Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 55 (1915)
- Issue
- Heft 48 (18.11.1915)
- Date
- 1915-11-18
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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WMMWWMMW &BB1EUT tfejg* 1 * M 48. . _ 18. November 1915. Fra»kfi»rt a. M., den Kislew 5676. M 48 Der frankfurter Qbraelit* mirb mit bem Israelis abonniert- Abormemeret für beide Blätter zusammen Mk. L6Q vierteljährlich (Inland). Inserate im „Frankfurter JSraeltt^ koste» 38 Pfg. für die sechsgespaltene Eolonelzelle; Rabatt nach Tarif. Inhalt. Die Woche. 1. Dr. Perez Hirsch V'f. 2. Aus der Gedankenwelt unserer Gebete. 3. Krieg und Judentum. 4. Frankfurter Verein für Statistik und Demographie der Juden. — Bereinskalender. — Jamiliennachrichten. — Gebetzeiten. i Is Die Woche i[ _ — -i-j 5 Pr. Z>-rkj Kirsch b% Nach kurzem, schwerem Krankenlager verschied vergangenen Freitag der praktische Arzt und Zahnarzt Herr Dr. Perez Hirsch im Alter von 37 Jahren. Er war der jüngere der beiden Söhne von Direktor Dr. Mendel Hirsch f. A. Neben seiner ausgedehnten Praxis leitete der Verblichene, in opferfreudiger Hingebung an den Dienst des Vaterlandes seit Beginn dieses Jahres das Lazarett der Franziskanerinnen in der Langestraße. Die allgemeine Teilnahme an dem frühen Heimgange des reichbegabten jungen Arztes bewies die große Trauerversammlung auf dem Friedhofe der Jsr. Religionsgesellschaft. Neben hohen Offizieren des hiesigen Sanitätswesens war auch eine Abordnung der tapferen Krieger aus seinem Lazarette erschienen, denen er bis zuletzt seine Fürsorge gewidmet hatte. Dem tiefen Schmerze der Familie um den jäh Entrissenen — die Gattin und ein Söhnchen weinen um ihn — gab an der Bahre sein Schwager, Herr Prof. Dr. Bon di, bewegten Ausdruck. Seine Leistungen ols Arzt und fachwiffenschaftlicher Publizist würdigten die Vertreter des Zahnärztlichen und ärztlichen Vereins, die Herren Zahnarzt Alfred Straus und Sanitätsrat Dr. Günzburg. Ein vielversprechendes Leben hat allzufrüh sein Ende erreicht. Aus der Gedankenwett unserer Gebete. Nächsten Mittwoch, 24. November, beginnt Herr Redakteur Schachno Witz in der Jüdischen Frauenvereintgung einen Kursus, der unter obigem Titel alle 14 Tage stattfinden soll. Die Borträge finden im Hörsaale der Synagoge Friedberger Anlage, 8'/« Uhr abends, statt. Gäste, Herren und Damen, willkommen. Krieg und Judentum. Bei voll besetztem Hause sprach Dienstag abend Herr Distriktsrabbiner Dr. I. Wohlgemuth, Kitzingen, in der Suppenanstalt über den ,/Krieg und das Judentum." Der Vortrag war vonEer Bereinigung Nachlas Zwi unter Beteiligung der A. I. Jugendgruppe angesetzt. Mit großem rhetorischem Geschick und in schöner Form beleuchtete der Redner die Kriegsgesetze im alten Israel im Gegensätze zu denen der anderen Völker, wies auf die geborene Humanität im biblischen Kriege hin und verbreitete sich über die Stellung des Judentums zum Kriege überhaupt. Dte Notwendigkeit gewisser Kriege bejaht das Judentum, das auch das Heldentum sckätzi und die von einem als harte Notwendigkeit einmal erkannten Kriege erzeugten Tugenden anerkennt. Den Schluß des interessanten Vortrages bildete eine Blütenlese biblischer Kriegsschilderungen, sowie Auszüge aus Propheten und Psalmen in bekannten schönen Nachdichtungen. Irankfnrler Kerem für Statistik und Demographie der Jude». Der Frankfurter Verein für Statistik der Juden wird im laufenden Winter seine wissenschaftliche und Vortragstätigkeit wieder auf nehmen. Er veranstaltet eine Reihe Vorträge und Dtskussionsabende. Hierzu haben zugesagt: Dr. A. Feuchtwange r, Frau Henriette Fürth, Nachum Goldman«, Sanitätsrat Dr. Hanauer, Prof. Hülsen, Prof. Nippold, Oberursel, Privatdozent Dr. Franz Oppenheimer, Berlin, Prof. Dr. Schaum bürg er und Rabbiner Dr. Winter, Homburg. Sämtliche Veranstaltungen finden in der Frankfurt- Loge statt. Vereinskalender. Verein Mekor Chaji«. Freitag, abends nach Schluß der Synagoge, im Hörsale, Mikro-Vortrag- Herr Lehrer Goldfchmidt. 