Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 55 (1915)
- Issue
- Heft 35 (19.8.1915)
- Date
- 1915-08-19
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 12. No. 35 19. August 1915, Zeit (von 1645—1755) die Quellen nur spärlich fließen, so Äktet doch gerade dieser Teil der Darstellung reichen Ausschluß über das Leben und Treiben der ersten Juden in -er allmählich zu einer Gemeinde anwachfenden Gemeinschaft. Besonders sei noch auf den Anhang verwiesen, der 13 Grabinschriften von Rabbinen und RabbinatSmitgliedern enthält und so die Steine von den im Texte angeführten Großen der Gemeinde reden läßt. Ein OrtS- und Personen-Register beschließt das Ganze und erleichtert seinen Gebrauch. Wir können dieses auch äußerlich vorteilhaft gestaltete Buch allseitig empfehlen, Dr. M. L. in Wr. Unser Kaiser, ein Sendbote Gottes. Predigten zum Allerhöchsten Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers Franz Joseph I und aus anderen patriotischen Anlässen. Von Dr. Faerber in Mährisch-Osttow. Selbstverlag des Verfassers. (M. 1). Diese Reden bilden einen schätzenswerten Beitrag zur gegenwärtig reich anwachsenden Predigtliteratur. Sie zeichnen sich durch geschickte Wahl und treffende Borarbeitung des Textes, durch Gedankenreichtum und ebenso edle wie gemütsvolle Sprache aus und find vom Geiste inniger Liebe zum Judentum und zum Vaterlands des Verfassers getragen. Sie bieten ein schönes und ansprechendes Bild des erhabenen Monarchen des uns verbündeten Landes und werden darum auch in unserer Mitte nicht ohne Befriedigung und Anregung gelesen werden. Dr. M. L. in W. Zur Geschichte der Jude« in Lauingen von Louis Lamm. Verlag Louis Lamm, Berlin. Der Berkaffer, der als rühriger Verleger sich bereits einen achtbaren Namen erworben hat, bietet uns mit Vorliegenden Schristchen eine vermehrte Auflage feiner 1903 erschienenen Arbeit über die Juden in Lauringen. Wenn dort archivalische Quellen aus dem Kreisarchiv in Neuburg a. D. herangezogen werden konnten, so sind es hier neben diesen Quellen noch besondere Judenakten aus Lauringen, die dem Verfasser zur Verfügung gestellt und für seine Zwecke nutzbar gemacht wurden. Der Waffermannschen Sammlung im „Gesamtarchiv der deutschen Juden" zu Berlin konnten. ebenfalls einschlägige Notizen entnommen werden. Zur Ergänzung bemerke ich noch, daß Juden von Donauwörth (S. 9) schon 1336 erwähnt werden. ■ _„Der Frmrkfnrher qptatM.* Zu Samuel Ulmo sS. 12) verweise ich auf meine glätter für jüdische Geschichte und Literatur" ll, 26 Nr. 7. Das Epitheton Y"!r? (S. 31) bezeichnet vielleicht einen jüdischen Gelehrten, kann aber nicht mit „Rabbiner" übersetzt werden. Zur Familie Model (S. 32 und 36) sei auf meine Mitteilungen im „Jahrbuch der jüdischliterarischen Gesellschaft" VIII, 131 ff. hingewiesen. - Möge vorliegende Arbeit, die in hübschem Druck und vornehmer Ausstattung erscheint, die verdiente Beachtung finden und dem Berfafier ein Ansporn fein, die geplante „Geschichte der Juden im bayerischen Schwaben" recht bald zur Veröffentlichung zu bringen. Löwenftein. fcHrn HK mS. Bon Rabbi Jzchok Kunstadt, Wien. Zu beziehen durch M. Kunstadt, Wien II, gr. Pfarrgaffe 5. Mit großer Freude begrüßt man unter der Fülle der oft Minderwertigen Dil'N-Literaiur ein Werk, das durch die Schlichtheit feiner Sprache und die Klarheit seiner Gedankengänge unserem Geschmack« entspricht. Es ist der ennn nrr m^>. ein posthumes Werk des durch seinen „Luach hoeres" rühmlichst bekannten Rabbiners zu Radantz, Zzchok Kunstadt Vatr. Jenes erste Werk war alsbald nach seinem Erscheinen vergriffen, nx annn, das in gleicher Weise schöne Gedanken zu allen nrno enthält, ist von dem Sohne des Berfasiers auf dringenden Wunsch zahlreicher Verehrer herausgegeben und wird umso mehr willkommen sein, als es von 3p? 