Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 79 (4.10.1894)
- Date
- 1894-10-04
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2448412-2448484--39411-2487560- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
1478 Karlsruhe. Hötel Lion, Adlerkratze 33 1 Minute vom Bahnhofe. Streng ivn (50d Ref. S. Eh' w. H. Dr. Schiffer. Neu renovirt. sep. Speisefaal. Abhalten größerer Hochzeiten im Hotel Monopol, visä-vis dem Hauptbahnhof. Saalmiethe wird nicht berechnet. Feine hlenus für Hochzeiten rc. schon von 5 M. an. Herzliche Bitte! Ein frommer, braver Mann — A. Lehman« in Ellrich a. H. — der einst bessere Tage gesehen, ist durch unverschuldetes Unglück und da derselbe infolge hochgradigen nervösen ZitternS zu keinem Berufe fähig, jetzt völlig verarmt und in bitterer Nothlage. Es ergeht daher an alle edlen Menschenfreunde die herzliche Bitte, sich des Unglücklichen hilfreich annrhmen zu wollen; möge Jeder, der mit Gesundheit begnadet und mit irdischen Gütern gesegnet ist, dankbar hierfür des Aermsten gedenken, dem ein hartes Geschick beides versagte und Herz und Hand öffnen, um das traurige Loos deS schwergeprüften Bruders lindern zu Helsen. Die löbl. Expedition des „Israelit" hat sich gütigst bereit erklärt, Sp nden der Liebe, welche auch direkt gesandt werden können entgegenzunchmen und weiterzubefördern und wird darüber s. Z. in diesen Blättern quittiren. Allen edlen Spendern aber schon jetzt herzinnigen Dank u. der Allgütige wolle es ihnen tausendfach lohnen MirUichkbsir! | leicht | b. Trag. |natüu.| sind die von mir erfundenen, gegen Erkältung u. Kopfreißen schützenden Haartouren für Damen und Herren, selbige sind so leicht und natürltch gearbeitet, daß das Tragen einer solchen kein menschliches Auge bemerkt. Preis v. 7 Mk. SO Pf. an. Paul Wielisch, Perückenmacher, Wiesbaden, kl. Burgstraße 12. (1256 Enthaarnngspuiver, vorzüglich, unschädlich. Am 1. Oktober d. rpv*D‘ue i«'b eir J<rcaberi'Pensionat ss in Haiberstadt. U u i,-rnl 6 k.,r: Oi in i,r IX.l. llt \’i i: 7.UL; lirh'- S.-liulrn .mi 1’! ■ Beste Kirk-i. n/.rn. WMtwilM J. Blach, Lehrer in Gudensberg. J. G. Eberhardt, Speyer a. Rhein Königl. Bayer. & Grossh. Bad. Hoflieferant. Gross-Handlnng in Flussu. Seefischen. c; cs s -s (2335 c CR} g. 2 « 5 o* Htheinkachs Ai fcherei. ff Prompte, billige und gute Bedienung. Export von ff. Stangenspargel & Pfälzer Obst. Feinstes gemästetes franz. (Geflügel als: Poularden, Kapaunen, Truthühner, Enten und Tauben Literarisches. Daß man durch das Lesen eines guten FamilienblattcS „Frohe Stunden" findet, um nach beendigter Arbeit die Mühen und Drangsale dieser unvollkommenen Erde zu vergessen und G ift und Körper Erholung zu gewähren, das beweist die in Rich. Herm. Dietrich's Vo lkssch riften-Verlag in Dresden erscheinende illustrirte Familien-Zeitschrist „Frohe Stunden". Ein kleiner Auszug aus der 7. Lieferung gibt wieder den trefflichsten Beweis dafür. Unser Bl ck fällt auf da8 Bild Seite 10t, benannt „Die Kegelbrüder," nach d.m Gemälde von Wilhelm Claudius. Es zeigt, wie die liebe Dorfjugend sich auf einem schmalen und ziemlich glatten Seitenweg zum „Kegelschieben" versammelt har, wobei die