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Der Israelit · 1915-03-25 · Heft 13-14 (25.3.1915) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 13-14 (25.3.1915)
Date
1915-03-25
Page
– (sequence 13)
Language
German
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üdtecber Volhsfreund ItOMts-Heilagc am „Jsutitr i« fUMmcr Dr. L. Dringende Bitte! Den Kiddusch Haschem unserer jüdischen Doppelhelden, die auch im Feldzug koscher leben, zu unterstützen, bildet eine unserer vornehmsten Gegenwarts-Aufgaben. Der Verein für die jüdischen Interessen Rheinlands verpflegt wöchentlich regelmäßig eine große Anzahl Reflektanten. Spendet häufig und reichlich zu diesem wichtigen jüdischen Zweck! Feldpostbrief eines prächtigen jungen Mannes, der leider inzwischen den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat, als schönstes Denkmal, das er sich selbst gesetzt hat riosüfl. Keuchet, den i. 2. 15. Hochgeehrter Herr Rabbiner! Vom Schützengraben ins Quartier nach Souchet zurückgekehrt, ist es das Erste, Ihnen nochmals für Ihre wirklich große Aufm rtsamkeit zu danken. Wie mir die Konserven geholfen haben, das kann ich Ihnen in Buchstaben gar nicht ausdrücken. Wir waren 11 Tage von unserer Feldküche vollständig abgeschnitten, weil die Franzosen den Weg wußten, welchen die Essenholer zu passieren hatten, um für ihre Gruppen Essen zu holen und denselben immer während der ganzen Nacht unter Feuer hielten. Endlich am 11. Tage konnten mit großer Mühe 200 Pfund geräucherter Speck in die Schützenlinie geschleift werden. Wie froh war ich noch, 2 Konservenbüchsen zu besitzen, und konnte also Abstand nehmen mit der Kompagnie zu essen. Gestern Nacht wurden wir abgelöst und dürfen wir jetzt einige Tage ausruhen. Auch hier haben Sie, sehr geehrter Herr Rabbiner, für meinen Unterhalt reichlich gesorgt und sage Ihnen, sowie allen Spendern der schönen Liebesgaben meinen herzlichsten Dank. Ihr dankbarer Musketier Max Weil 14. Arm. Corps. 29. Divis. 142. Reg. 3. Bat. 11. Komp. Der Heimgegangene hat mit diesen Zeilen ein Muster und Beispiel in Mut und Festigkeit, in Treue und Stärke htnterlassen, wie man bis in den Schützengraben hinein als Jehudt leben und — sterben kann. Möge sein Verdienst allen denen beistehen, die ihm nacheifern, und denen, durch deren Spenden die Versorgung ermöglicht ward. Das wird reicher Trost allen Denen sein, die um ihn weinen und ihn nimmer vergessen werden. Sine Feldpostkatte, ein sprechender Zeuge dafür, daß man kann, was man wiü. Schützengraben, den 11. 3. 1915. Geehrter Herr Rabbiner! Empfangen Sie meinen herzlichsten Dank für die gesandten Konserven. Durch Ihre häufigen Sendungen bin ich in der Lage, selbst im Schützengraben rituell zu leben. In den Unterständen haben wir fast überall Kochgelegenheit und kann man mühelos die Speisen wärmen. Wenn wir einige Tage im Schützengraben zugebracht haben, kommen wir zurück in Ruhe oder ins Alarmquartier. Wir beziehen dann in den Dörfern der Nähe der Front, je nach der Entfernung vom Schützengraben, Kellerquartiere oder Wohnungen und ist es sehr leicht dort die Speisen zuzuberetten. Empfangen Sie nochmals meinen herzlichsten Dank und seien Sie sreundlichst gegrüßt von Ihrem Gans. Aachrichten und LorrespondenM. Cöln. Am 9. Februar wurde hier anläßlich der Anwesenheit des Herrn Rabbiner Horovicz aus Jerusalem unter Borfitz des Herrn Rabb. vr. Carlebach ein Maikomitee der deutsch-holländischeu Palästina-Gesellschaft gegründet. Dasselbe erhielt mit Briefen vom 15. und 25. Februar seine Bestätigung durch die Amarkali« und Pekedim in Amsterdam. Der Zweck ist die Centralisation der auf die Förderung Palästinas gerichteten Bestrebungen innerhalb der jüdischen Gemeinden Rheinlands und Westfalens. Das Komitee besteht ans den Herren Rabb. 0r. Carleb ach, Seminarlehrer E. G nt, Seminarlehrer I. Harth, Leo Munk, Louis