'S an eine Neuauflage des älteren Werkes bildet. Es bietet einen reichen Stoff leicht faßlich dar und wird jeden Liebhaber von gutem rin'-v befriedigen. Wegen feiner leicht verständlichen Sprache und seines an alle Zeitfragen anknüpfenden Inhalts ist es auch als Vorbereitungsbuch für iip^-Vorträge recht geeignet. Dr. L. Cahn, Fulda Me Handschriften und Mnzen in den Karpathen. Als ich zum erftenmale die Bemerkungen Prof. Berliners über das nördliche Frankreich las, interessierte mich besonders die Ewähnung, daß die berühmten Lehrer der „Thoralistenschulen" im 11. Jahr-, hundert auch dem damals zur Blüte gelangten Anbau des Weinstocks in der Champagne ihren Fleiß rvidmetew und daß der ursprüngliche Anbau im 11. Jahrhundert: durch Juden eingeführt worden ist. Auch hier in den Karpathen befaffen sich viele Juden mit dem Weinbergbau, wenngleich sie nicht zw den alleinigen Begründern gehören. So in der berühmten Hegzolya-Weingegend, Satoralya, Ujhely^ Tokaj Beregszatz, Huszt u. s. w. Gelegentlich meines Feldgottesdienstes fand ich bei einem dieser Weinbergsbesttzer in Beregszatz namens Ignatz Katz zu meiner Freude eine wertvolle Handschriften- und Münzensammlung, verschiedene alte Drucke mit vielen interessanten Zensurenstrichen. Prachtvoll erhaltene '& rw D'nm» (rn2v7i;n n-iy intern) sie sehen aus, als wenn sie eberr erst den Druck oerlaffen hätten. Das u^p-Gebet fehlt darin. Das Freitag - Abend-Gebet beginnt mit «12» Das nn fehlt natürlich, da es später entstanden ist. Karaiiische Handschriften von verschiedenen Chachamim. Sehr schön erhaltene Margohandschristen vom v"N nxtttir, von Jakob Simon, einem Nachkommen des Josef Otholengo, 1665 (130 Oktav-Seiten). Erwähnenswert ist ferner eine 122 Seilen starke Handschrift in sorgfältiger Ausführung msr dwo D2?3i fwpa iwnri nrwi mwim jnrprn. Unter den mwn find solche, die in unseren Ausgaben nicht enthalten sind, auch» nicht in den v'iiiNv mit polnischem Ritus, in Die Münzensammlung umfaßt die Zeit von Simon Makabt (4. Jahrhundert) bis in die späte Römerzeit hinein. Es sind durchschnittlich gut erhaltene Exem-- plare wie sie in der Sammlung von Dr. M. A. Levy, Geschichte der jüdischen Münzen, abgebildet sind. (Leipzig 1862). Der Besitzer ist kein Berufssammler, viel weniger Berufsgelehrter, nur nebenbei befaßt er sich mit dieser Sammlung, unlsomehr ist es anzuerkennen und zu bewundern, daß er eine außerordentliche Sorgfalt auf die Katalogisierung verwendet. Gleich beim ersten Anblick dieser antiken Werte erwähnte ich den Namen Berliner, ich dachte, ihm mit Genehmigung des Be-" sitzers einige der alten Drucke und Handschriften zur Nachprüfung einzuschicken. Leider war ich beruflich daran verhindert, jetzt ist es zu spät. So feien denn diese wenigen Zeilen dem Andenken Berliners gewidmet. R. Für den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Ne« eröffnet. “tP2 Reatau* ratfon nm Xtoltze- E eb, Inh.: Isaak Romann, Battonnstrasie 34. Zu jed Tageozeit kalte a. warme Speisen. Barg»rbrftu, Aepfelweip« Kaffee usw. <ai30) Id Krstellttnge« oder MHgtit Bedarfsfälle« hittftt roß» nufere oert\tvU Kefer, Bei* die Arrfererrte« nufere* Blatte» ftt derLZttKckstßge». «J. H. Lussmann Söhne Langeltrafie 39 gegr. 1851 Tel. H. 2468 LUSTER und BELEUCHTUNGSKÖRPER Umänderungen Aufarbeiten Installationen für Elektrizität und Gas. Telefon-Anlagen. (3351) Klirgtl-Leitungen. 144,111,85, ROSSMARKT 711 Bad Homburg v. d. H. Weinbaus „Straßburger Hof** Thomas st ratze 9. — Tel. 266. — Nähe des Kurhauses. Altdeutsche Wernstirbe. — Speisesaal und Garten. Vorzügliche Bedienung — Mäßige Preise. Inhaber: THEODOR REHIMELIMANN. Scala ° Olympia Schäfergasse 29 Petersplati Weissfranenstr. 14*16 am Schauspielhaus Ah Samstag, den 21. August Vollständ. neues Sdilagerprogramm Vereinte Herzen .Schwedischer Kunst-Film in drei Akten Ergreifendes DramaI So ne Gemeinen Famoses Lustspiel in zwei Akten Ferner Neueste Kriegs - Berichte, sowie das übrige abweehselungsreiebe Programm. 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