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Der Israelit · 1915-11-25 · Heft 49 (25.11.1915) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 49 (25.11.1915)
Date
1915-11-25
Page
– (sequence 9)
Language
German
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I ffgggy 1 Ra» m - a. «*» . 25. November 1915. gttnmti a. 9L, den 18- Kislew 5676. Jli' 49 M 49. A.#,. ■ Der „Frankfurter Israelis wird mit dem JSraelit" abonniert; Abonnement für beide Blätter zusammen Mk. 1.50 vierteljährlich Inland, Inserate im „Frankfurter JSraelit" kosten 35 Pfg. für die sechsgespaltene Lolonelzeiie: Rabatt nach Tarif. Inhalt. Die Woche. 1. Samuel Sichel ny. 2 Agudas Jisroel Jugendgruppe. 3. Zkrieger-Gedenktasel. 4. Die Frankfurter Brotkarte des „alten Rothschild". — 93er* etnskalender. — Gebetzeiten. ii i Die Woche 5 kV 9 r 6 t» Ui Sam«et Sichet Die überaus große Trauerversammlung, die zur ‘'ih Sam. Sichels ersäienen war, um dem Verblichenen die letzte Ehre zu erweisen, legt beredtes Zeugnis dafür ab, daß man den Vertust eines wahrhaften m.T tm besten Sinne des Wortes zu beklagen hatte. Alle, die ihn kannten, wußten sein festes Gortoertrauen, ferne Gewissenhaftigkeit in der Erfüllung der 7N2LV, seine Redlichkeit im Geschäftsleben, wie nicht mindrr die Bescheidenheit und Schlichtheit seines Wesens zu schätzen. Nicht nur im Kreise seiner Gemeinde, der Jsr. Reltgtonsgesellschaft, deren treues Mitglied er war, sondern auch draußen auf der Reise, wo er mit seltenem Fleiße und Eifer, seinen Berufs; flichten nachgeheud, sich nicht minder als wackerer Jehudi bewährt, hat sich der Verstorbene durch sein aufrichtiges freundliches Wesen einen großen Kreis von Freunden erworben. Möge das rVD7 des so früh Heimgegangenen seiner ihm gleich geiinnten Gattin und den Kindern, denen er ein lreubesorgtec Gatte und liebevoller Vater war, betstehen. Ji- A. Äugend,rnppe. Die Agudas Jisroel Jugendgruppe versendet cm ihre Mitglieder unö Freunde tbreu Winterarbcitöplan. Er umfaßt folgende Schiurim und Kurse: 1. Jugendgruppe. Tau roh: A. Hirschberg,' Samstag Val2—Val Uhr vorm. S iorav orträ g e: Freitag Abend 1 Stunde nach Synagogen beginn. (Herren und Damen.) Nwijim: S- Unna/ Mittwoch 9—10 na&tu. Gemoroh: Direktor Dr. Lange/ Donnerstag 9—10 nachm. Gemoroh: Dr. M. Lange/ Samstag ‘fall—*f«12 llhr vorm.) Dienstag 9 dis 10 Uhr nachm. Gemoroh: B. Rachelsohn/ Samstag V*12—Val Uhr vorm.) Sonntag 3 bis 4 Uhr naäfw. Gemoroh: S. Schachnorvitz / Sonntag 5—6 Uhr nachm. Doroth Hor:- schaunim: Direktor Dr. Lange/ Samstag Va 11—Va 12 Uhr vorm. (Herren und Damen.) Ueber die praktische Halachr: B. Rachel so bn/ nach Voranzeige. 2. Mäüchengruppe. Tesilloh: S- Schachnowitz) Sonntag ^9—^.0 Uhr nachm. Tauroh: Rabb. Dr. Winter/ Sonntag 7 — 8 Uhr nachm. Jeschajohuh: Oberlehrer I. Kaufmann/ Donnerstag 9 bis */«10 Uhr nachm. Dinim: Rabb. S. Bamberger/ Defttog 3i*9—3UlO llhr nachm, vierzehmäg g (2. II. usw.) Tehillim:A Hirschberg/ Samstag 3—4 Uhr nachm. Hebr äische Literatur in alter und neuer Lehrer Diamant/ Dienstag 3j49 Uhr nachm. (1. Bortrag 9. November.) Französisch: R. I e i d e l / Dienstag: 3U0~3;A0 Uhr nachm. Stenographie: I. Katz/ Donnerstag V«9—MlO Uhr nackm. Turnen: S. Leyh) Montag M9 bis *M0 Uhr nachm. (Turnhalle Tiergarten 8.) Die diesjährigen Vorträge finden g em ein sam mit dem „Verein zur Pflege jüdischer Lebensanf chauung Nach las Zwi" statt. Vorerst fanden, respektive finden folgende Borträge statt: 7. November: Dr. Arthur Kahn, Charlottenburg/ „Was erwartet unser nach dem Kriege?" 16. November: Rabb. Dr. Wohlgemuth, Kttzingen/ „Krieg und Judentum." 9. Dezember: Redner und Thema werden bekanntgegeben. 22. Dezember: Dr. A. Levy, München/ „Jüdische Ideen im L'chte der Zeiten." 