beiden Jüngsten „Kegelbuben" machen müssen. Neulich ist der kleinen Gesellschaft ein arges Mißgeschick passirt, da kam plötzlich der Herr Pfarrer, ganz in Gedartken versunken, unten um die Ecke und eben flog Girgl's Kugel durch die Babn, dem Gestrengen direkt zwischen die Füße. Ein Schrei, ein Fall und der ebenfalls einer Kugel nicht unähnliche Korpus des hochwürdigen Herrn, lag mit hörbarem Plumps im Sand, mit der Nase nach unten. Als sich der Getroffene vom Bo^en ganz allmalig wieder erhob, sah er sich, seine etwas beschädigte Nase streichelnd, höchst verwundert um. Von der ganzen Kegel Gesellschaft war keiner mehr zu sehen. Einige in Größe den Knödeln gleiche Kugeln, lagen auf dem Weg, der Herr Pfarrer hatte „alle Neune" umgeworfen, aber die Kegeljungen vergaßen ihr „Juhe!" zu schreien, weshalb die ganze Geschichte nichts galt. Anderen Tages gab es für Jeden der Kegel-Gesellschaft ein paar der gesürchteien „Hosenspanner", eine Prozedur, zu welcher nichts nöthig ist, als ein kleines Stückchen aus Haselnuß, eine gewisse menschliche Rückseite und Einer, der „d'raufklopft". Daß sie aber bei unseren Kegel-Brüdern wenig nützten, beweist der Umstand, daß die ganze Gesellschaft am Tage darauf bereit? wieder aus dem alten Platz anzutressen war. Diesmal muß die Lene, die mit ihrem jüngsten Schwesterchen etwas erhöht steht, auspassen. Zeigt sich nur von Weitem wieder der Herr Pfarrer, so verschwindet „Kind und Kegel!" Jede Lieferung kostet nur 10 Pf. und ist durch alle Buchhandlungen und Kolporteure zu bezieheir. D’3^ ennna Esrogim, Lulowirn, 5220) Hadassim en gros eit detail. C. Boas Nachf. (Ph Neumark ) Berlin 69, Neue Friedrtchstr. /Ltege« hohe« Loh« ges. per sof. gewandte-, sauberes, religiöses Mädchen für Küche u. Hausarbeit f. kl. feinen Hausstand. Off. u. Nr. 5091 an die Exped. d. Bl. erb. /Lin israel. Mädchen für HauS u. Küche zum l. November nach Neuwied gesucht. Prima- Zeugnisse erforderlich. Offerten unter H. 5144 an die Exped. Hirsch, R. S. Der Pentateuch übersetzt u. erläutert I., IL u. HI. Theil, neue ««veränderte Auflage, drosch, ä M. 2.50 IV.u.V.THeilbrosch. h „ 5.— eleg. Leinwandbde. ä „ 1.— „ Halbfranzbde. d „ 1.50 Die Psalmen, 2 Thle. br.M. 9 in eleg. Halbfrzbd. M. 10.50 irm, Versuche über JiSroel'S Pflichte«, br. M. 6.50, eleg. geb. M. 8.— IS Briefe üb. Jndeuthum br. M. 2.50, eleg. geb. M. 3.20 Ueber die Beziehung deS Talmuds z. Judeuth. M. 1. Für Gescheute besonders empfohlen. Frankfurt a. M. 186) I. Kauffmanu. Herzliche Bitte! Bei der großen Feuersbrunst in dem benachbarten Widmiu- «cn, welche am 11. Juli a. c. 48 Gebäude in Asche und Schutthaufen verwandelte, sind auch einzelne Israeliten all ihrer Hab und Gut beraubt worden. Ein greises Ehepaar, der Mann ist 70, die Frau 60 Jahre alt — hat leider zweimal in diesem Jahre unter Opferung des ganzen Vermögens, dem verheerenden Elemente weichen müssen. In ihrer großen Noth bitten sie flehentlich edle Glaubensgenossen zur Jahreswende, um eine Unterstützung und wild auch die kleinste Spende (g«gen Quittung in diesem Blatte) von dem Unterzeichneten dankbar entgegengenommen. L ö tz e n (Ostpr.), 24.Sept.1894. Julius Gallandt, Prediger.