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Der Israelit · 1894-01-03 · Heft 1-2 (3.1.1894) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 1-2 (3.1.1894)
Date
1894-01-03
Page
– (sequence 14)
Language
German
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14 Durch die äußerste Noth getriebn, wagen eS die Unterzeichneten Leiter des „Allgem. MiSgab Ladach Hospital" in Jerusalem um Hilfe stellend an Euer jüd. Herz zu appeliren. Seit der Gründung des Spitals hat die Verwaltung sich bemüht, trotz den geringen Einnahmen, die in Beiträgen unserer Ehrenmitglieder und milden Spenden bestehen, allen Ansprüchen und Forderungen der Zeit und der Verhältnifle gerecht zu werden. Das Spital steht allen Israeliten ohne Unterschied der Nationalität und des Ritus ganz unentgeltlich offen Auch den ambulanten und den in ihren Wohnungen behandelten Kranken werden die Medicamente zum grössten Theil zu ca. 80°/o gratis geliefert. Der vergangene Sommer war ein überaus ungünstiger für unsere Anstalt. Die Zahl der Kranken war eine ungeheuere und in demselben Verhältnitz wuchsen auch die Ausgaben. Die Folge war, daß wir, anstatt unsere laufenden Schulden tilgen zu können, immer tiefer in Schulden geriethen, so daß sich dieselben gegenwärtig auf ca- 10,000 Frcs. belaufen, davon schulden wir ca. 6300 Frcs. dem Montcfiore Fonds in London. Glaubensgenoffen'. Wir haben bisher in Bescheidenheit und ohne Lärm zu machen, unsere Anstalt geleitet mit ausschließlicher Hilfe unserer inländischen Brüder. Jetzt reicht diese Hilfe aber nicht; mehr aus und wir sehen uns gezwungen, auch an den Wohlthätigkeitssinn unserer ausländischen Brüder zu appeliren. Ohne schleunige und ausgiebige Hilfe sind wir, Gott behüte, gezwungen, das Spital zu schließen, und das wäre ein großes Unglück für die armen Israeliten Hierselbst, da unser Spital in Folge des Umstandes, daß es unentgeltlich ist und keine Rücksicht auf die Nationalität nimmt, eine Zufluchtsstätte gerade dec ärmsten Schichten unser jüd. Bevölkerung ist, namentlich sind es die spaniolischen, arabischen, persischen, marokkanischen und bucharischen Juden:c., die ausschließlich : auf unser Spital angewiesen sind, die dann der Gefahr ausgesetzt wären an das Missions-Spital sich zu wenden, oder in ihren elenden Wohnungen ohne Hilfe zu sterben!!! Im Namen dieser nach Tausenden zählenden Unglücklichen stehen wir Euch an! Lastet unsern Appel nicht unerhört verhallen! Stehet uns nach Kräften bei, damit wir diese so heilsam wirkende Unftalt weiter führen und sogar vergrößern können. Helfft uns die Ehre des jüd. WohlthätigkeitssinneS und des jüd. Namens überhaupt hier zu Lande zu retten. Während alle Nationen in der Errichtung von großartig ausgeführten Bauten und Anstalten im heil. Lande mit einander wetteifern, während auch diese glänzenden Anstalten der andern Nationen ausschließlich durch milde Spenden ihrer betreffenden Glaubensgenoffen im Ausland unterhalten werden, laufen wir Gefahr, unsere so mühselig geleitete Anstalt schließen zu müffen! Dieses zu verhüten bitten wir Euch, , theuere Glaubensgenoffen, uns zu helfen. Hochachtungsvoll Der Vorstand des allgem jüd. Hospital „Misgab- Ladach in Jerusalem. Meuachem St. Cohen, Cassirer. Gesucht. Zur Führung eines kleinen Haushalts wird per sofort eine saubere Person, über 3" Jahre alt gesucht. Dieselbe muß beste Zeugnisse haben und langjährige Dienstzeit aufweisen können. Offerten mit Photographie u. Lohnansprüchen unter Nr. 70 an die Exped. dss. Bl. erb. Stcllc-Gksuch. Ein junger Mann, militärfrei, praktisch und theoretisch erfahren, sucht für Mitte Januar eine Stelle als Zuschneider, auf Verlangen werden prima Zeugnisse nebst Photographie eingesandt. Offerten an H. 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Etn Manufacturist, 26 Jahre alt, mit circa Mk. 25,000 baar, wünscht mit Damen bis zu 23 Jahren, von schönem Aeußern, die sich für ein besseres Geschäft auf kleinerem Platze eignen, über 25—30 Mille baar verfügen, in nähere Unterhandlung zu treten. Nur ernstg. Off., womöglich mit Photogr., vertrauensvoll unter B. 3483 an Rudolf Mofse in Mannheim. Größte Drscretion wird zugesichert._(6a f£in religiöses, gebild. Mädchen, welches in der Lage ist, die Schulaufgaben v. Kindern der I. u. II. Realclaffe zu beaussichtigen, auch Idee von der Küche hat, wird für Frankfurt a. M gesucht. Familienanschluß wird zugesichert. Offerten unter A. B. 122 an die Exped. d. Bl. erb. suche für sofort oder I. Febr. eine tüchtige Köchin, welche für einen Haushalt von ca. 18 Personen selbstständig kochen kann. Den Offerten bitte Zeugnisse u. Gehaltsansprüche beizufügen. Emil Rosenthal, 119)_M.-Gladbach. (TSte Religionslehrer-, Cantoru. Schächterstelle der Gemeinden Rheinbach u. Meckenheim ist pro 1. April c. zu besetzen. Gehalt 900—1000 Mark nebst Nebenverdiensten. Bewerber wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse bei dem Vorsteher GerraS Balm in Meckenheim melden. lt8 <Hch suche für sogleich ein religiöses Mädchen, welches bürgerlich kochen kann und etwas Hausarbeit mit übernimmt. L. Engelbert Sohn, 112) Gudensberg. /£in streng relig. Mädchen, '2' welches sich im Kochen vervollkommenen will, ge^en hohen Lohn gesucht. I. Rothschild, F r a ukfu rt a. M., Thiergarten 21. (96 <0 F

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