27. Dezember: Rabb. Dr. Klein, Nürnberg/ „Frieden und Krieg." Der bereits früher mit Erfolg in der Mädchen gruppe veranstaltete Handarbeitsabend (Mittwoch Abend) wird auch im Winter fortgrsetzr werden. An diesen Abenden ist den jungen Mädchkn Gelegenheit geboten, unter bewährter Leitung sich Kleidungsstücke anzuiectigen. Wie bisher sollen auch jetzt für die Flüchtlinge Kleidungestücke ustv. gearbeitet werden. Ferner sollen tunlichst an diesen Abenden Liebesgaben (Strümpfe u'»o.) für die im Felde stehenden Mitglieder angeferlstt werden. Das Leseztmm-r bezw. Zimmer 3 ist für k^IV-Nachmittag und Sonntag für bte Mäbchengruppe reserviert. Neben Zeitungen werden dort eine größere Zahl von Büchern aufltegen. An Samstag Vormittagen finden wie im Vorjahre kleinere Borträge statt. Außerdem wurden gemeinsam mir der „Jüdischen Frauenvereinigung" einige Bortragsabende angesetzt. Krieger Gedenktafek. Die Berwaltui g des Deutsch-Israelitischen Kinderheims zu Diez a. d. Lahn har bi schlossen, in der Anstaltssynagoge, in der Zöglinge morgens und abends das Kaddisch-G'bct für die Berftorbenen verrichten, eine besondere Gedenktafel anzubringcn, ans der die Namen der im Kampfe fürs Baterla> d Gesallenenen als leuchtendes Borbiid verz.rchnet werden sollen. Während des Trauerjahres und später an jeder Jahreszeit soll das Kaddisck-Gebet für diese Helden verrichtet und ein Jahrzeitlicht augezündet werden. D^r dafür zu entrichtende Betrag ist auf 300 Mk. festgesetzt, er kann aber auch auf begründeten Wunsch verringert werden. Die Krankfurter ArotKarte des „alle» Notyschitd". Man schreibt der „Franks. Zeitung": Zü den wohltätigsten Menschen des alten Frankfurt gehörte Mayer Anselm Rothschild, der Sohn des im Fahre 1812 gestorbenen Begründers oes Welihandclshauses, und jahrelang war oer Frankfurter Dialektdichter Friedrich Stoltze sein Gebilft und Berater auf allen Gebieten der M'Stätigkeit. In einer von ihm herausgegebenm Zeitschrift, der „Frankfurter Latern", hat Stt ltzc später gern und Viel von der Mildtätigkeit des alten Rothschild erzählt, und dabei auch der freigebige» Art gedacht, mit der dieser im Winter 1847/48 die infolge der Teuerung drohende Hungersnot unter der ärmeren Bevölkerung Frankfurts im Keime erstickte. Rothschild hat zu diesem Zwecke Brotmarken eingesührt. und so dürfte es nicht unzeitgemäß sein, ist den Worten Stoltzes an dieses private Brotmarkensystenr vor fast siebzig Jahren zu erinni.iT. „Der Lääb Brod hat 48 Kreuzer gekost" schreibt Stoltze, „und der alte AMschel hü, damit die Dheuerung die Unbemittelte net gar so schwer dricke sollt, Brodkarte ä 24 Kreuzer ausgewe lasse sor Jeden, der derrvo Gebrauch mache wellt, so daß des Brod vor die Hälft der Tax t.y.t jedem Bäcker zu kriehe war. Des hat en allerdings nor e Paarmalhunderttausend Gulde gekost." Dereinstalender. Verein Siekor CShaftm. ' Freitag, abends nach Schluß der Synagoge, im Hörsale, Mikro-Bortrag) Herr Rektor Falk. 8V, Uhr im Vereinslokale: ZwangloseZusammenkunst. Samstag, morgens nach Schluß der Synagoge: Dinim: Herr Rrkror Falk. 12 Uhr mittags: Sefer Melochim: Herr Prof. Weyl. 3Y, Uhr nachmitt, im Vereinslokale: -pp" pv) Herr Redakteur Schachnowitz. Sonntag, 0'/. Uhr vorm, im Vereinslokale: Gemoro; Herr R. A. Posen. 4 Uhr nachm., im Vereinslokale. Langestr. 18: Gemoro,- Herr Dr. Joseph Breuer. — 6 Uhr abends im Vereinslokale: Herr Rabb. Rottenbcrg: Midrasch. Montag, abends 8'/. Uhr im Vereinslokale: Mischna: Herr Rektor Falk. Dienstag, 8-'/, Uhr abends: Gemoro: Herr R. A Posen.' Mittwoch, abends 83/4 Uhr im Vereinslokale: Gemoro; Herr Dr. Joseph Breuer. Jeden Morgen nach Schluß des Gottesdienstes: Mischna Aaudas jisroel Jn^envaruvve. Freitag, 6’u Uhr Nachru.Sidrayvoorag,' (für Dam'n und Herren). Herr Karl Ochsen mann. Samstag, 10V* U v Bonn.: Doros Horischaunim) Herr Direktor Dr. Lange tsür Damen und Herren). 10V* Uhr Bonn.: Gemoroh: Herr Dr. M. Lange. 11 lU Uhr vorm.: Mischnah (Schabbos) :Herr A. Hirsch berg. 11V, Uhr vorm.: Gemoroh,' Herr B. Rachelsohn. Sonntag, 3 Uhr nachmittags: Gemoroh: Herr B. Rachelsohn. > Uhr nachmittags: Gemoroh; Herr Redakteur S. Schachnowttz. Dienstag, v Uhr abds.: Gemoroh: Herr Dr. M. Lange. Mittwoch, 0 Uhr N.: Nwijim: Herr S. Unna. Donnerstag, 9 Uhr N.: Gemoroh: Herr Direktor Dr. Lange. — 9 Uhr nachm.: Sprechstunde der Lehrstellenoermittlung SlgudaS JiSroel Mädcheugrupve. Samstag, V,12 Uhr: Vortrag von Frl. Jenny Falk über: „Die spanischen Juden im 16. Jahrhundert". 3 Uhr N.: Pirke Omans: Herr A. Hirschberg.

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