Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 74 (17.9.1891)
- Date
- 1891-09-17
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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DaS unsäglich harte Geschick, von dem leider unsere russischen Glaubensgenossen heimgesucht worden sind, hat mit Recht alle Gemüther tief ergriffen und das Bestreben hervotrgerufen, durch aller- __ wegen veranstaltete Sammlungen die schreckliche Roth dieser Unglücklichen nach Möglichkeit zu lindern. Wir können uns indessen, zu unserem aufrichtigen Bedauern, der Wahrnehmung nicht verschließen, daß — vermutlich in Folge dessen — die Spenden für unsere nach Tausenden zählenden palästinensischen Glaubensgenossen, worunter viele hervorragende O’DDn ’TtWn, verlassene Wittwen und hilflose Waisen, weit spärlicher fließen, als sonst, denn schon neigt sich das vierte diesjährige Trimester seinem Ende zu und noch sind die bisherigen Eingänge von solch' geringem Umfange, daß zur Abfertigung der üblichen Ouartalsendung vorläufig eine Möglichkeit kaum geboten erscheint. Mit Schrecken erfüllt uns der Gedanke an die Folgen, welche der Rückstand der regelmäßigen Spenden möglicherweise für die Einwohner Palästina's haben könnte, welche zur Fristung ihres Daseins überhaupt auf die Unterstützung des Auslandes angewiesen sind und deren Lage überdies durch die zahlreich dorthin geströmten russischen Auswanderer eine noch bedrängtere geworden ist. Wir müssen es daher als unsere unabweisliche Pflicht erachten, an den bewährten Wohlthätigkeitssinn aller Zionsfreunde zu appelliren und ihnen die innigste Bitte nahe zu legen, durch reichliche Beiträge ihre erprobte Theilnahme für unsere auf geweihter Stätte in Kummer und Mangel schmachtenden Glaubensgenossen auf's Neue darzuthun. Insbesondere aber bitten wir die verehrten Herren i"n uns die vorräthigen Erez-Jisrael-Gelder baldmöglichst einzusenden und eine Erweiterung ihrer Einnahmen durch Artri7-/Li,ini1li,iii111>11 die schnellstens in Angriff das Abhalten von genommen werden mögen, herbeizuführen. Dann wird es m. G. H. möglich sein, die den Armen des heiligen Landes drohende Gefahr abzuwenden. Wir geben uns der tröstlichen Hoffnung hin, daß diese dem tiefbekümmerteu Herzen entstammenden Worte allüberall den gewünschten Anklang finden werden, der für unsere bedürftigen palästinensischen Glaubensbrüder eine Lebensfrage bedeutet, und fügen noch die erg. Mittheilung hinzu, daß das laufende Quartal mit dem 28. Elul (1. Oktober) abschließt. Amsterdam, 7. Elul 5651. 10. September 1891. (5812 Pekidim und Amarkalim der israelitischen Gemeinden des heiligen Landes zu Amsterdam. Al. Sv Lima, Mce-Präses. J. A. Koos, Secretär. J. C. Eberhardt, Speyer am Rhein. I VXm I /v1 Ir a%• St D«U t af a««m I 42 3 41 Könlgl. Bayer. & Großsh. Bad. Hoflieferant. Gross-Handlung in Flussnnd See-Fisehen, 2ü» o*s 2-35) U <D .a Z .2 So a 8 'S ,t» S a Mhrinlnitzs-Jirdtmi. Prompte, billige und gute Bedienung. Export von feinstem Pfälzer Obst, als Aprikosen, Pfirsichen, Mirabellen, Reineclauden nach allen Richtungen. umm E Wurkin-Ausverkauf ä Mk. 1.75 p. Meter reine Wolle nadelfertig ca. 140 em. breit. m unser Saisonlager vollkommen zu räumen, versend, direct jedes belieb.Quantum. Buxkiu-Fabrik-Depot Oettinger & Co., Frankfurt a. M. 4681)Muster-Auswahl umgehend franco. Soeben erschienen: Henny van Cleef Die iMklit Ein Kochbuch für das israelitische Hans | 346 Seiten in Lex.-Format hochfeiner Prachtband Mk. 5,— elegant broschüt „ 4,— Alfred H. Fried & Cie., VerlagSbhdlg Sertin W. 35. potsdamerstr. 37. Billiger als überall alle Gattungen ndro mnn« 5837) einzig und allein bei G. Singer, Triest. Telegramm-Adresse: Singer, Hoflieferant. PflF** Heiratheil werden durch eine vertrauenSwerthe Dame, die in allen jüd. Kreisen bestens einge« führt, streng diScret und gewiffenhast vermittelt. Briefe unter M. 128 postlagernd Würzburg erbeten. (5285 /Qin geb. isr. Fräulein, von an gen. Aeuflern, welches perfekt schneidert, in allen Zweigen des Haushalts erfahren ift, auch Kindern in Hand- und Schularbeiten behilflich fein kann, sucht Stelle in feinem Haufe. Offerten unter Chiffre J. 8. 5815 an die Exp. d. Bl. erbeten. einer isr. Familie auf dem Lande 'V/ (Hessen) wird eine nervenschwache, geistesschwache oder ältere Person in beste Pflege genommen. Langj. Erfahrung. Res. ertheilt gefäll. Herr Oskar Lehmann in Mainz. Offerten unter Nr. 2150 an die Exp. dss. Bl. erbeten.