Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 10 (1.2.1900)
- Date
- 1900-02-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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198 Ausruf zur Erhaltung der fOW An unsere treuen Glaubens- und Gesinnungsgenossen, die für die Erhaltung und Verbreitung der heiligen Gotteslehre noch lebhaftes Interesse hegen, entsenden wir hiermit unfern brüderlichen Gruß! ES ist ine gar wichtige und heilize Angelegenheit, um deren Willen wir uns an Sie wenden und an Ihre Hochherzigkeit aus'S nachdrücklichste upvelltren! Den Besuchern der ‘TQ’tr’,,, den "”cn ttd.., die Mittet zu bieten zur Fortsetzung ih er Studien, das mußte wohl zu jeder Heit als ein verdienstliches Werk bezeichnet werden Allein, um wie viel eher erscheint dieses Verdienst in unserer Gegenwart, wo das Thoraleren von allen weiten bekämpft und von Schritt auf Schritt gehemmt wird um es dem gänzlichen Niedergange näher zu bringen.' Aber inmitten dieses Kampfes blieb dem strenggläubigen Judenlhume eine Zufluchtsstätte, wo sie neue Kraft, neuen Muth findet; diese Zuflucht stätte hcißt„PD'L7'. So lange wir mit gehöriger Hingabe und Opferfreu igfeit im Lande unterhalten, wo die „ntrr>pn min,, gelehrt und fortgepflanzt wird da brauchen wir gottlob für den Fortbestand, kur die Zukunft, für das Erstarken und Erblühen des wahren Judenthums nicht besorgt zu sein. Nun existirt hie. bekanntlich eine äußer vo zügliche und mustergültige "PD'ir'., welche schon seit langen Jahren besteht, die Mitglieder unserer Gemeinde ermüden nicht, den arm>n "C'Tiro,, eine thatkräflige Unterstützung angeveihen zu lassen, ja. es giebt hier eine Anzahl auogezeichnet., hochherziger Männer» welche dü'se Unterstützung in doppelter Form leisten - sie gewä hren den CTTra nämlich Freitische Kosttage) und lassen ihnen überdies auch Geldspenden zukommen. Allein die erforderlichen Summen zur Erhaltung einer zahlreichen PD'L" übersteigen denn doch bei weitem die Leistungsfähigkeit unserer Gemeinde» da aus allen Gegenden, aus Nah und Fern, ie lTTHd herbeiströmen, um hier auS der Lebensauelle von hnt mrn ihren Durst zu stillen. Nun scitem Sr. Ehrw. TjrP.v nTo p'~yn piNJP mn N^irPtr tri:"“ Verfasser der berühmten Werke "rnsrn rw'Dn,,, daö hiesige Rabbinat bekleidet, hat sich die Anzahl der ED nTST’“ noch wesentlich vermehrt, da zahlreiche, lernbegierige Jünglinge hierher strömen, C’T cv: DtNL'T yw7 cecn: vc'o ttn the to ncorn rrn Dtr. Allein min ]’N nep J'n cn! Woher He Mittel zur Erhaltung dieser "“Qri 'TN2„. die Tag und Nacht mit unsäglichem Eifer dem Thora Studium obliegen! Wir llnterzeichneten, indem ivir den harten Kampf sehen, den die zahlreichen C’n'nn leider Tag für Tag um die dürftigsten Eristenemittel, tim das Stückchen „nt'CD n?" zu kämpfen hoben, wir erachten es als unsere heiligste Pflicht, nachdem wir die traurige Sachlage ohne jede liebe-trcibung klar dargestellt haben, an den Edelsinn und die OvferfreuHgkei! unserer Glaubensgenossen, die für die heilige Gotteslehre noch Herz und Sinn haben, aus's nachdrücklichste zu apelliren! Es werden aber auch einige sehr wichtige Reckte den g. Svendern und Mitglie dern des Vereins zu theil, welche aus den Statuten, die Jedem auf Wunsch gesendet we den, ersichtlich sind. J Mögen die löblichen Gemeinden, die Pck.tO ’Tir und alle *) £ Ick Wenn ein Mitglied, oder e ner seinen Angehörigen nTPn erkrankt, wird sofort nach Verständigung "D'?nn„ mit ' gesagt und auf Wunsch anch ein itd: ]vpd gemacht. 