Rothschild, Rabb. Dr. B. Wolf, Jonas Wolf. Mt der Führung der Geschäfte wurde Herr Rabb. Dr. Wolf, mit der Verwaltung der Caffe Herr Louis Rothschild beauftragt. Geldsendungen find au die Firma Gersou Rothschild, Postscheckkonto 1852Cöln, Korrespondenzen an das Büro Hohenstaufenring 14 zu richten. An Spenden gingen ein: Kür den Aerein für die jüdische« Interessen Hiheintands: Firma H. Meyer-Halberstadt ein Postfcheckkonlobuch nach dem bewährten Muster der Firma, Lazarus Wolf ein Hauptbuch. Kür Wüwonns, die Ln der Khelnprovinz znserrichten find: Herr JacSchwarz-Bedburg, 10 M., Herr Lehrer Simons-Deutz 10 M., Frau Frdr. Wllh. Heymann-Siegburg 10 M., Freifrau Baronin v. Rothschild-Frankfurt am Main 50 M. Knr die Sliflnng „Israelitisches Altersheim für die Hiheinprovinz": Frau Frdr. Wllh. Heymann-Siegburg 10 M., N. N. 1 M., Herr Marc. Moses-Dinslaken 10 M., Js. Wolsf-Mechernich 2 M., L. David-Mechernich 1 M., B. Heilbronn-Mecherntch 1 M., S. Lippmann-Mechernich 1 M., Jac. Apfel- Mechernich 1 M., Ernst David-Mechernich 1 M. Inr freie« Verfügung für wohltätige Zwecke: Durch Herrn Lehrer Levtsohn-Rees von Herrn Strauß-Millingen a. s. JahrzeitStage 10 M., Herr M. Walther-Cöln 10 M., Frau Kappel-Cöln 5 M., Herr Siegmund Seltgmann-Kettwig v. d. B., gel. der Beschneidunq seines Söhnchens (vom Felde aus) 20 M., N. N. 10 M., N. N. 10 M., N. N. 30 M., Geschwister MarkenS-Düffeldorf 5 M., Frau Bietoria Wolf-Frankfurt a. M. „zu Josephs gesunder Heimkehr" 15 M., Frl. Meta Wotf-Frankfurt a. M. 5 M., Herr Moritz Seligmann-Leyden i. W. 10 M., Herr B. Schlesinger-Naumburg 5 M., Herr Jonas Roer-Untermaubüch 5 M. Aür' heßimmte «ohttälige Zwecke: Cbewroh ESras Dallim-Siegburg für Galizien 50 M., Herr Willi Wolf-Cöln für Galizien 50 M., N. N. für Galizien IO M., Herr L. Bier- Weil-Cöln für Galizien 5 M., Herr Ackermann-Hermeskeil IO M., Teil der Sammlung durch Herrn Lehrer Seeltg-Siegburg für Galizien: Herr Mos. Walter 5 M., Herr Marx Wallerstetn 2,50 M , Herr Jul us Abraham 5 M., Herr Heinr. Leoisohn 5 M., Herr Simon Marx 3 MHerr M. Feith 2.50 M., H.'tr E. Neumann 1,50 M., Frau Leonh. Fetth 1,50 SW., Herr Hugo Neumann 1 M., Herr Alb. Neumann 0,50 M., Herr Hoffmann 1,50 M., Herr Julius Koppel 1 M., B. Walter 1,50 M., Herr Marcus O, 75 M., Herr Abraham Lazar 0,75 M., Herr S. Schöneberg 1,50 M., Frl. Hulda Jsaac 0,50 M., Herr Oesterreicher 1,50 M., Herr B. Lins 1,50 M., Herr Abraham Marx 1.50 M., Herr Hamberg 0,50 M., Herr I. Feith 1,50 M., Frau Fröhlich 0,50 M., Frau E. Oswald 1 M., Frau Bock 0,50 M., Herr Frank 0,50 M., Herr Abr. Walter 2.50 M., Herr Eduard Htrschfeld 1,50 M., Frau Wwe. Stern 1 M., Herr Aron Schulze 2,50 M., Herr Jos. Marx 2,50 M., Herr G. Boß 1,50 M., Herr L. Meyer 1,50 M., N. N. für Galizien '100 M. Ijfür KoscherVekössignng jüdischer Soldaten; Hrerr Lehrer Adler Frechen, ges. in der Gemeinde 35 M., Herr Herm. Cramer, Frankfurt 10 M., Herr Israel Seligmann, Dierdorf 10 M., Frau Alex Klingenheim, Hopstein 15 M., Sammlung des Herrn Lehrers Horwitz im Jugendverein Hellenthal 40 M., Herr Em. Kaufmann, Hellenthal 15 M., Frau Jac. Haas, Kirchseiffen 20 M., Chewroh Kadtschoh, Stegburg 20 M., Sammlung aus Sinzenich: N. N. 5 M., Herr Mos. Scheuer 3 M., Herr Jos. Scheuer 3 M., Herr Leo Kaufmann 3 M., Herr Hartoch 3 M., N. N. 10 M., Frau Alex Klingenheim, Hopstein 15 M., Herr Alb. Katz, Dormagen-10 M., Firma Beer, Sondheimer & Cie., Frankfurt 50 M., Herr Lehrer Oppenheimer, Goch 10 M., Herr Alex Heymann, Stommeln 12 M., Frau David Klein, Cöln 5 M., Herr Offiziersstellvertreter Ernst Dülken 20 M., Frau Mannsbach, Cöln 5 M., Herr Lehrer Weingarten, Sinzig 1,50 M., 9t. N. durch Frau Lucte Goldschmidt, Cleve 50 M., Herr Jsaac Heumann, Frechen 3 M., H rr Herm. Harf, Wickrathberg 5 M., Herr Schönstädt- 'Lutsrnthal 20 M., Herr Gefreiter Schönstädt

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