Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 75-76 (22.9.1898)
- Date
- 1898-09-22
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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aonen, die in rppn nnDj Land besitzen, jedoch] dort nicht Wohnen, i Beamten der Administration. I Mosch. Seuderow, ünwj Schabbathai Levy, Lebr. j Madame Mathilde Färb, Mad. Lifsckütz, Nählehr.! Schuldirektrice A.Horadietzky Feldscher j Menach. Färb, Direktor! Löb Gordon. Lehrer Mad. Horadiefzky, Heb. | M. Appelbauni, Gärtner Löb Lnbmann, Lehrer Madame Slor, Hebamme! A. Arliansky, Rabbiner! Eli,jahu Saphir, Lehrer! Is. Ellenhorn, Apotheker Sch. Nachmies, Untergärtner .Tac. Jehaliew, Schreiber Isr. Lisansky, Thierarzt Abr. Schapira, Wächter Alex, ('iiaddäd, Wächter. I>r. Heinrich Loewe. Das neue Internat der Alliance Israelite Universelle in Jerusalem. Am 19. Dezember 1897 (24. Kislew 5658) fand die Einweihung des neuen Internats statt. Die Gebäude waren zu dieser Gelegenheit mit Fahnen in den 6 romanischen Farben und dem Bilde 8. M. des Sultans dekorirt. Der Esssaal, zum Festsaal umgewandelt, war mit Par ocheth geschmückt, die der Anstalt von den Synagogen der Stadt geliefert worden waren, Zeichnungen und Gegenstände, die in den Werkstätten gearbeitet worden, bedeckten die Wände. Eine zahlreiche Menge war dem Rnfe des Herrn Benedikt, des Inspectors der A lliance, gefolgt, der als Vertreter des Central- Oomites bei dieser Feier pi äsidirte; alle Notablen der Sefardischen und Aschkenasischen Gemeinde wohnten dem Feste bei. Der Oberrabbiner Salant, Oberhaupt der Asehkenasim, hatte sich durch seinen Sohn vertreten lassen. Es mag zeitgemäss sein, an dieser Stelle daran zu erinnern, dass die Anstalt der Alliance zur Zeit ihrer Gründung im Jahre 1882 durch die rabbinische Partei in Acht gethan wurde. Die Zeit hat nun ihr Werk vollbracht; dem Fortschritte konnten sich auch die voreingenommensten Gemüther nicht versohl i essen. Sie konnten sich persönlich davon überzeugen, dass der zivilisatorische Grundgedänke der Alliance, weit entfernt davon, das religiöse Gefühl zu bekämpfen, es im Gegentheil stärkt und aufklärt, und dass die einzige Fürsorge des Vereins darin gipfle, die Jugend von Jerusalem dem Elend und der Erniedrigung durch die „Chalukah“ zu entreissen, um sie dem Handwerk, ernsten und ehrenhaften Gewerben zuzuführen. Nach einem Gelegenheitsgebete, inmitten der allgemeinen Aufmerksamkeit, nahm Oberrabbiner Eljaschar, der C hach am Bas chi das Wort. Er sprach in gerührten und warmen Worten von den Leistungen der Alliance, „der heiligen Gesellschaft“. Seine Ansprache war so zu sagen, die officielle Anerkennung der Anstalt durch die rabbinische Partei, das Zurücknehmen der ungerechten Angriffe gegen dieselbe, und namentlich derjenigen, welche gegen Herrn Nissim Be har, den tapferen Gründer des Werkes, gerichtet worden waren. Herr Benedikt dankte im Namen der A1 liance allen Denjenigen, die der Anstalt und dem Verein durch ihre Gegenwart ihre Sympathie bezeugen wollten. In grossen Zügen entwarf er alsdann ein Bild von den Werken der Alliance seit ihrer Gründung im Jahre 1860, durch welche die israelitischen Bevölkerungen allenthalben erhoben und angespornt wurden; er schilderte die Hilfe, welche all’ Denen zu Theil geworden, die in ihrer Eigenschaft als Juden gelitten; die Elementarschulen, die Gewerbe- und Ackerbanschulen, welche im Orient, in Europa und Afrika gegründet wurden; den Schwung endlich, den die Alliance der Idee der jüdischen Solidarität und Wohlthätigkeit gegeben, die ihr gestattete, mit sehr besclnäukten Mitteln geradezu Hervorragendes za erreichen. Herr Benedikt sprach mit Rührung und Wärme von Herrn Nissim Behar. jenem gedankenreichen und muthigen Manne, der der wahre Gründer der Anstalt in Jerusalem gewesen, der die Entwickelung derselben unermüdlich förderte, trotz aller Schwierigkeiten und Hindernisse, die seinem Wirken entgegengesetzt wurden. Er bewältigte dieselben durch seinen festen Glauben an das endliche Gelingen, durch sein persönliches Entsagen, durch eine Arbeit, eine Tapferkeit und eine Umsicht, die nicht einen Augenblick nachliessen. Herrn Benedikt folgte Herr Rabbiner Joseph Meier, der seine Freude ausdi ückte über die Verbesserungen, welche in den Schulanstalten und Gewerbeschulen der Alliance in Jerusalam eingeführt wurden. Herr Alter Rivlin, Vorsitzender des Vereins „Bene Jisrael“, sprach ebenfalls einige sehr freundlich aufgenommene Worte. Die Feier schloss mit dem Abendgebete-. Die Gäste wurden alsdann aufgefordert, das neue Internat in Augenschein zu nehmen; die Schlafsäle, die Küchen etc. wurden wegen ihrer praktischen und gesunden Einrichtungen sehe bewundert. Druck der Joh. Wirth’scken Hofbiickdruckerei Actien-Geselbchaft, Mainz.