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Der Israelit · 1894-02-22 · Heft 16 (22.2.1894) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 16 (22.2.1894)
Date
1894-02-22
Page
– (sequence 18)
Language
German
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288 Bedenkt man wie viele Hunderte streng religiöser dhtp, besonders in den Sommermonaten die hiesigen Gegenden besuchen, und sich wochenja monatelang aufhalten und dova fiel«, essen und trinken, wo die Firmatafel oder das 2»a Etiquete heraushängt, so ist das eine betrübende Erscheinung, denn zu Hause im eignen Haushalt wird das nn»a in der rigorosesten Weise gehandhabt, und um den Schwindel des heutigen „Reiskfiebers" mitmachen zu können, d. h. um eine „Schweizerreise" gemacht zu haben, begeht man so viele d*2'dn, daß demjenigen, welcher hinter den „Coulissen" zu sehen die Gelegenheit hat, die Haare zu Berge stehen. Da reisen nicht nur Privatleute, die zu Hause die „Strengfrommen", sondern die 0^22 mit und ohne Dr. und machen es sich bequem, mit der Ausrede, der und der hat da und dort gegessen, folglich muß es a»a und in der Ordnung sein. Mir ist es vorgekommen, daß ich ein jüd. Hotel besuchte und Freitag Abend zum Essen meinen Wein zu btt? verlangte, denselben auch hingestellt bekam und erst andern Tags erfuhr, daß es ns* dpd war; auf meinen Vorwurf, warum man mir in einem jüd. von allen cm.T frrquentirten Hotel, keinen -leo-Wein vorsetze, wurde mir die Antwort zu Theil, ja, wenn man 2^2 Wein will, muß man es extra verlangen! Ist dieses nicht eine traurige Erscheinung? In einem jüd. Hause muß man extra 2»2-Wetn verlangen, sonst erhält man reltgionsgesetzlich zum Genuß verbotenen Wein vorgesetzt; ähnlich ist das Verhältntß mit ns: hv 2^12, und mit den noch schlimmeren Milchbroden. Kann denn einem solchen Mißstand nicht abgeholfen werden? Wäre da ein Boycott nicht am Platze, daß sich diejenigen Dnirp, welche auf streng 2»a reflectiren, sich vornehmen, ein jüdisches Hotel, in welchem dj" dpd, '-i2j t>» a^n, Milchbrode rc. verkauft und consumirt werden, einfach nicht mehr zu besuchen. Das würde sicher von Gutem sein, denn wer sind denn diejenigen, welche jüdische Hotels aufsuchen? Doch größtentheils die sich für strengreligiös hallenden Glaubensgenossen. Das Schlimmste bei den in der Schweiz herrschenden Verhältniffen ist, daß, soviel mir bekannt, auch nicht ein einziges 2^2 Hotel unter der directen Aufsicht irgend eines orthodoxen Rabbiners steht. Da wird geschmuggelt nach allen Dimensionen, Fleisch von fragwürdigen niDW, Fleischwaaren ebensolcher Qualität, 2»a-Wetne von unbekannten „Größen", kurz und gut, es sieht in dieser Beziehung schlimm aus. Es sind da D'Dmv, die sich 2yna rbsts find, m« dpd trinken, na» ^no sind, und dann erst die Metzger, welche ebenfalls zu den na» 'Nnv gehören, und der Gewiffenhafttgkeit solcher Leute sollte man in jüdisch religiöser Beziehung Vertrauen entgegenbringen? Da muß Remedur geschaffen werden, und soviel ich mich erinnere, ist im vorigen Jahre im „Israelit" eine bezügliche Anregung gemacht worden, aber es ist dabei geblieben. Warum auch nur immer solche Strohfeuer sich zeigen und wieder verschwinden? Wenn in dieser Hinsicht nicht radikal vorgegangen wird, so wird es nicht besser werden, aber die braven d»h.t, die doch einmal dem Strome der Zeit mit dem bereits erwähntem Reisefieber Rechnung tragen wollen, sollen hübsch zu Hause bleiben und dann erst in die Ferne ziehen, wenn sie vollständig beruhigt sich saaen können, daß sie bezüglich M2»2 in jeder Beziehung die Garantie haben, daß sie nicht hinter's Licht geführt worden sind. So viel für heute, ich habe weiteres Material in der Mappe und möchte mit diesen Zeilen nur die Meinung und Ansicht berufener Männer urgiren, sich darüber zu äußern, ob und wie die eingangs erwähnten Mißstände wegzuräumen seien. Belehrungen nehme gern an und weiß auch aus Erfahrung, daß gleiche Mißstände anderwärts cxiftiren. > Vermischtes. «3- Berlin. Ein antisemitisches Blatt „Frei-Dentschland" erschien seit dem 1. Januar auf Rechnung einer Genossenschaft. Als Begründer war Abg. Dr. Paul Förster bezeichnet. Die Genossenschaft hat, wie die „Freist Zig." berichtet, nunmehr, da die Einzahlungen aufgebraucht sind und weitere Zuschüsse verweigert wurden, ihre Auflösung beschlossen. NÄrhsel. .ttdh nmtn rrpn in nnm n(r ^n nyb jrr ryi rr^nn ,£?n mrNi 4n . mtPöm ryn pinan mStrn m&w . pnrrn nvr V? Rees a. Rh. L. Cohen. Auflösung der Räthfelfrage im „Jüdisches Allerl i" i« Nr. 14: Hitze. n*in Winter p]-jn TW “ n; rv

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