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Der Israelit · 1915-05-12 · Heft 21 (12.5.1915) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 21 (12.5.1915)
Date
1915-05-12
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Awacui \ RB» »■ 12. Mai 1915. M 21. M 21. Fra«kf»rt a. M., den 28. Jjar 6675. Der „Frankfurter Israelit" wird mit dem JSraeltt" abonniert; Abonnement für beide Blätter zusammen Mk. 1.5V vierteljährlich (Inland). Inserate im ^Frankfurter JSraeltt" kosten 35 Pfg. für die sechsgespaltene Lolonelzetle; Rabatt nach Tarif. Anhalt. Die Woche: 1. Die galizischen Juden und Agudas Jisroel. 2. Agudas Jisroel Jugendgruppe, ri. Frau Anselm Kahn m?. —^ Israel im Kriege — Vereins ratender. — Gebetzeiten. »«»SVVSSGSGSVSVVVVSVVVSVVS«««««»» j! Die Woche j! gL-_JI aaee®eeercföeeeeeeaoGeaeseßaeefieeaa Pie galizischen Juden und Agudas Jisroel. Auf Einladung der hiesigen Agudas Jisroel- Ortsgruppe und Jugendgruppe wird der Vizepräsident der galizischen Landesorg rnisation, Herr Bankier Isaak I. Thumim aus Przemysl, nächsten Sonntag, den 16. Mai, 5 Uhr nachmittags, im Lokale Hanauer Landstraße 17, über " das Thema: „W i r galizischen Juden und Agudas Jisroel" einen Vortrag halten. Angesichts der schweren Erschütterungen, die das galizische Judentum gerade jetzt durchmacht, wird es die weitesten Kreise interessieren, Zuverlässiges über Wünsche und Hoffnungen der dortigen gesetzestreuen Kreise zu vernehmen. Mit Rücksicht auf die zahlreichen galizischen Juden wird der Vortrag in jüdisch-deutscher Sprache gehalten werden. Gäste sind willkommen. Agudas Jisroel Jugeudgruppe. Der nächste Vortrag von Herrn Karl O ch? e n in a n n über Gedanken aus Pirke Omans findet Samstag den 15. ds. Mts. um 11 Uhr statt. Gäste Damen und- Herren — willkommen. Als eine dringende Notwendigkeit unterer Tage läßt sich auf dem (Gebiete der sozialen Fürsorge das Erteilen von Nachhülfestunden erkennen. Die Mädchengruppe der A. I. hat sich mm in den Dienst dieser Sache gestellt. — Die Mitglieder der Mädchengruppe, die bereit sind, NachlMfeunterricht zu erteilen, mögen sich an Frau Mayer, Röderbergweg melden, Irau Ausetm Kahn n'v. Am 19. April ist Frau Rosa Kahn, geb. Ltchtenstein, im 69. Lebensjahre nach einem langen, schweren, aber mit stillem Heldentum und wahrer Gottergebenheit ertragenen Leiden, verschieden. Sie entstammte der hochangesehenen Fomtie Ltchtenstein in Groß-Umstadt, die weit und breit wegen ihrer Wohltätigkeit und Frömmigkeit geschätzt wurde. Mit ihr ist eine von den D’tttt firapTX dahingegangenden Frauen, deren ganzes Leben von Liebe und Wohltun ausgesüllt ist. Fast ein hal es Jahrhundert hatte sie an der Sekte des ihr-vor zwei Jahren tm Tode vorausgegarigenen, frommen, allgemein geschätzten Gatten, Herrn Anselm Kahn, ihrem Hause vorgestanden. Aber auch über den engen Kreis ihres Hauses, dem sie das Gepräge altjüdischer Frömmigkeit und Gastfreundlichkeit aufdrückte, hinaus erfreute sich diese edle Frau in allen Kreisen der Frankfurter jüdischen Gesellschaft infolge ihres ' grundgütigen, stets hilfsbereiten Wesens und ihres geraden, wahrhaftigen Sinnes allgemeiner Achtung und Wertschätzung, die auch bet ihrem stattgehabten Leichenbegängnis zum Ausdruck gelangten. Durch ihren Tod sind die Frankfurter gesetzestreuen Kreise um eine b'n ntw* in des Wortes wahrstem Sinne ärmer geworden. n"32C3n Israel im Kriege. So nennt Jakob Diamant feine eben