Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 100 (18.12.1893)
- Date
- 1893-12-18
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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1904 Mufvuf! Mehr als in jeder andern Stadt ist gerade in Jerusalem, wo die Armuth und das Elend so groß sind, eine jüd. Volksküche unbedingte Nothwendigkeit. In der von unseren sephardischenUGemeinden vor vielen Jahren gegründeten Volksküche „Tamchui" werden mehr als 600 Arme, Waisen und Wittwen gespeist. Viele werden im Hause selbst beköstigt, andere holen sich das Esten von unserer Küche, vielen verschämten Armen aber, wird ein entsprechender Ersatz an baarem Gelde gegeben. Diese so segensreich wirkende Anstalt wurde zum Zwecke gegründet, um einerseits das bestehende Elend unserer Brüder zu lindern und gleichzeitig der reichen Mission das Handwerk zu legen, welche gerade unter der armen Bevölkerung Jerusalem'S ihre Netze ausbreitet und am hartnäckigsten ihre Ziele verfolgt. Obschon diese in^Jerusalem so wichtige und heilsame Anstalt schon seit sehr vielen Jahren besteht, haben wir nie unsere ausländischen Brüder mit Bitten belästigt, uns beizustehen, so lange wir, im Stande waren, unserer Aufgabe nachzukommen. Aber seitdem die allgemeine La.e hier sich verschlimmert hat, die Geschäfte schlecht gehen, und in Folge besten die uns geleistete Hilfe immer geringer wird, und wir gezwungen sind Schulden auf Schulden zu machen, um nicht mehr als 60v arme Brüder vor Hunger und Elend untergehen zu sehen, sehen wir uns gezwungen zum ersten Male, an unsere ausländischen^ Brüder mit der Bitte heranZzu treten, uns in unserer heil. Aufgabe zu unterstützen. Im Namen Gottes nnd der jüd. Barmherzigkeit bitten wir Sie: haben Sie Mitleid mit so vielen Hunderten Ihrer unglücklichen Brüder und Schwestern, mit Waisen und Wittwen, mit gebrechlichen, altersschwachen Leuten, deren Leben von unserer Anstalt abhängt, Wir stehen Sie an: verlassen Sie uns gerade jetzt nicht, wo der Zuzug von armen, elenden arabischen und persischen Juden so groß ist, und die alle sofort an uns sich wenden. Helfen Sie uns nach Kräften, um auch diese vor elendem Untergänge zu retten, damit sie nicht, Gott behüte, ein Opfer der stets bereiten und keine Mittel scheuenden Mission werden. Helfen Sie uns, damit wir die Ehre unserer Religion und unseres Volkes retten und nicht zu Schanden werden, in den Augen der Andersgläubigen hier, die täglich neue und großartige Anstalten errichten, während wir Juden unsere Brüder nicht einmal vor dem Hungertode schützen können. Die Leiter der sephard. Volksküche „Tamchui". Gabriel Schabbatai, Cassier._Josef Nisfim Burla, Präsident. "TO Wauration 1ED H. Kulb, SlrrttgKrr» Gymnasmmftr. 23 5 Minuten vom Bahnhof den jüdischen Reisenden bestens empfohlen. Gleichzeitig empfehle meine Fleisch- N. Wnrstwaaren in*prima Waare. (7757 Damen, welche gegen hohen Rabatt den Verkauf von in Packeten abgewogenen Thee der Firma 15. Brandsma in Amsterdam zu übernehmen geneigt sind, werden gebeten, sich an die Filiale für Deutschland: E. Brandsma, Köln a. Rh. wenden zu wollen (7105 Mür mein C garren-, Cigarretten- und ö Tabak-Geschäft, en groa & en detail Verkauf juche einen Lehrling mit guter Schulbildung und aus guter Familie. Kost und Logis im Hause. Dervhard Eiuftein, (7811 fyauptnlebeilaQe der k. k. österr. Regie- Tabak-Fabrikate, Ulm a. d. D. Our Anferttgung^von 'Sterbe° rO kleidern^empsichlt fidf ~— Babette Maier, geb. Kaufm««, 7795) Malsch b. Ettlingen (Baden.) tk^ür unser Tuch- und Manufacturwaaren- O Geschäft suchen per 1. Januar oder später einen Lehrling aus guter Familie mit entsprechenden Vorkenntnissen. 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