8V, Uhc im Vereinslokale: Zwanglose Zusammenkunft. Samstag, morgens nach Schluß der Synagoge: Dim'm; Herr Rektor Falk. 37» Uhr nachmitt, im Berei.islokale: npj>> pp- Herr Redakteur Schachnowitz. Sonntag, y'/4 Uhr vorm, im Bere'mslokale: Gemoro- Herr R. A. Posen. 4 Uhr nachm., im Bereinslokale, Langestr. 18: Gemoro; Herr Dr. Joseph Breuer. — 6Uhr abends Im Bereinslokale: Herr Dr. Joseph Breuer: Jirmejohu. Montag, abends 8% Uhr im Bereinslokale: Mischna - Herr Rektor Falk. Dienstag, 83/4 Uhr abends: Gemoro- Herr R. A. Posen. Mittwoch, abends 8s/4 Uhr im Vereinslokale: Gemoro- Herr Dr. Joseph Breuer. Jeden Morgen nach Schluß des Gottesdienstes: Mischna. AgndaS JiSroel Jugendgrnppe. Freitag, ö’u Uhr Nachm.: Sidrahvorirag- (für Damen und Herren). Samstag, 107, UKr Borm.: Doros Horischaunim; Herr Direktor Dr. Lange (für Damen und Herren). 107, Uhr Borm.: Gemoroh- Hern: Dr. M. Lange. 11 7« Uhr vorm.: Mischnah (Schabbos); Herr A. Htrsch borg. 117» Uhr vorm.: Gemoroh- Herr B. Racheisohn. Sonntag, 3 Uhr nachmittags: Gemoroh- Herr B. Rachelsohn, ö Uhr nachmittags: Gemoroh; Herr Redakteur S. Schachnowttz. Dienstag, 0 Uhr abdS.: Gemoroh; Herr Dr. M. Lange. Mittwoch, 9 Uhr N.:Nwijim- Herr S. Unna- Donnerstag, 9 Uhr N.: Gemoroh; HerrDirek» tor Dr. Lange. — 9 Uhr nachm.: Sprechstunde der Lehr'tcllenvermittlung Agndas Jisroel Madchengruppe. Samstag, 3 Uhr N.: Pirke Omans- Herr A. Hirschberg. Montag, 9 Uhr abends: Turnen; FrlLeyh. Dienstag, 7,8Uhr nachm.: Jirmijohu; Herr Rabbiner Dr. W i n 1 e r -Homburg. ’/4 9 nachm.: Französisch; Frl. Rosa I e i d e l. Mittwoch, 87, Uhr abendS: HandarbeitSabend. 83/4 Uhr abends: Jefchajohu; Herr Oberlehrer Joseph Kaufmann. Donnerstag, 8y4 Uhr abends: Stenographie: Frl. Jda Katz. Zacharias rvertheimber'sche Stiftung (8Un$) Herr Rabbiner Dr. Lorsch: Freitag, abends nach 2Npv: Bortrag. Samstag, 40 Uhr vorm.: rnor, 117, Uhr vorm.(skr Schüler L Abtheilung): xir». 41/« Uhr nachm, (für Schüler II. Abt.): inoa. Sonntag, 9 Uhr vorm.: rnr», 37, Uhr nachm, (für Schüler II. Abt.): Montag, eine Stunde vor nnw (für Schüler): ru&tt, 7 Uhr abends (für Schüler II. Abt ): inoa. Dienstag, 7 Uhr abends (für Schüler I. Abt.): nivr, 9 Uhr abends: nivr. Mittwoch, eine Stunde vor nrvo (für Schüler): rw0, 7 Uhr abends (für Schüler I. Abt^. um Herr Rabbinatsaffeffor Posen. Samstag, vorm., nach Schluß der Synagoge, Fried. berger Anlage: vnn "n. Sonntag, 8 Uhr vorm.: n'Tt nnv. Donnerstag. 7 Uhr abends: n”n nr«. Berem Liwfath-Ehe« (Herr Prof. Dr. Snli« bach« Samstag nach Mincha im Hörfaale tzstisdberger Anlage: tm*7ö. Montag und Mittwoch, abends 7 Uhr, Langestr. 18, Seitenbau: DTK m resp. Kipa. Jüdische Frauen Vereinigung. Dienstag, HandarbeitSnachmittag» Kursal Cafe Milani. Mittwoch, 87. Uhr abends, im Hörsale Friedberger Anlage. Beginn deS Kursus: „A uS der Gedankenwelt unserer Gebete." Herr Redakteur Schachnowitz. Gäste, Herren und Dame« willkommen. Jamiliennachnchlen. Geburten. Einen Sohn. Wtmpfheimer, (Darm städte:», Frankfurt a. M. Barmizivvh-Fcier. Manfred, Sohn des Herrn S. H. Katzenstein, Langeftraße 25, in der Synagoge Friedberger-Anlage. — Joseph, Sohn deS Herrn P. Klibausky, Im Trutz 47, w der Synagoge Unterttnda«. GeVetzette». nbv'i ms- Freitag Abend 4.10 SamStag Morgen 8.—. SamStag Nachmittag 4.00. „ Abend 5.25. Wochengottesdienst: Morgens 6.45. Nachmittag 4.—. Im Berlag deS »JSraeM* G.«. v. H., 9rmOfmH «Z erschien: ZKerelaika, Roman audem jüdischen Leben Galiziens von S. Gchachnmch Wer eine spannende, dabei küustlerisL werwolle und M jüdischem Geiste erfüllte UnterbaltungSlektüre^sucht, der greife | diesem Buche, das von der gesamten Presse gstin-md besproch wurde. Preis broschiert Mk. 8.—, in eleg. Geschenkband ML SM Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, sowie durch de Berlag des J&txaeltt", G. m. b. H, Frankfurt a. R. üü m m