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Der Israelit · 1894-03-05 · Heft 19 (5.3.1894) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 19 (5.3.1894)
Date
1894-03-05
Page
– (sequence 15)
Language
German
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349 Israelitischer Stellenvermittlungs-Verein zu Hamburg. Wir suchen Bewerber: Zlr. 516" 544 559 561 564 566 570 592 594 Stellung. Mo? Branche, Fähigkeiten. Gehalt.! Antritt. Detailreisender! Süddeutsch!. Reifender Decorateur Commis do. Verkäufer Reisender Verkäufer Magazinier tücht. Gehilfe do. Hannover Ostfriesland Bayern Ostfriesland Süddeutschl. Posen Ausland Hannover Manufacturwaaren kenn. jn. Vereinb. Weinhandlung Modewaaren Lederu. Schuhmacherartikel Schuhwaaren en xros Manufacturwaaren Galanteriewaaren Modewaaren, polnisch kennen Eisenwaaren Färberei gegen Vergütung bald do. 1 n. Vereinb. do.! sofort 400 fr. St.! do. n. Vereinb. bald do. do. do. do. do. do. 1. April sofort sofort Lehrlinge für alle Brauchen gegen Vergütung oder frei Kost und Logis. (1507 Für gut empfohlene Bewerber aller Branchen bitten wir die geehrten Herren Prinzipale um baldigste Aufgabe fernerer Vakanzen. Die Vermittlung ist kostenfrei. 0000%0000 Ein junges Mäd- 0 chen zur Stütze der ^0 Hausfrau u. zur Beaufsichtigung von 3 0 Kindern im Alter von ^0 7 bis 10 Jahren per 0 1. Mai gesucht. 1489 0 Mt Offerten mit Ge- ^0 E, Haltsansprüchen an i^Frau War Michel.^ 0 Barmen, 0 0 Altenmarkt. 000010000 /2?in gewandter kräftiger junger ^2, Mann (Jsr.) wird als Hausbursche gesucht. (70a Jsr. Gemeinde-Hospital, Frankfurt a. M. H^ranchekund., gewandte Verkäuferin für Weißu. Wollwaaren-Gesch., Samfl. geschl., gesucht. Off. mit Gehaltsanspr. b. freier Station an B. Heinemann, 1519) Hanau. In besserer, jüd. Familie findet noch ein Schüler, welcher in Gotha die Schule besuchen soll, gute Pension. Offerten unter Chiffre Ll. 2480 Gotha postlagernd erb. (1487 I /L'n in allen HauSu. Handarb. erf. Frl. sucht Stellg., am liebst, b. einer einz. Dame. Off. unter H. 455 an (71c I Kansfmann, Buchhandlg, Frankfurt a. M. (T^ch suche für meine 16jährige (Sj Tochter eine Stelle zur weiteren Ausbildung im Haushalt mit Familienanschluß ohne gegenseitige Vergütung. Schriftl. Offerten unter Nr. 1497 an die Exp. d. Bl. erbeten. Haushälter?,,. Ein Mädchen, 24 Jahre, sucht Stelle zur selbsttzändigen Führung eines Haushalts, Kochen perfect. Gute Zeugnisse. Gefl. Offerten unter Nr. 1501 an die Exv. d. Bl. erb. /£Jine tüchtige Haushälterin V' für einen kleinen Haushalt (2 Personen) gesucht. 1503) Simon Selig, HechtSheim b. Mainz. Bitte zu beachten! Ein verheiratheter Mann, 35 Jahre alt, war längere Jahre als preußischer Staatsbeamter < Unterbeamter) bei einer hohen Königlichen Behörde thätig, bei welcher es ihm möglich war, durch Vertretung von christlichen Collegen Hüttf streng zu halten, bis im vergangenen Jahre sich daS Rischus im großen Maße häufte, wollte man denselben zwingen, benrDB? zu entweihen, wodurch derselbe gezwungen war, seine Stellung aufzugeben. Die feinsten Zeugnisse der ersten deutschen Behörden und feine Referenzen großer Rabbinen stehen zu Diensten. Es ist dieses Mannes Wunsch sich auf bescheidene Weise ehrbar zu ernähren, um als ordentlicher Mensch und guter Jehudi sein Leben zu fristen. Deshalb bittet derselbe um eine kleine Stellung, wenn auch gegen bescheidener Honorar, als Synagogendiener, Gemeinde- oder Privatsekretär, tiassirer, Cassenbote, Portier, Verwalter oder Geschäftsführer, Aufseher oder dergleichen. Caution kann nöthigenfallS gestellt werden. Original-Zeugnisse, sowie persönliche Vorstellung steht zuDiensten. Man würde hier eine große ,-IILO gegen Gott u. Menschen thun, die für manche Gemeinde, Kaufmann oder Privatperson leicht zu erfüllen ist. Gütige Offerten unter Nr. 1493 an die Exped. d. Bl. erb. Db die gehetzte Krecuur Wohl vor dem Schüsse minder zittert, Wenn sie im Lauf durch Wald und Flur DeS Jägers schlimme Nähe wittert, Als vor der Klinge blank und bloß Im Augenblick das Rind erschrecket, Bevor's der wohlgeführte Stoß Des Schlächters schnell zu Boden strecket. Ob's minder grausam, wenn zur Lust Die Thiere in den Tod getrieben Mit keuchend athemloser Brust, Von Angst und Grauen aufgerieben, AIS wenn des scharfen Schnittes Kraft DeS Halses Adern jäh durchtheilet, In heißem Strom des Lebens Saft Durch seine Thäligkeit enteilet. Mir däucht das Mitleid nimmer echt, Das, um ein blödes Thier zu schonen. Sich an den Nebenmenschen rächt, Die schwer geschädigt bei ihm wohnen, Ein Mitleid, da« die Jagd erlaubt, Die jammervolle, wilde Hetze Und sich in gutem Rechte glaubt, Entgegen würdigem Gesetze. Das Schächten ist ein alt Gebot, Nach weiser Vorschrift wohl erwogen, Ein möglichst qmUenfreier Tod Von kunstgeübter Hand vollzogen, Von Vielen, die im Lauf der Zeit Es scharf gep^üfet, gut befunden Und ernstem, heilgem Brauch geweiht, Wie alte Schriften wohl bekunden. Wie magS Euch frommen, stets aufs neu Der Juden Satzung anzufechten, Bekümmert seht Ihr sie und scheu, Gekränkt in ihren alten Rechten, Die Sorge um der Thiere Tod, Sie liege minder Euch am Herzen, Als Eurer Nebenmenschen Noth Und ihre ungezählten Schmerzen. ü. bl.

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