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Der Israelit · 1900-02-01 · Heft 10 (1.2.1900) · page 25

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 10 (1.2.1900)
Date
1900-02-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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41. Jahrgang. Dritte Keil. zu Jie Literarische Zlmschau. „lieber den Einfluß des Aramäischen auf den Wortschatz der Mischnah an Nominal- und Verbalstämmen." Von Dr. Mannes. Erster Theil A--M. Posen, B. R z e z e w s t i, 1899. Die eigenthümlich entwickelte Sprache der Mischnah, die nicht nur nachweisbar zahlreiche althebräische Stämme enthält, sondern auch den während ihrer Entstehung in dem Stammlande herrschenden Idiomen, der aramäischen, griechischen und lateinischen Sprache Eingang gewährt hat, ist in neuerer Zeit Gegenstand wissenschaftlicher Bearbeitung geworden. Welchen Einfluß nun das Aramäische ans den Wortschatz der Mischnah gehabt hat, wird in obengenannter Schrift, einem Merkchen "• rrzzn r:y.r nachgewiesen. Der Verfasser ist seiner Ausgabe mit eben so viel Sachkenntniß als Gründlichkeit nachgetommen. Er stellt zunächst die biblisch-hebräischen Stämme- und Wortformen aus, die in der Mischnah durch entsprechende aramäische Benennungen oder Aramäismen ersetzt worden, ferner einer Anzahl solcher Bezeichnungen, für die sich biblisch-hebräische Wörter und Wortformen neben aramäischen vorfinden, so wie viele biblisch-hebräische Wörter, die als sogenannte neuhebräische eine andere Bedeutung annehmen. Es wird auch eine Reihe bibl.-hebräischer Wörter und Stämme angeführt, die in neuer oder modifizierter Bedeutung erscheinen. Endlich erfolgt eine ausführliche Darstellung von 176 Wörtern, deren Ursprung und Bedeutung genau und gründlich untersucht und mit analogen, arabischen und syrischen Stämmen verglichen wird, für den Fachgelehrten, selbst wenn nicht Orientalist, ein interessantes und ergebnißreiches Sujet. Besonders interessant sind die Excurse, die in Form von Anmerkungen den Text begleiten und nicht nur eigene Ermittelungen, sondern für den Gelehrten auch bedeutsame Fingerzeige zu weiterer Forschung enthalten. Näher darauf einzugehen, würde zu weit führen, jedoch seien einige Bemerkungen gestattet. Namentlich verdienen hervorgehoben zu werden: Seite 12, wo die in der Mischnah vorkommenden ganz neuen Stämme und Wortformen angeführt werden. Seite 20, Nr. 81, ist die Anführung der zahlreichen Zusammensetzungen mit sehr interessant und in structiv. Seite 23, Nr. 33, enthält die der Mischnah eigenthümlichen Wortbildungen zur Bezeichnung von Handwerkern und Gewerbetreibenden, die in der Schrift von Hillel tNominalbildungen i. d. Mischnah) fehlen. IO des Israelit-. Seite 26, Nr. 47, der Excurs zum Worte Ber fasser sucht durch vergleichende Zusammenstellung der verschiedenen Eonstruetionen nachzuweisen, daß die Verbindung u. s. w. auch schon im biblisch-hebräischen von "v sich aufhalten lind Fremdling wenigstens der Bedeutung nach zu trennen ist, eine Auffassung, die mit dem Targum zu den betreffenden Stellen und der Auffassung der Tradition üdereinstimmt lMechilta n, 12, 48). Siehe auch Hirsch, Pent. <2. Ausl.) zu 1J1, 17, 8. Seite 89, Nr. l 14, der Stamm - u und die Dekret sende Anmerkung. Das Won bedeutet nicht, wie die gewöhnliche Ilebersetzung lautet „zerreißen," sondern von der Grundbedeutung „schlagen" ausgehend, „von Raubthieren anfallen, rauben." Hierzu iverden viele Nachweise angeführt. Seite 42, die Zlisammensetzung der in der Mischnah oorkommenden bbzr, rr Hierbei ist noch hinzuzu fügen Baba B. 8, 2. Seite 43, das Wort rr Seite 46, Nr. 144, der Stamm ‘iS und Anmerk ung. Jedoch seien noch einige uiuvesentliche Ausstell ungen gestattet: Seite 18. Nr. 24, Anmerkung 3, führt Verfasser das Wort rwrr; als Plural an, welche Form aber nickt belegt ist: dagegen kommt rr-rr* r*Bikkurim 1, 11 vor. Seite 20, Nr. 81, fehlt bei den oben angeführten Zusammensetzungen mit r'z noch der Ausdruck -mn ri'2 (Joma 7). Seite 40, Nr. 117, bei r.v Hai Verfasser unterlassen, die Stellen ry 2, f>, p8in 4, 7, n*n;ö 11, 7 td (ns*n tre: .ne* anzuführen, die wahrscheinlich euphe mistisch gebraucht sind. Seite.60, Nr. 160. bei dem Worte r.r:z unire auch ein Hinweis auf r,:zmz 4, 1 urr zur Stelle am Platze gewesen. Seite 20, Nr. 29. fehlt das Won Brachfeld. Peah 2, 1. Leider erstreckt sich die Arbeit nur aus die Hälfte des Alphabetes A -M: hoffentlich aber bleibt das Werkchen kein Torso, denn es ist >vohl keinem Zweifel unterworfen, daß es einem thatsächlichen Bedürfnisse abhilft und sich guter Aufnahme erfreuen wird. Zur (beschichte des Juden in Nnstland. Soeben erschien der 1. Band der „Regesten u. Inschriften", welcher eine Sammlung von Materialien über die Geschichte der Juden in Rußland vom Jahre 80 bis 1670 enthält. Dieses Werk ist, wie der „Düna-Ztg." geschrieben wird, die Frucht langjähriger Arbeit einer Gruppe von Personen, die zum Bestände der historisch

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