Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 28 (5.4.1900)
- Date
- 1900-04-05
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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41. Jahrgang. Dritte Beil.;u Jfcs Leitende Artikel. confer«? Dei in MMuu tintigen Ueteine. Frankfurt n. M. 2H. März. Aus Einladung des Central-Comitees der Vereine zur Förderung der Kolonisation Palästina's tagte gestern und vorgestern Hierselbst eine Conferenz der im heiligen Lande thätigen Vereine und Institute. Es waren vertreten: das genannte Central-Comitee durch die Herren Charles L. Hallgarten - Frankfurt a. M., Vernarb L a z a r e - Paris, Dr. Hirsch Hildesheimer - Berlin, Prof. Dr. Leopold Landau- Berlin, Willy Bambus- Berlin, Moritz Dorn- Berlin; die „Pekidim und Amarkalim der israeltischen Gemeinden des heiligen Landes" durch die Herren M. Rubens sen. - Amsterdam und D. Abrahams-Amsterdam; die „Alliance israelite universelle" durch Herrn Schulinspektor S. Benedict - Paris; die „Israelitische Allianz" durch Herrn Dr. Arthur K u r a n d a - Wien; der „Verein zur Erziehung israelitischer Waisen in Palästina" durch die Herren Rabb. Dr. H o r o o i tz - Frankfurt a. M., Prof. Dr. Werner- Frankfurt a. M., Consul Adolf Beer --Goldschmidt - Frankfurt a. M., Eduard Cohen-Frankfurt a. M.; der Verein „Lemaan Zion" durch die Herrn Hermann C r a m e r - Frankfurt a. M.. Lißman Fürth- Frankfurt a. M., Alfred Geiger- Frankfurt a. M., Eli Michael- Frankfurt a. M., das Central-Komitee des russischen „Vereins zur Unterstützung jüdischer Ackerbauer in Syrien und Palästina" durch Herrn Ingenieur M. Ussischkin - Jekaterinoslaw; das Central-Komitee des „Esra" durch die Herren Rabbiner Dr. Werner- München, Docent Dr. B r a n n - Breslau, Dr. Eduard Biberfeld - Berlin, Dr. E. Fintel- Straßburg i. E., Dr. E. Landau- Berlin, I. T u r o f f - Berlin; die englische „Chowewe Zion-Society" durch Herrn Tr. S. A. Hirsch-London; der Verein „^Jischoub Ereez Jisroel" durch Herrn I. Spanier- Paris; der dänische Kolonisations-Verein durch Herrn Joseph M. G o l d s d) m idl - Kopenhagen, die schwedischen Vereine durch Herrn Albert Katz-Berlin; der Verein „Ahawath Zion" durch den Vorsitzenden, Herrn Advokat Dr. A. Salz- Tarnow, und die Herren Dr. A. N o s s i g - Berlin und den Administrator der Kolonie „Machanajim," Herrn S. B r o m b e r g; der Frankfurter Zweigverein des „Esra" durch die Herren Joseph Wisloch, Stadtrath Dr. M. L e w i n und 28 ür» „Jrattlit“. Rechtsanwalt Dr. Blau. Als Gäste waren anwesend die Herren Rechtsanwalt Julius Platte- Frankfurt a. M. und Dr. Leo K o r e f - Hanau. ' Herr Rechtsanwalt Dr. Blau begrüßte die Erschienenen und leitete die Bildung des Bureaus, in welches gewählt wurden: zu Vorsitzenden die Herren Charles L. Hallgarten, Joseph Wisloch, Bernard Lazare, Dr. Kuranda, Dr. H. Hildesheimer; zu Schriftführern die Herren Alsr. Geiger, Joseph M. Goldschmidt, M. Ussischkin und Dr. E. Finkel. Hierauf nahm Herr Joseph Wisloch das Wort zu nachstehender, vom lebhaftestem Beifall begleiteter Ansprache: „Hochansehnliche Versammlung! Namens des hiesigen Lokal Kcmitee des „ESra", des Vereins „Lemaan Zion" und der Frankfurter Loge des Unabhängigen Srdens B'ne Briß heiße ich Sie alle herzlich willfonrmen! Ist es doch eine große Ehrung für uns in Frankfurt gewesen, das: Si" die Tagung der verschiedenen, im Interesse hujuei atmen, bedrückten Glaubensgenossen in Palästina arbeitenden Vereine nach unserer altehrwürdigen Stadt verlegt haben! Als eine wertere Ehrung betrachtet es die hiesige B'ne Britz-Loge, daß die Berathungen in diesen Räumen stattfinden, in denen ja nur hochideale Zwecke verfolgt werden, und in denen ja ausschließlich gearbeitet wird für die geistige und sittliche Hebung unserer Glaubensgenossen. Wenn auch seit langer Zeit schon so Vieles für die Kolonisation Palästina's von den verschiedenen Vereinen geleistet worden ist, so müssen wir in der heutigen schweren Zeit, in welcher vom Osten Europa's der Nothschrei unserer armen, bedrückten Glaubensgenossen an unser Ohr dringt, zunächst darauf sehen, daß sich die verschiedenen Colonisations-Vereine eng aneinanderschließen! Darum begrüßen wir es doppelt erfreut, daß so verschiedenartige Körperschaften, wie die „Alliance israelite universelle" und die „Pekidim" und „Amarkalim" sich mit den Kolonisations-Vereinen aller Länder und so vielen andern Vereinen zu gemeinsamer Thätigkeit für das heilige Land zusammengefunden haben! Durch diesen Zusammenschluß wird zunächst eine Klärung der ganzen Angelegenheit herbeigeführt werden können. Und wenn dies der Fall ist, dann wird auch ein ersprießliches Zusammenarbeiten sämmtlicher Vereine möglich werden. Wenn aus unseren Berathungen dieses Resultat erzielt werden sollte, so ist dasjenige erreicht, was die Conferenz anstrebt. Nochmals rufe ich Ihnen ein „Herzlich Willkommen" zu, und ich hoffe und wünsche, daß reicher Segen von dieser Versammlung ausgehen möge zum Heile der Colonisation und zum Wohle unserer unglücklichen Glaubensgenossen!" Nach Eintritt in die Tagesordnung erstattet Herr W. Bambus das Referat über die industrielle Colonisation, das, wie die übrigen Referate, demnächst im Druck erscheinen wird, weshalb von einer eingehenden