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Der Israelit · 1892-08-22 · Heft 67 (22.8.1892) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 67 (22.8.1892)
Date
1892-08-22
Page
– (sequence 14)
Language
German
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1286 Zehntausend Mark sind für jeden Antisemiten zu gewinnen! Nachdem ich in den Blättern gelesen,'daß Rohling in einem Briese an das Clever Gericht von Neuem behauptet, den Israeliten sei im Talmud, im Schal1 und im Sepher Halikutim der „Ritualmord" Andersgläubiger geboten oder empfohlen, habe ich an Rohling geschrieben: Ich verpflichte mich, ihm zehntausend Mark sogleich zu bezahlen, wenn er die Wahrheit seiner Behauptung dadurch erweist, daß er irgend eines dieser Werke dem mir Vorgesetzten Frankfurter Gericht unter Bezeichnung der Stelle, die das Gebot des Blutmordes angeblich enthält, unter gerichtlicher Deponirung der Piozeßkosten vorlegt, und daß das Gericht alsdann mich zur Zahlung der zehntausend Mark verurtheilt. Ob die Stellen wahr oder erfunden oder gefälscht sind, wird das Gericht durch berufene Bcurtheiler festzustellen wissen. Da ich Hausbesitzer in Frankfurt a. M. und als solvent für diese Summe bekannt bin, ist meine Offerte bündig genug. Hiermit offerire ich sedoch die gleiche Summe von zehntausend Mark jedem Andern, der den Beweis des den Israeliten angeblich gebotenen „rituellen Mordes" aus irgend einer Stelle der von Rohling genannten Werke oder aus irgend einem sonstigen jüdischen Schriftwerke erbringt; selbstverständlich unter der gleichen Voraussetzung, daß nur das Königlich Preußische Gericht in Frankfurt am Main die Entscheidung zu fällen hat. Leopold Hamburger, Hausbesitzer in Frankfurt a. M. (Nhlandstraße 56). An die Redaktion der ttlmer Schnellpost. Nachdem Niemand bis jetzt sich um die 10,000 Mark beworben, die ich für Nachweis einer Stelle aus Talmud .'c. über Ritnalmord ausgesetzt, verpflichte ich mich, 15,000 Mark Jedem zu zahlen, der gerichtlich mir nachweist, daß die in der Schnellpost Nr. 187, Sp. 2, Zeile 42 ä 60 im Namen von Pasch zitirten Stellen sin Wirklichkeit Copien aus Judenspiegel von Justus Briemann, selbst dessen Nr.) wirklich im Schulchan Aruch enthalten sind. Das ist bündig! D. O. 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Ein Vorsänger, mit angenehmer und kräftiger Stimme begabt, Religionslehrer und Schachet, mit sehr guten Zeugnissen versehen, (Reichsangehöriger), sucht verbesserungshalber in einer größeren Gemeinde Süddeutschlands bis 1. Januar 1893 event. auch früher, eine andere Stelle. Auch würde derselbe in einer Stadt eine Stelle als Schochet und zweiter Eantor annehmen. Offerten unter Nr. 5086 nimmt die Exped. d. Bl. entgegen. (f^ie Stelle des hiesigen Kantors, welcher auch Schächter u. Balkoreh sein muß, ist vom I. Septjember d. I., vorläusig interimistisch, zu besetzen. Das Einkommen besteht neben freier Wohnung in 900 Mk. pro amio festem Gehalte und ungefähr ebensogroße Nebeneinnahme (Schlachtgebühren rc.) Convenirenden Falls würde die interimistische Anstellung in eine definitive verwandelt werden. Baldigen Bewerbungsgesuchen sieht entgegen. (5037 Graetz, Posen, 8. August 1892. Der Vorstand der jiid. Gemeinde. Lehrlinge, Bolontaire, Commis, Buchhalter und Reisende, können Stellung finden durch A. U 11 m a n n, Placirungs-Jnstitut, 4592) Würzburg. Prinzipale werden kostenfrei bedient. CTJik mein Getreidegeschäft, Sonnabend O und Feiertage geschlossen, suche per 1. Oktober einen' angehenden Commis. Hermann Kleeberg, 5062) Hofgeismar. /Kin Mädchen aus besserer Familie sucht Stelle in einem Kurz-, Weiß-, Wollwaaren- oder Confections- Geschäft, auch Vertrauensstellung in einem en-groa- oder Fabrikgeschäft. Offerten unter 8. M. 100 postlagernd Mannheim. (5065

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