Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 96 (3.12.1900)
- Date
- 1900-12-03
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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41« Jahrgang. Iwelte Meilage zu 96 des „Israelit". Pädagogisches. I j XXI. GeneMiittstNiiiliulS dkg ist. Mrelxerellls i füt das Sönisreltz fSaqttn in Süjnmnfun*) I Die Präsenzliste wies nahezu hundert Theilj nehmer ans. Ans dem Berichte des Vorsitzenden ' H. G o l d st e i n - Heidingsseld sei Folgendes hervorgehoben:! Der Personalstand zählte im lausenden Berichtsfahre 3 6:1 ordentliche Rcitglieder, ivovon sich acht im > Ruhestande befinden. Rach einer von der kgl. Staatsj regierung veranlaßten und von der Verwaltung aufge-! stellten Statiftit befinden sich sedoch im rechtsrheini-! schen Bayern noch 66 und in der Pfalz noch 28 Reli-! gionslehrer, die dem Verein noch ferne stehen. Von den * Pfälzer Lehrern ist überbanvt nur einer Mitglied.! (Rn solches Verbalten zeige ivenig Solidaritätsgefühl und Gemein sinn. Wen: auch eine glückliche Vermögens- I läge auf die Wohltbaten des Vereins zu verzichten erj laude, so hätten die vom Glücke Begünstigten in noch; höherem Grade die moralische Pflicht, sowohl durch! persönlichen Beitritt, als auch durch sonstige Dhätigteit; für die Zwecke des Vereins ihren weniger gur fituirten i invaliden .Lollegen und deren Hinterbliebenen das Los j erleichtern zu helfen. (5s trete jedoch die betrübende j Ersmeinung -,c- Jage, daß oft nichts iveniger als j günstige Vermögensverhältniffe den AbhaltnngSgrnnd ' zum Beitritt bilden und beim Hinscheiden des Er-; nährers habe sich die Familie in den dürftigsten Veri hältnissen besunden. Schon vom materiellen Stand- \ puntte sollte kein Lehrer versäumen, seine Allsnahme in j den Verein zu veranlassen. Der Jahresbeitrag von i ln Vstt. verechiiae z. Z. zum Bezüge von 11 n Vit. für eine Unterstützungsquote, von 16‘> Mk. für ein kinderloses Ebevaar und von 27.70 Act. für jedes minder iäbrige .Lind, naclctv: Beträge aber voraussichtlich schon nächstes Jahr eine Erhöhung erfahren werden. .Leine k Levensversichernngsgesellschaft gewähre bei so niedriger Prämie eine solche Sunnne. Dabei haben unsere Satzungen noch die liberale Bestimmung, dast die aus! Bayern verziehenden Mitglieder ihre Rechte an der .Lasse nicht verlieren, ivährend bei vielen provinziellen Lassen die ans dem Bezirke verziehenden Mitglieder ihrer Rechte verlustig gehen. Die Zabl der außerordentlichen Mitglieder Hai im verflossenen Rechnungsjahre eine erfreuliche Steigerung erfahren und belief sieb aus 764. Dieses günstige Resultat war namentlich der rühmlichen Thäiigkeit eini-' v) Wegen Raummangel verspüret. ger namhaft gemachten Kollegen zu verdanken. Dadurch war die Berivaltnng in den Stand gesetzt, nicht nur allen berechtigten Ansprüchen zu genügen, sondern auch noch einen ansehnlichen Betrag dem Grundkapitale zuführen zu können, welches nunmehr rund 60,000 Mk. beträgt. Diese Bermögensvermehrung sei ein nothwenviger Faktor, um den einuial festgesetzten Unterstützunastrieben eine breitere und gesichertere Grundlage zu gewähren. Im Weiteren kam der Vortragende zu sprechen ans den die Lehrer betreffenden Pasins in dem in einem Berliner Blatte veröffentlichten Prototoll der daher. RaVlnnertonterenz zu Rürnberg am 2. November v. I. Hauptsächlich veranlaßt durch die an ihn gelangten Aeußeruugen Mw Unwillens und der Erregung , bedauerte er, ohne irgendwie ein gesetzliches Recht der Rabbiner antaiten zu wollen, die Art und Weise der Veröffentlichung. Wenn Ai iß brau che vorgekommen seien, io wäre dom der einfachste Ausweg gewesen, für ven Einzeliai! Remcdnr zu schassen. Die Verösfentlichnng in der Presse treffe aber die Allgemeinheit und sei geeignet, das Ansehen der Lehrer in der Gemeinde zu sebädigen. Es lei dies umfomebr zu bedauern, als gerade durev öffentliche Vorträge in der Synagoge dem Lel'rer ein Mimean die Hand gegeben sei, aucb ans die iynorcbic;h'r belehrend einznwirkcn und daß im Gegent'nil die RabbinertolNerenz darauf hätte Bedacht nehmen müssen eie Leln-er zur Abhaltung von Vorträgen zu VGmmen und auszumuntern, anstatt ein soli.ee- S:reden zu erscknveren. Herr es d [ e v Alzenau hält hierauf einen Vortraa über ..Die Re-cht-unüctv:rhei: der israelit. Lehrer Bauer ns in Dchächtangeleaenheiten." Referent schließt denselben mi: den Warzen: ..Erst dann, wenn wir dem Ac'etzger gegenüber aum als Schächter Beamte gelvorden sind, wenn u:ir nicht nrevr fürchten müssen, bei Rabbinaten unorrhodorer oder Ha'dorthodvrcr Richtung immer mit einem Fuße in der Maßregelung zu stehen, erst dann werden nur diesem Dheile unsere-- Berufes gerecht werden!önnen." Es lag in der Amur des Gegenstandes, daß derselbe eine überaus lebhafte Debatte bervorrief, bei der mancherlei '.''Rißstände, die zu Awiftigkeiien zwischen Rabbiner und Gemeind.» einerseits und Lehrer andererseits führen, aber auch Vorschläge zur Verbesserung zur Sprache kaunen. schließlich fand der Antrag D i n g - t e l d e r - Ansbach Annahme: Die Verwaltung des Jsr. Lehrervereins wöge sich mit dem bayerischen Landesverein und der bayerischen Rabbinerkonferenz irrS Benehmen setzen, damit diese bei den Gemeinden ihren Einslust ans Regelung folgender Puntte geltend machen: 1. Festsetzung von Schächtstnnden,- 2. Uebernabme aut Regie der Gemeinden. ' k j . ck; : 7 : .In %