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Der Israelit · 1892-06-16 · Heft 48 (16.6.1892) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 48 (16.6.1892)
Date
1892-06-16
Page
– (sequence 15)
Language
German
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879 Selbst verwöhnteste Zeitungsleser dürfte der reichhaltige und gediegene Inhalt des täglich 2 mal in einer Abend- und Morgen-Ausgabe erscheinenden „Berliner Tageblatt“ und Handelszeitung nebst seinen 4 werthvollen Beiblättern: „Ulk“, illustrirtes Witzblatt. „Deutsche Lesehalle", illustrirtes belletristisches Sonntagsblatt, „Der Zeitgeist", feuillelonistisches Montagsbeiblatt, und „Mittheilungen über Laudwirhschaft, Gartenbau und Hauswirthfchaft", befriedigen. In Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen hat das „Berliner Tageblatt“ unter allen großen Zeitungen die weiteste Verbreitung in Deutschland uud im Auslande gefunden. Das B. T. bringt bekanntlich nur werthvolle Original-Feuilletons unter Mitarbeiterschaft gediegener Fachschriststeller auf allen Hauptgebieten, als Theater, Musik, Litteratur, Kunst, Naturwissenschaften, Heilkunde rc. — Im täglichen Roman-Feuilleton erscheint im nächsten Quartal: „Das nene HauS", Erzählung von Georg Bendler, sodann folgt: „Irrlichter" *£?* Gregor Samarow. „Irrlichter" nennt in diesem Roman der bekannte Autor jene Gestalten, die über dem stagnirenden Sumpfe der Berliner Gesellschaft schweben. Das frivole Leben und Treiben gewisser Kreise, welche am Totalisator wie im Börsenspiel die Befriedigung ihrer niederen Leidenschaften finden, schildert Samarow, als feiner Kenner der großen Welt in mächtigen Strichen und brennenden Farben. — Aber nicht nur in den Abgrund führt uns der Dichter, er zeigt uns auch sympathische Gestalten, die auf der Menschheit Höhen wandeln. Man abonnirt auf das täglich 2mal in einer Abend- und Morgen-Ausgabe erscheinende „Berliner Tageblatt" und Bändel»-Zeitung bei allen Postanstalten des Deutschen Reiches für alle 5 Blätter zusammen für 5 Mark 25 Pfennig vierteljährlich. Probe Nummern gratis uud franco!! (3968 Bekanntmachung. Wir beabsichtigen, die nächste Quartalsendung nach dem gelobten Lande s. G. w. in der ersten Hälfte des Monats Tammus zu befördern und bitten alle Zionsfreunde, namentlich aber die verehrten Herren piNT ergebenst, uns die bei ihnen vorräthigen Erez Jisrael-Gelder gefl. vor dem 29. Sivan {24. Juni) t* zuschicken zu wollen, da die nach diesem Tage uns für die Gesammtheit der Armen Palästina's zugehenden Gelder zwar im Interesse dieser Armen zinstragend von uns angelegt werden, jedoch erst am Schlüsse des folgenden Vierteljahres zur Vertheilung gebracht werden können. Spenden für Specialzwecke finden indessen, wie bisher, auch ferner durch unsere Vermittlung monatlich zweimal Beförderung. Dieser Anzeige fehlt die gewohnte Unterschrift unseres hochverdienten langjährigen Secrerärs, des Herrn I. A. Roos J/"J, weil seiner bewährten, treuen Hand die gewandte Feder leider am 13. Sivan d. I. für immer entfallen ist. Seine hervorragenden Leistungen für unsere Brüder im heiligen Lande sichern ihm in allen palästinafreundlichen Kreisen für alle Zeiten ein ehrenvolles Andenken. Amsterdam, 17. Sivan 5652 (12. Juni 1892). Pekidim und Amarkalim der israelitischen Gemeinden des heil. Landes tti Amsterdam. 9f. de iLima, Vice-Präses. (3948 Schlachtmesser (irwni ttt allen Größen von feinster Qualität hat stets aus Lager 6. Grunewald, Messerfabrikant, Königsberg i. Pr., Münzftraße Nr. 10/11. 720) (Spezielle Preislisten gratis nnd franko.) 1W3 Streng iko Streng Pension Guggenheim, Zürich, 4 Sihlstratze 4 nächst der mittleren Bahnhofstraße. Anerkannt gute Küche. (8-98 Geflügel SÜ* Versende 8 St. Hahnen zu M. 5.50, 8 St. Hühnchen, Winterleger zu M. 6.—, 5—6 junge Enten zu M. 5.75. D. Andermann, Mouasterzyska, Galiz. (4002 Prima Holland. Maikäse versende gegen Nachnahme zu 85 Pfg. per Pfund. Abraham Gerson, 3711) Rheinberg am Mederrhein. Aufruf! In hiesiger Gemeinde bestand eine uralte Synagoge, welche nach der Tradition und vorliegenden Dokumenten von den hervorragendsten Persönlichkeiten Israels gegründet wurde, daher für das ganze Judenthum der Gegenstand des größten und heiligsten Interesses bildete. — Wegen constatirter Baufälligkeit ist diese Synagoge behördlich demolirt worden, und die hiesige Gemeinde mußte zum Bau einer neuen, an derselben Stelle, schreiten. — Anläßlich der notorischen Armuth der hiesigen Gemeinde stand derselben gar geringe Mittel zur Verfügung, die selbst der Fundamentalbau gänzlich erschöpfte und zum Spotte der Antisemiten muß die ganze Gemeinde den Gottesdienst unterm freien Himmel verrichten. Der Unterzeichnete Borstand bittet daher um Zuwendung von Geldbeträgen, damit es ermöglicht werde, den Synagogenbau zu vollenden. Gilt es doch hier dem Ewigen, wjn — 'di norm d mpn DSlfU ’niDtcn ttnpp wozu wohl ein Jeder, dem sein Herz nicht aufgehört hat, für seine Religion zu schlagen, mit Freuden sein Scherslein beiträgt. Bei der Einweihung des Gotteshauses wird jeder Einzelne der edelherzigen Spender zum ew. Andenken im Gemeindebuch eingetragen und für jeden ein SrgenSspruch abgehalten werden. Die Spenden bitte gefälligst an meine Adresse „S. Liebergall, Cultusu. Synagogenvorstand in Skala am Zbrucz" gelangen zu lassen u. werbe dieselben bankend quittiren. Skala am Zbrucz, 31. Mai 1892. Sonic Liebergall, 4003) Cultusvorstand.

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