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Der Israelit · 1898-03-03 · Heft 18 (3.3.1898) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 18 (3.3.1898)
Date
1898-03-03
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Charities" Kenntniß davon gegeben, daß er der Gesellschaft eine größere Schenkung zu machen beabsichtige. Nunmehr hat Herr Loeb mit der Ausführung seiner philantropischen Absicht'-I begonnen und hat durch die Grundeigenthums-Makler Hiram Rinaldo und Bro, das an der Südostecke der 2>. Str. und 2. Ave. belegene, 65 bis 90 Fuß große, zur Dr. Aaron Wise'schen Hinterlassenschaft gehörige Grundstück angekauft. Auf diesem Grundstück wird Herr Loeb ein sieben Stockwerk hohes, mit allen modernen Verbefferungen versehenes, feuersicheres Gebäude errichten, welches sowohl als Heim wie als Verwaltungsgebäude der „United Hebrew Charities" dienen soll und auch äußerlich ein Prachtbau werden wird. Personalien. Altona, 8. Adar. Gestern, am vw i, beging der in weitesten Kreisen bekannte Rabbinatsaffessor, Herr E. Munk, in Gesundheit und Geistesfrische seinen 80. Geburtstag. Zahlreiche Depeschen und Geschenke liefen von allen Richtungen ein. Morgens, nach mrw wen, hielt der Klausrabbiner, Herr E. Duckes, eine kurze tiefempfundene Ansprache, worin er die Verdienste des Jubilars hervorhob und ihm die Glückwünsche der Klaus und des hochbetagten Klausrabb. n apr mno d-hbo pnn aussprach. Im Hause wurde Herr Munk mit Gesang und Musik von seinen Schülern erwartet. Möge es dem würdigen Jubilar vergönnt sein, noch unzählige Jahre zum Wohle unserer Gemeinde und Klaus zu wirken. vermischtes. Dre-peu, 27. Febr. Der Vorsteher der israelitischen Gemeinde, Herr Rechtsanwalt und Notar E. Lehmann in gestorben. Derselbe gehörte der II. sächsischen Kammer von 1878 ad längere Zeit an. Briefkasten der Redaktion. B« in N.r Unser Glaubensgenosse Ackille Fould, Inhaber der Firma Fould-Oppenheim, wurde 1861 von Napoleon III. zum Finanzminister ernannt. Absunent in G.r W. Rosenbaum in Memmingen (Bayern). Briefkasten der Expedition. M. S. in Inserat kostet M. 2.50. Für dev folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Herrn A. Eisenstadt, Cantor der Berliner jüd. Gemeinde ging über dessen „Slltjüdische Gesänge", nachstehendes Schreiben von Professor Ad. Lazarus, Obercantor der jüd. Gemeinde in Budapest, zu: Jeder der Sinn, Gefühl und pietätvolle Empfindung hat für alte, jüdische Tempelgesänge, was zumal vom jüdischen Vorbeter vorausgesetzt werden muß weit mehr noch als von dem Forscher der Wissenschaft wird Ihnen geehrter Herr College Dank wissen dafür, daß Sie aus purer Pietät und auidealem Beweggründe, diese altehrwürdigen Sangesweisen Ihrer Ahnen, der Nachwelt überlieferten und dieselben der Vergessenheit entrissen haben. Es wäre aber auch in der That schade gewesen um diese einfachen zum Herzen dringenden Sangesweisen, durch welche nunmehr die jüdische Tempelgesänge eine schätzenswerte Bereicherung erfahren haben. Man muß diese Gabe um so mehr willkommen heißen, als es ja in unserer indifferenten Zeit nicht viele giebt, die für das jüdische Wesen, am wenigsten aber für die Synagogen-Literalur noch Interesse haben. Und gerade deshalb halte ich es für die Pflicht eines jeden Vorbeters, daß er sein Wissen und Können bereichere und dies vorzüglich auf dem Gebiete des alten einfachen Tempelgesanges, welcher mehr als jeder moderne Kunstgesang geeignet ist, die Andacht zu wecken, weil er in seiner Schlichtheit und Einfachheit viel früher den Weg zunr Herzen des Betenden findet. Eine Kritik an diesen Gesängen zu üben, halte ich, aus Rücksicht der Pietät für nicht berechtigt; andererseits aber kann eine solche gar nicht geübt werden, weil ja aus den uns zu Gebote stehenden Werken ersichtlich ist, daß jede der allgemeiir bekannten traditionellen Melodien von jedem Verfasser m eine andere Form gebracht erscheint, so zwar daß nur bas Leitmotiv überall dasselbe ist. Wer wollte da behaupten daß die eine oder die andere Auffassung die richtige ist? Deshalb brauchen Sie es verehrter Herr College nicht als Kränkung hinzunehmen, wenn aus Grund einer wissenschaftlichen Analyse, die weder berechtigt noch anwendbar ist, weil die Wiedergabe einer Melodie oder vieler Gesangsweisen keine solche verträgt auf Wiederspruch stoßend. Ich sehe mit Vergnügen der angekündlgten Fortsetzung entgegen und zeichne mit collegialem Gruße Professor Ad. Lazarus, Dbercantor der jüd. Gemeinde in Budapest. LebeuSversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig, aus Gegenseitigkeitgegr.1830(alteLeipziger).Essind vom 1. Januar bis Ende Nov. 1897 5867 Versicherungen über 46 446 300 Mk. beantragt worden, 2 429 250 Mk. mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Als gestorben wurden in derselben Zeit angemeldet 762 Mitglieder, die mit 5 556 650 Mk. versichert waren. Der Versicherungsbestand stellte sich Ende Rov. 1897 auf 69 000 Personen mit 509 Millionen Mk. Versicherungssumme, das Vermögen auf 157 Millionen Mk. Für fällig gewordene Versicherungssummen sind bis jetzt ousgezahlt 106 Millionen Mk., a s Dividenden an die Versicherten gewährt 53 Millionen Mk; Dividendenreserven in Höhe von 24 Millionen Mk. liegen zur weiteren Vertheilung an die Versicherten bereit. Bei der alten Leipziger Gesellschaft, die eine reine Gegenseitigkeitsanstalt ist, fließen alle Ueberschüsse den Versicherten wieder zu. Die Dividende der letzteren beträgt für die länger als 5 Jahre bestehenden Versicherungen im laufenden Jahre 42°/g der ordentlichen Jahresprämie und bei abgekürzten Versicherungen außerdem 1l/, °/0 der Summe der gezahlten Zusatzprämien. 6 Met. Frühjahrsu. Sommer- Stoff für M. 1.80 Pfg. 8 Meter Waschstoff zum Kleid für M. 1.68 6 „ Sonimer->'ouveaute „ „ „ 2.10 6 „ ,, dop.dr „ „ 2.70 6 „ Loden, vorzgl. Qu., dop.br. „ ,, 3.90 Mod, Kleidern. Blousengtoffe -- Muster in grösster Auswahl versenden in einzelnen Metern franco ins Haus auf Verlangen franco Ins Haus. Oettinger u. Co , Frankfurt a. M. 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