Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 73 (14.9.1891)
- Date
- 1891-09-14
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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1396 Das unsäglich harte Geschick, von dem leider unsere russischen Glaubensgenossen heimgcsucht worden sind, hat mit Recht alle Gemüther tief ergriffen und das Desireben hervorgerufen, durch allerwegen veranstaltete Sammlungen die schreckliche Noch dieser Unglücklichen nach Möglichkeit;n lindern. Wir können uns indessen, zu unserem aufrichtigen Bedauern, der Wahrnehmung nicht verschließen, daß — vcrmnthlich in Folge dessen — die Spenden für unsere nach Tausenden zählenden palästinensischen Glaubensgenossen, worunter viele hervorragende LLQ7N verlassene Wittwen und hilflose Waisen, weit spärlicher fließen, als sonst, denn schon neigt sich das vierte diesjährige Trimester seinem Ende zu und noch sind die bisherigen Eingänge von solch' geringem Umfange, daß zur Abfertigung der üblichen O.uartalsendnng vorläufig eine Möglichkeit kaum geboten erscheint. Mit Schrecken erfüllt uns der Gedanke an die Folgen, welche der Rückstand der regelmäßigen Spenden möglicherweise für die Einwohner Palästina's haben könnte, welche zur Fristung ihres Daseins überhaupt aus die Unterstützung des Auslandes angewiesen sind und deren Lage überdies durch die zahlreich dorthin geströmten russischen Auswanderer eine noch bedrängtere geworden ist. Wir müssen cS daher als unsere unabweisliche Pflicht erachten. an den bewährten Wohlrhätigkeitssinn aller Zionssreunde zu appelliren und ihnen die innigste Bitte nahe zu legen, durch reichliche Beiträge ihre erprobte Theilnahme für unsere aus geweihter Stätte in Kummer und Mangel schmachtenden Glaubensgenossen ans'S Neue darzuthrm. Insbesondere aber bitten wir die verehrten Herren?"n D’NSJ, uns die vorräthigen Erez-IiSrael-Gelder baldmöglichst einzusendeu und eine Erweiterung ihrer Einnahmen durch die schnellstens in Angriff das Abhalten von >!^UllllllkUllZlll^ genommen werden mögen, herbeizuführen. Dann wird es m. G. H. möglich sein, die den Armen dcS heiligen Landes drohende Gefahr abzuwenden. Wir geben uns der tröstlichen Hofsimug hin, daß diese dem ticfbekümmerteir Herzen entstammenden Warne allüberall den gewünschten Anklang finden werden, der für unsere bedürftigen palästirrensischen Glaubensdrnder eine Lebensfrage bedeutet, und fügen noch die erg. Mittheilnng hinzu, das? das lausende D.nartal nrit dem 28. Elnl (!. Oktober) abschkießl. Amsterdam, (5812 ' 10. September 1891. Pekidiru und Amarkalim der israelitischen Gemeinden des heiligen Landes zu Amsterdam. JI. de Lima, Vice-Präses. J. A. Koos, Secretär. Soeben erschien in meinenr Berlage: llniuorcal.Anonrio fiir iiiriiopho l^nitiiehoamto uiinuioui nyumiu im juuioum, mmuüuuumiu von Prediger I/ion Wolff, Berlin. (5828 2 Bände. 12,50 Mk. Eleg. geb. 14 Atk. — Unentbehrlich für jeden Kultnsbeamten. V?" Uerlüg °°n C. Boas Dachs., Kerlin 6., ür ein jüd. Knäblein von 4 Monaten wird ein Unterkommen gesucht. 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Singer, Triest. r elegramm-Adresse: Singer, Hostieferant. dsn der israelit. Gemeinde zu Dinslaken (Rheinprovinz) werden im Dezember d. I. folgende Stellen frei: 1) die Lehrcrstellc an der öffentlichen Volksschule. Gehalt: M. 1200, Wohnungscutschädiguiig: M. 150. Gelegenheit zu Privatunterricht ist geboten. Meldungen mit Zeugnissen und Lebenslauf sind baldges. an den Lokalschnlinspektor Pfarrer zur Linden in Dinslaken zu richten. 2) die Kantor- und Schächterstcllc. Gehalt: Mk. 700 nebst Schächtgebühren. Es wird tüchtige Bildung im Hebräischen und Autorisation v. e. orthodox. Rabbiner verlangt. Meldungen sind a. d. Synagogenvorstand in Dinslaken zu richten._(5813 /Ciit jung., tüchtiges Mädchen sucht veränderungshalber bei einer kl. Familie oder einzelnen Dame Stellung als Stütze und Gesellschafterin. Mathilde Schwarz, 5820) Volkmarsen. C^d; suche per l. November o. eine Com xl rnissteüe in einem Bankob. Mannfaclurwaarengeschäft, welches Samstags u. isr. Feiertage streng geschlossen ist. 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