Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1901-01-17 · Heft 5 (17.1.1901) · page 36

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 5 (17.1.1901)
Date
1901-01-17
Page
– (sequence 36)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2446951-2449146-2449152--52472-2503018
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

(Uebertragung: Es hat uns viel Vergnügen gemacht, die Edler von Lämel-Schule zu besuchen. Wir beglückwünschen die Schule zu ihrem ausgezeichneten Lehrercollegium, nebst seinem tüchtigen Director Herrn Ephraim Cohn. Einen besonders guten Eindruck machte auf uns die Lehrmethode, und wir hoffeD, dass die Schule^ die Unterstützung finden wird, die sie so reichlich verdient. Jerusalem, 1. März 1900. E. N. Cattani aus Paris Percy H. Joseph, Ferd. Joseph ans London.) (Fortsetzung folgt.) Handel und Gewerbe im heiligen Lande. (XII. Fortsetzung.*) Mit dem Weinbau werden auch noch andere Gewerbe sich heben, die Gelegenheit zur Arbeit sich vermehren, der Handel erblühen, und die überaus traurige Lebenslage der Lraeliten Palästinas einem sich immer mehr hebenden, segensreichen Wohlstände Platz machen. D. Topographie Palästinas. Als Handelsstädte können gegenwärtig nur folgende zwölf Orte bezeichnet werden: Jerusalem, Jaffa, Betlehem, Hebron, Gaza, Nazareth, Sichern (Nablus), Chaifa, Liberias, Safed, Ejn Ganim und Akko. Alle sonstigen Städte, welche ehemals in allen vier Provinzen des Landes (Judäa, Samaria, Galiläa und Peräa) blühten, sind theils ganz verschwunden, theils existiren sie als schwach bewohnte Dörfer weiter. So sind von den Städten Galiläas und Samarias, mit Ausnahme der Handelsstädte, welche sich in der jüngsten Zeit durch einige geschäftliche Etablissements etwas gehoben haben, nur noch zwei vorhanden, welche durch ihre Namen an ihren ehemaligen Glanz erinnern: Sepphoris, ehemals von Weisen und Vornehmen Israels bewohnt, ist heute ein armseliges arabisches Dorf, Namens Sephuari; Bethschean mit seinen vielen Ruinen ist jetzt das Beduinendorf Beise h an. Von den Städten Judäas findet man, ausser den Handelsstädten, gegenwärtig folgende neun als Dörfer vor: 1. An der Stätte des alten Jericho, das Dorf Reicha. 2. Für die alte Palmenstadt Zoar, Szu'ira. 3. Für Ramah, Nebe Samuel. 4. Für Beer Scheba, das christliche Dorf und Kloster Mar-saba. 5. In dem Dorfe Rimla, nördlich von *) S. Nr. 758. Ekron, wollen einige Geographen das vom jüdischen Könige Usiah zerstörte Gath wieder erkennen. Rimla ist ein grosses, meisst von Christen bewohntes Dorf. Der Templerorden hat dort Kolonien angelegt, welche gute Fortschritte machen. Auch einige israelitische Handwerker haben sich in jüngster Zeit dort niedergelassen. 6. Jabuck ist das von Arabern bewohnte Dorf Jibne; es befindet sich da eine Dampfmühle. 7. Das von den Makkabäern zerstörte Aschdod ist in dem Araberdorfe Schdud wieder zu erkennen. 8. u. 9. Askalon und Bene Berak haben als arabische, von Bauern bewohnte Dörfer ihren alten Namen bewahrt. Von vier peräischen Städten sind noch Spuren erhalten: 1. Die amaräische Residenzstadt Cheschhan heisst heute Chesshan; es finden sich dort noch viele Ruinen und Säulen von alten Gebäuden. 2. Medbali ist Beduinenlager. 3. Di b an, in der Nähe des Ar non, ist eine unbewohnte Trümmerstätte. 4. Ge der ah, in der Nähe des Flusses Jarmuk, besitzt warme Quellen. Hingegen sind in den jüngsten fünfzehn Jahren fünfzehn Kolonien gegründet worden, elf jüdische und vier deutsche, welche wesentlich zur Hebung der Landeskultur beitragen. Dieselben liegen an allen Landesgrenzen, und vertheilen sich nach den vier Himmelsgegenden folgendermassen: Im Norden, und zwar in Obergaliläa, sind zwei jüdische Kolonien. 1. Rosch Pinah, Bene Ono, etwa #/4 Wegstunden von Safed, an den Abhängen der hohen „Berge Naphtali“, von Ackerbauern bewohnt. (Fortsetzung folgt.) Druok der Joh. Wirt h’schen Hofbuchdmckerei Actien-Gesellschaft, Mainz.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.