Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 51 (25.6.1896)
- Date
- 1896-06-25
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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77~ 983 über einen Ritualmord, dessen Schauplatz ein kleines Dorf im Nordgrader Comitat gewesen sein soll. 20 Juden hätten am Eharfreitag einen kleinen christlichen Knaben in die Snnagogc gelockt, um ihm dort Blut abzuzapfen. Durch den Lärm, den das Kind schlug, sei der Plan gescheitert. So wahnwitzig diese Beschuldigung war, so wurde doch eine strenge Untersuchung eingelcitct. die selbstverständlich das Resultat ergab, au der ganzen Sache sei kein wahres Wort. Die Untersuchung ergab aber auch noch, daß ein bekannter antisemitischer Volksparteimaun, der in der ganzen (legend für die Verbreitnng des Pamphlets „Jüdische Blutmorde" thätig ist, seine Hand im Spiele gehabt hat. Warschau. Dieser Tage verstarb hier Herr Bankier Adolf Goldfeder. Derselbe kam s. Z. als armer Knabe nach Warschau und arbeitete sich durch rastlosen Fleiß und Ehrlichkeit so empor, daß s>iu Bankhaus allgemein im Ansehen stand. Er hinterließ 50000 Rubel (M- 100000) für jüdische Wohlthätigkeitsanstalten in Warschau. Auch seinen armen Verwandten testirte er 50000 Rubel, nach dies, n Abzügen fällt das Vermögen seinen Kindern zu. Anzeigen -HW Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht ' HugoGuggenheim, Gailingen (Baden). Koscher Seifenfabr. Posteollis M. 3 feo. Ref. r Herren Rabb. Dr. Hildesheimer, Berlin; Dr. Ehrmann, Baden; Dr. Löwenstein, Moßbach; Dr. Cohn, Basel; Dr. Cahn, Fulda. (2735 Htttjhffifrav! Trag jnaturl| sind die von mir erfundenen, gegen Erkältung u. Kopfrerßen schützenden Haartooren für Damen und Herren, selbige sind so leicht und na» türl. gearbeitet, daß das Tragen einer solchen kein menschliches Auge bemerkt. Preis v. M. 7.5V an. Paul Wielisch, Perückenmacher, Wiesbaden, Burgstr. 12. Enthaarung«* pnlver, vorzügl., unschädlich. (Tste hi es. Religionslehrer u. Vor beterstelle mit e mm fixen Gehalt von 600 Mark, freier Wohnung und Beheizung ist vakant und alsbald wieder zu besetzen. Seminaristisch gebildete Bewerber belieben ihre Zeugnisabschriften zu senden an (3310 M. 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