8 14. Wenn ein Mitglied nTPn stirbt, wird für ihn während der ganzen "nvjsrc,, D'trptr gelernt, und der Name desselben in einer im tPTien m eigens zu dem Zwecke angebrachten Tafel zum ewigen Andenken verzeichnet. 8!7. Für die Hingeschiedenen Mitglieder, hat ter'ND: bei rvciw mDT“ ein nrern nPe?n machen zu lassen. 7NDLTD Dirn *D’”J sich beeilen, ihr Scherflein beizutra gen zu Gunsten unserer vorzüglichen nD'tt”! Sagen doch unsere Weisen ,nnn Nsn cnetr C'Ej? '222 nnm ,y"J man muß vorzüglich die mittellosen, armen D’TnD unterstützen, da namentlich heute diese es sind, die sich dem Thorastudium widmen! Mögen die 'NT in den Kreisen ihrer Freunde und Bekannten aneifernd wirken, damit auch diese an der Förderung dieses heiligen Werkes sich bctheiligen sollen! Möge jeder einen monatlichen oder jährigen Betrag bcstimmen Zlir Erhaltung unserer C'Tro~i niJUD N-Qn! “nN B’yiDGn inNi riDicn, ob mehr oder weniger, jeder möge nach seiner Lkisiungsföhigkeitzum Gedeihen und Fortbestehen unserer beitragen, C’DLPH ’pPN nNC TDUOl TDD '\T nDB'T! 'L' TN •“ TND nttHP HDT"! ‘Tntt' ed rpN: pn 'nyosr en dji7 -nop inhend p"p n? Moses Paskes^ > " Jakob Brück Bereins-Borstünde Emanuel Kohn, Kontroleur. Spenden die Ihr edles Her; unserer N-Qn zulommen lassen wollen, sind zu adressiren an Sr. Ehrw. Herrn E. Deutsch, Oderrabbiner, Bonyhad (Eom. Tolna) Ungarn. Auch wir sind gerne bereit, Spenden unter 'Nr. 10 72 in Empfang zu nehmen und weiterzubetöroern._ Lehmann’s Jüd. # # # # Volksbücherei. Den Herren Buchhändlern beehren wir uns hierdurch mitzmheilen, daß wir in Leipzig bei Eommissionär E. F. Steinacker, Rotzplatz 16, ein Sluslieferungs-Lager errichtet haben. Bis jetzt find erschienen. Band l. M. Lebmann. Des Königs Eidam. ± Graf oder Jude, ck ., ,, RabviElchanau. Die Verlassene 4. „ DaS ^icht der Diaspora „ „ Bpstanai. I. Theil. 6. „ Bostanai II. Theil. 7. „ „ Süß Oppenheimer. >i. ,. „ Der Fürst von Couey „ „ Die Familie y Aguillar. I. Th. 10. „ „ Die Familie h Aguillar. II. Th. I I. „ Die Familie y Aguillar II l Th Jeder Band ist einzeln für 50 Pf. käuflich. toli. Wirth’sche Hofbuchdruckerei A.-G., 31 n i % Israelitische Wailenanstal't zu Irankfurt a. M. Zu Ostern 10r o sollen mehrere frei werdende Zöglings stellen der Knaben- und der Mädchenabtheilung wieder zur Besetzung gelangen Atlfnahinegesuche sind unter Beifügung der betr. Sterbeurkunde, sowie des Geburts-, Impfevent. auch Schulzeugnisses des anzumeldenden Kindes durch den von der Ortsbehörde lcgitimirten Vormund bis zum 20. Februar dss. I. an Herrn Prof. Dr. Weruer, Mauerweg 20, zu richten. Die bereits eingereichteu Gesuche bedürfen, insofern die erforderlichen Papiere beigeben worden sind, der Erneuerung nicht. [69<;