erschienene Sammlung von Kriegsgedichten (Perlag Gebrüder Knauer Frankfurt a. M.), die in einem Schlauch jüdischer Tränen den weiten Bezirk des Judenschmerzes innerhalb des durch den Krieg geschaffenen allgemeinen Weltleides spiegeln läßt. Die 21 Lieder sind formell nicht alle gleichwertig, aber alle von einem tiefen jüdischen Empfinden getragen und einem lyrischen Schmelz, der ans Herz greift. Hier eine aufs Geratewohl herausgegriffene Prob': Es irrt in den Gaffen. . . Es irrt in den Gaffen Ein Kindlein so lieblich und blaß: Die Aeuglein, die nassen. Sie suchen o, weißt du es. was? Das Jüßlein, das kleine. Es schwanket bald dorren, bald da, Das Mündlein, das feine, Es rufet bald: „Pa" und bald: „Ma". Das Stimmchen, es zittert Und kunger wie Klagen, wie Fleh'n. Die Leute, erschüttert, Sie können vorüber nicht geh'n. Sie nehmen das Kindlein Und drücken es tröstend ans Herz Und küssen sein Mündlein Und schweigen und denken mit Schmerz : „Frag', Kindlein, den Haren: Er weiß es, wo heute dein Pa. Kosaken hier waren: Die wissen, wo deine Mama .. Vereinslalender. Verein Mekor Chajrm. Samstag, morgens nach Schluß der Synagoge: Dinim; Herr Rektor Falkmittags 13 Uh:' Sefer Melochim: Herr Prof. Weyl. 4 Uhr nachm, im BeretnSlokale: Mikro -Bortrag- Herr Joseph Sänger Sonntag, 9'/, Uhr vorm, im Vereinslokale: Gemoro; Herr R. A. Pose n. 7* Stunde vor Maariw im Vereinslokale, Langestr. 18: apiv pj>; Herr Redakteur S. Schachnowitz. Montag, 8'/. Uhr abends: Gemoro- Herr Dr- Jofef Breuer. Dienstag, 7'/« Uhr morgens: Gemoro - Herr R. A. Posen. — Jeden Morgen nach Schluß be§ Gottesdienstes. Mifchna. Agudas Jisroel Jugendgruppe. Samstag, 10 Uhr vorm.: Doroth Horischaunim, Herr Direktor Dr. G. Lange (Damen u. Herren). 10 Uhr vorni.: Gemoro; Herr Rabbiner Schüler. 10 Uhr vorm.: Gemoro; Herr Dr. M. Lange. ll Uhr vorm. Raschi zur Thora; Herr M. Hirschberg. 12 Uhr vorm.: Gemoro; Herr B Rachels 0 hn. 11 Uhr: Gedanken an Pirke Omans; Herr Karl Ochsenmann (Damen und Herren.» Sonntag, 8 Uhr vorm.: Gemoro: Herr B. R a ch e l s 0 h n. 11 Uhr Sprechstunde der Lehr stellenvermittlung. Agudas Jisroel Mädchengruppe. Samstag, 4 Uhr nachm.: Pirke Aboth; Herr Hirschberg. Montag, 7,9 Uhr abends: Handarbeitsabend. s/49 Uhr abends: Turnen; Frl. M Leh (Tiergarten 8). Zacharias Wertheimber iche Stiftung (Klaus) Herr Rabbiner Dr. Lorsch: Samstag, 1074 Uhr vorm.: Die Sidra mit Raschi. 1H 4 Uhr vorm, (für Schüler): nrao vr 4l/t Uhr nachm.: xop xas 'a:. S onntag, 7 Uhr vorm.: xep K22 'a;. Montag, eine Stunde vor nraa (für Schüler): n:va. Dienstag, 7 Uhr vorm.: xop KM aa. Eine Stunde vor nroa (für Schüler): r6»ao 'dj. Mittwoch, vor nraa: 1. (für Schüler) eine Stunde 7I2VV; 2. ifür Schüler) eine Stunde rtb'io öj. Freitag, vorm. 7 Uhr: xop xaa. 's;. Während der n^Lv-Zeit an den Wochentagen 20 Minuten vor snpa: Bortrag. Herr Rabbtnatsass. Posen: SamStag, vormittags nach Schluß der Synagoge Friedb. Anlage: via «n. Sonntag, 8 Uhr vormittags: nm Mittwoch, 7 Uhr vormittags: a*n mix. Verein Liwjath-Chen (Herr Prof. Dr. S u 1 z - bach» Sabbat nach nnw: Midrasch im Hörsaale Friedberger Anlage. -eöetzette» Wös rott Freitag Abend 7.35. Samstag Morgen 7.30. Samstag Nachmittag 5.00. „ Abend 8.55. Wochentags morgens 6.00. nachmittags 7.00. BIOLFSECK DfeacpiiläBte Quarre unsortiert 12/^ SQrtierr 15 A G.M.HOL2 » HOFLIEFERANT^ w FRANKFURT A.M I . t

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