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Der Israelit · 1893-11-30 · Heft 95 (30.11.1893) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 95 (30.11.1893)
Date
1893-11-30
Page
– (sequence 14)
Language
German
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1808 Eine Bitte für arme Waisenkinder zum Chanukafeste. Das gemächliche und heitere Chauukafest naht heran. Von jeher sammelte dieses Fest die Fannlienglieder und Freundeskreise in l.auter Abendstunde zu freundschaftlicher Unterhaltung und harmlosem Spiele um dem Familientisch. Da dei solchen Spielen es nie auf den Gewinn abgesehen war, sondern dieser in seinen bescheidenen Grenzen nur der Unterhaltung ein höheres Interesse gewähren sollte, so glaubt die umerzetchnete Derwattung keine Fehlbitte zu lhun, wenn wir ergebenst ersuchen, an Unterhaltungsabenden während ves Ehannkasestes der armen Waisenkinder, oie unserem wohllhäkigen Institut zur Erziehung anvertram sind, zu gedenke», und die Gewinne der eLpielabende, oder eines SpietabendS, unserem Kinderherm in Diez gütigst zuwenden zu wollen. Um Jrrihümer bei ev. Uebersendung solcher Gelder zu vermeiden bitten wir dieselben nach Diez an „Herrn Georg Koeuigsbergec in Diez für das Kinderheim" oder nach Frankfurt a. M. „Herrn LouiS Feist, Fuma: Beer, Sondhermer u. Go. in Fran ksur l a. M. für das Kinderherm ,n Diez« genau zu adressiren. Die Verwaltung 7347) des „Deutsch-Jsr-Kinderheims« in Diez. Jttlingen bei Eppingen. Am 'n wurde Frau Jendle Cichtersheimer geb. Heinsheimer, welche ein Älter von 82 Jahren erreichte, unter überaus zahlreicher Beg eirung, wobei auch viele Christen waren, dem Schooße der Erde übergeben. 62 Jahre lebte sie in glücklicher Ehe mit rhrem hochbetagten Gatten Feiver EichterShenner, welcher mit den beiden Söhnen, 3 Töchtern, Enkel und Urenkel den herben Verlust beweint. Herr Rabbiner Schlesinger o. Breiten hielt am Grabe eine tiefempfundene^Trauerrede und betonte namentlich, wie sie eine ni£\N im wahren Smne des Wortes, ihre Frömmigkeit, ihr Wohlthun an Armen ohne Gleichen, ih-e Leutseligkeit, ihre Bescheidenheit, verbunden mit hohem Gottvertrauen, mustergilttg gewesen. Alsdann gab Herr Salomon Siegel aus Straßburg, der Schwager der Verblichenen, seinen schmerzlichen Gefühlen in von Herzen kommenden uno zu Herzen dringenden Worten beredten Ausdruck; sie habe ihre Wohnung zu einem Tempel Gottes gemacht, ihre Kinder zur Frömmigkeit erzogen, ihr ganzes Leben wäre eine Kette des Wohtthuns gewesen. Keine Auge blieb thränenleer. Nicht^'unerwähnt soll hier bleiben, daß die unvergeßliche Heimgegangene einen von eigener Hand geschriebenen letzten Willen hinterlaffen hat, worin sie ihre Kinder zur Frömmigkeit und Gottesfurcht ermaynt und der Walsenanstalt Bruchsal und der Talmuvschule in Jerusalem je 200 Mk. vermachte. Hundert Mark bestimmte sie-zur Vertheilung an Ortsarme ohne Unterschied der Confession. ^bk^ö«oö*ö*öiö«ö«cei>iöiooiöiöiöiöiöiöto«öK ar Schneller: -w* alS alle übrigen ChMkchOuAer * haben sich die von mir fabrizirten ein 3^ geführt. Dieselben sind ans feinstem, silberähnlichem Metall angefertigt, elegant «nd praktisch gebaut. vf Preis per Stück «nr Mark 1« od.Q fl. 9,50 öst. oder holl. Währ, franco)^ Porto «nd Verpackung gegen Borein)E sendnng deS Betrags oder Nachnahme form genau wie nebenstehende Zeich-S^ uung. w werden unter Chiffre 6289 in der^ 'Vv|fvUUUyvll Expep. pss. Bl. entgegeugenommeu. SXXXXXXXXX)*^ Reelles KeirntHs Gesuch Janger Mann von 28 Jahren, tüchtiger Metzger und Viehhändler, wünscht sich zu verhetrathen. Junge Mädchen mit 6—8000 M. Vermögen, wollen ihre Offerten unter JF. H. 7380 an dre Exped. dfs. Bl. einsende». DlScrenon Ehrensache. Reelle Heirath. Ein Manufacturist, 26 Jahre alt, von entsprechendem Aeußern, Theilhaber eines größeren Geschäftes auf kleinerem, lebhaften, schönen Platze mit einem Vermögen von 20—25 Mille, wünscht, da es ihm an passenden Gelegenheiten fehlt, auf diesem Wege richtige u. entsprechende Offerten. Eltern oder Vormünder, welche über 25—30 Mille verfügen, belieben ihre genauen, ausführlichen Offerten unter Z. 7377 an die Exped. d. Bl. gelangen zu lassen. XL. Als Hauptbedingung gilt noch jung, schön und solid. Größte Diskretion wird zugesichert. eirailj Für ern hübsches, grb., sehr tüchstgeS Mädchen v. 23 I., mit einer Mitgift von 6—8000 M., wird passende Parthie gesucht. Offerten unter A. B. 7381 an die Exped. dss. Bl. erb. Au e. kt. Famrlre, Barer u. Tochter, wird kO anständiges isr. Mädchen, das bürgerlich kochen kann und sich häuslicher Arbeit unterzieht nnt g. Zeugniß gesucht. Off. u. Nr. 7386 an die Exped. ds. Bl. erd. sUesucht ein jungeS Mädchen (Isr.) zur Stütze der Hausfrau, das gleichzeitig stochen erlernen kann, etwas Vergütung und familiäre Stellung. Baer, Lübeck, 7390) Marlesgrube 13. FLiu religiöser, Illjähriger I *2' Jüngling sucht eine Stelle. | Am liebsten in einem Confccgionsod. Manufaeturwaareu-1 teschäft, wo nyß geschloffen ist. Off. unter Chiffre 31. Ä- Nr. 7376 an die Exp. dS. «l. Für einen kräftigen Jungen von 17i/a Jahren, der bisher im Viehgeschäfte seines Vaters thätig war, und nun auch die Metzgerei erlernen will, sucht eine Lehrlingsstelle Lehrer Hecht, 7394) Tann a. d. Rhön b. Fulda.

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