerbe im heiligen Lande. (XIII. Fortsetzung.*) 2. Jessod Hamaalah, am See Merom. Die Kolonie entwickelt sich schwerfällig, und leidet noch Mangel an manchen landwirtschaftlichen Bedürfnissen. In Samaria sind zwei Kolonien: 1. Die dem deutschen Templerorden gehörige Kolonie Chaifa, eine Viertelstunde westlich von der Stadt Chaifa, ist von Landwirten bewohnt, welche nebenbei Handwerke und Handelsgeschäfte treiben. 2. Sichren Jaakob, eine jüdische Kolonie, auf der Höhe des Karmel, nördlich von Caesarea, auf der Stätte des alten Schornron - Mer o n erbaut. Die Bewohner sind Landwiithe und Winzer; das Handwerk ist schwach vertreten. Im Westen des Landes sind auf judäischem Boden sechs Kolonien, zwei deutsche und vier jüdische: 1. Sarona, deutsche Kolonie in der Ebene Saron, drei Viertelstunden vom Ufer des mittelländischen Meeres entfernt, in der Nähe von Jaffa. Die Einwohner treiben Landbau und Handwerk, und beschäftigen sich mit dem Keltern von Wein. 2. Die deutsche Kolonie Jap ho, eine Viertelstunde nördlich von der Stadt Jaffa, an der See gelegen, von tüchtigen, deutschen Handwerkern bewohnt. 3. Mikweh Jisrael, die Kolonie der Alliance Israölite Universelle, mit der bekannten israelitischen Ackerbauschule, eine halbe Stunde südöstlich von Jaffa. 4. Pessach Tikwah, jüdische Kolonie am Gewässer Jarkon, östlich von Jaffa, mit Feld- und Weinbau. 5. Jehudiah, drei Viertelstunden westlich von Pessach-Tikwah, in der Nähe von Bene-Berak. Die Bewohner sind Landwirthe, welche von Pessach-Tikwah hingezogen, weil ihnen das Klima dort nicht zusagte 6. Risch on l’Zion, jüdische Kolonie in der Wüste Ejn Hakore, zwei Stunden südlich von Jaffa, am Fusse der Saudberge, welche dort das Meeresufer umsäumen Die Einwohner sind tüchtige Winzer, welche für die Hebung des Weinbaues in Palästina zu schönen Hoffnungen berechtigen. Im Süden des Landes sind drei jüdische Kolonien entstanden: 1. Maskereth Batjah, an der Stätte des alten Ekron, sechs Stunden südwestlich von Jerusalem. Die Einwohner sind wackere Landwirthe, deren Wohlstand sich durch ihren Fleiss und ihre rationelle Bewirthschaftung immer mehr entwickelt. 2. Gederah, südlich von Jaffa, in Judäa Die Einwohner sind zumeist unerschrockene junge Leute, welche die sich ihnen darbietenden Schwierigkeiten mit Muth und Ausdauer bekämpfen. Es fehlt der Kolonie noch an ausreichenden Wohnungen, obwohl die Regierung längst schon die Konzession zur Errichtung solcher ertheilt hat. 3. Vadi-el-Chaniu, V/4 Stunden von Ekron, mit Land- und Gartenbau. Endlich sind noch zwei Kolonien im Osten: 1. Die jüdische Kolonie Golan in Baschan, im Ostjordangebiete. Diese Kolonie ist erst im Entstehen begriffen. 2 Die deutsche Kolonie Rephaim, im Thale Ge - Hin om. Die Bewohner, fleissige und tüchtige Landwirthe, sind dadurch bereits zu Wohlstand gelangt. Neben diesen, für die Entwickelung des Landbaues, Handels und der Industrie sehr wichtigen Ortschaften enthält das Land noch hunderte von grösseren und kleineren Döifern, welche zum Theil schon im Talmud erwähnt werden. So das Dorf Sacka, welches Sacha, der Vaterstadt des Tanaiten Antigonos entspricht. (Fortsetzung folgt.) Drnak der Joh. Wirth’scken Hofbuchdruckerei Actien-Geaellschaft, Mainz. *) 8. Nr. 760.