Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 4 (11.1.1894)
- Date
- 1894-01-11
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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55 njn ova H V'a»v n»« .'n inD^D' Ein betagter, kränklicher College — derselbe feiert am nächsten nonn 'S na» seinen 70. Geburtstag — der weder Pension, noch sonstiges Einkommen bezieht und aller Mittel baar ist, bittet edeldenkende Glaubensgenossen um eine Beisteuer zu seinem Lebensunterhalt» besonders auch die Herren Collegen um Veranstaltung von Sammlungen in ihren Gemeinden. Es bedarf sicher wohl nur dieser Aufforderung, um diesen Ehrenmann, min D’D» NTl, der lange Jahre treu im Dienste der jüdischen Schule gestanden und durch seine publizistische Thätigkeit zur Ehre des JudenthumS gewirkt hat einen sorgenfreien Lebensabend zu bereiten. Spenden nimmt der Unterzeichnete, sowie die Exped. d. Bl. zur Weiterbeförderung entgegen und wird darüber in diesen Blättern quittirt. Rees a. Rh-, 9. Jan. 1894. _L. Cohen, Lehrer. Eiscnbranche. Für Reise u. Bureau sucht ein junger Mann (26 Jahre) per sofort Stellung. Hochfeine Referenzen zu Diensten u. können ev. mehrere Mille Caution gestellt werden. Off unt. F. A. 109 an Haaseu stein & Bögler. A. G.. Frankfurt a. M. (07b F^in jung Mann, Mitte 30, ^5. aus gutem Hause, sehr religiös, weicher eine Reihe v. Jahren e. Buch alter» u. Cassiererstelle bekleidet, wünscht in eine achtb. Fam. einzuheira theu. P'ima 'lieferenzen stehen zur Seile. G-fl. r?ff. beliebe man unter J M. 5709 an die Erped. d. „Berliner Tage blatt", Berl in 8. W., zu finden. (18g> Lehrling-Gesuch. In unserm Schneider-Artikel EngroS-Geschäit, find« ein gutgeschulter junger Mann, umer günstigen Bedingungen (Kost und LogiS im Hause) g"te Lehrstelle. Selbstgeschriebene Offerten sind unter W. 140 an die Exped d. Bl. zu richren > (Jntereffant für jeden Zeitungsleser). Bon allen großen deutschen Zeitungen hat das täglich 2mal in einer Morgenu. Abend-AuSgabe erscheinend „Berliner Tageblatt" in Folge seines reichen, gediegenen Inhalts sowie durch die Raschheit und Zuverlässigkeit in der Berichterstattung (vermöge der an allen Weltplätzen angestellten eigenen Korrespondenten) die stärkste Verbreitung im In- und Auslande erreicht. Nicht minder haben zu diesem großen Erfolge die ausgezeichneten Original* Feuilletons aus allen Gebieten der Wissenschaft und der schönen Künste sowie die hervorragenden belletristischen Gaben, insbesondere die vorzüglichen Roma neu. Novellen beigetragen, welche im t ä g l i ch e n Roman-Feuilleton deS „Berliner Tageblatt* erscheinen. So im nächsten Quartal zwei prächtige Erzäblungen: E. Vely:! „DaS Fräulein", und Wold. Urban: „Die Xofttez der Sonne". Außerdem empfangen die Abonnenten des 8.1. allwö chen tlich folgende höchst werthvolle Separat-Beiblätter: das illustrirte Witzblatt „lJLKt(, das feuilletonistische Beiblatt „Der Zeitgeist", das belletristische Sonntagsblatt ,, Deutsche Lesehalle" und die „Mittheilungen über „Laudwirthfchaft, Gartenbau und HauSwirthschaft". Die sorgfältig redigirte, vollständige „Handels-Zeitung“ deS B. T, erfreut sich wegen ihrer unparteiischen Haltung in der kaufmännischen und industriellen Welt eines besonders guten RufeS. (Vierteljährliches Abonnement kostet 5 M. 25 Pf. Inserate (Zeile 50 Pf.) finden erfolgreichste Verbreitung). _ _ Aufruf zu einer Ehrengabe für den Schriftsteller Benedict Hause in Eisenach anläßlich der Feier seines 80. Geburtstages am 20. Februar 1894. Der Besten Einer, der ehemalige jüdische Lehrer und Schriftsteller Benedict Hause in Eisenach wird, so e8 dem Herrn gefällt, am 20. Februar sein 8». Lebensjahr vollenden. Nicht die Alten allein hat der greise Denker mit seinen Schätzen bedacht, indem er ihnen Erbauung und Trost in weihevollen und trüben Stunden durch ferne trefflichen »Predigten" und „Trauerreden", Stärkung im Zweifel durch seine unübertroffene „Aufnahme" gebracht hat — mehr noch schuf der ehemalige treue Lehrer für unsere israelitische fugend; und waS er dieser gewidmet, wird sich allezeit bewähren und erhalten bleiben, werl eS von einem Lehrerherzen ausgegangen, daS der Jugend nahe stand und bis heute für diese in treuer Liebe erglüht. Und diesem Mann, der sich sein Leben lang — und sein langes Leben — nur in den Dienst der Menschheit und Menschenb'ldung gestellt, nie aber einen nennenSwerthen Erfolg dafür geerntet, diesem Manne die alten Tage durch eine Ehrengabe zu verschönen und durch den Tribut der Anerkennung und deS DankeS einige Freudentropfen in seinen Wermutsbecher zu träufeln, ist gewiß eine von allen guten Menschen anzuerkennende hohe Aufgabe. Vor allem ist unser Ruf an Euch gerichtet, die Ihr Euch mit Stolz jüdische Lehrer und Jugendbildner nennt. Die Freie Vereinigung jüdischer Lehrer Oberschlesiens hat auf ihrer Jahresversammlung am 26. Dezember 1893 mit Begeisterung die Anregung zu einem Aufruf angenommen: Benedict Haufe au seinem 80. Geburtstage eiue Ehrengabe zu überreichen. Die jüdische Presse, ohne Unterschied der religiösen Rlch ung, ist bereit, unS in diesem edlen Werke zu unterstützen. An Euch, Ihr Lehrer in Israel, ist eS, daS Weitere zu thun, in Eueren Gemeinden »nd Vereinen zu wnken, daß dies Werk gedeihe und unS als Glaubensbrüder und jüdlschen Lehrern zur Ehre gereiche. Reihen wir für unfern Benedict Hause ebenfalls Gabe an Gabe! Sammeln wir Scherstein zum Scherstein, jeder nach Verhauwß seines Herzens und seines Vermögens! Für die Freie Bereinigung jüdischer Lehrer Overschlesiens: Siegfried Bernhard, Lehrer in Tarnowitz. Leopold Katz, Lehrer in Rattbor. Auch wir sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und weiter zu befördern. _Exped. d. JSr. Israelitisches Tiichtcr-Peusionat und FortbilduuaS Anstalt. Hedwig Saehs, Therese Salz, Berlin W., Lützow-Ufer 23pt. Referenzen : Ihre Ehrwurden Herren Rabb. Dr. Ungerleider und Dr. Rosenzweig in Berlin, Herr Eommerzienrarh I. Israel. LH "ED zu 25 Pig. per Psd. Aussiast: Herr Rabbiner Dr. Theodor in Bojanowo. 85) Ury, Langguhle.