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Der Israelit · 1891-07-13 · Heft 55 (13.7.1891) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 55 (13.7.1891)
Date
1891-07-13
Page
– (sequence 15)
Language
German
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1029 TD Wiesbaden. "1EQ Altrenommirtes yr „Zum Badischen Hof“, Nerostrasse 7, in der Nähe des Kochbrunnens und des Kurhauses. cs iyucii ui uiiixciio uuu ucs ivuiuausca. Besitzer: H. Hirsehberger. G Referenz: Sr. Ehrwürden Herr Dr. Kahn, Rabbiner daselbst. NJr XX)KXXXXXXXXX>OK>OCO<X)<XXX Külferuf! Die Noth zwingt uns, die Mildthätigkeit unserer Landsleute in Anspruch zu nehmen. Unsere, ohnehin schon hart bedrängte Gemeinde ist von einem furchtbaren Schicksalsschlage ereilt worden. Noth und Elend herrschten schon in den Hütten unserer durch den Niedergang der Hausindustrie verarmten Weberbevölkerung und mit Bangen gedachten wir des nächsten Winters. In der Mehrzahl der ehemals so ansehnlichen Weberfamilien fehlte es bereits an der nothwendigsten Nahrung und die mit ca. 400"/o Communalsteuern belastete Gemeinde sah sich kaum im Stande, dieser fast allgemeinen Noth abzuhelfen. Da tritt gestern Nachmittag eine entsetzliche Katastrophe ein, die Noth auf den Gipfel treibend. In der Nähe von Boisheim bildet sich eine Windhose, die über die Höhen des „Heiligenberges" herabstürzend, die hauptsächlich von Handwebern bewohnten Quartiere unserer Gemeinde, die Ortschaften Bersch, Gindt, Rhade und Sittard mit unwiderstehlicher Wuth zermalmt und aus dem landschaftlich so herrlichen Kranze von Weberorten in wenigen Minuten ein Bild so grausiger Zerstörung schafft, wie es selbst auf dem wildesten Kriegsschauplätze nie gesehen worden ist. Von mehrstöckigen Wohnhäusern ist nichts mehr als die geborstenen Umfassungsmauern übrig, die Dächer sind wild durcheinander gewirbelt, die Zimmerdecken alle durchbrochen, die Umgebung der Wohnplätze mit viele Fuß hohen Trümmerhaufen umgeben; unter ihnen liegt das kleine Hab und Gut der armen Leute und oben drüber die gewaltigen entwurzelten Baumstämme. 50 bis 60 Häuser sind völlig zerstört, ebenso viele unbewohnbar geworden. Unser Krankenhaus liegt voll von Verwundeten, von denen manche ihren Verletzungen erliegen werden und obdachlos und des letzten Restes ihrer Habe beraubt, irren die betroffenen Familien umher. Das Elend spottet jeder Beschreibung! Ter ersten Noth hat die bewährte Wohlthätigkeit Süchteln's und der Nachbarorte zu steuern gesucht — aber was wir thun konnten, ist gegenüber der Noth nur ein winziger Waffertropfen auf einen heißen Stein. Die ohnehin verzweifelte Lage der Gemeinde nöthigt uns, die allgemeine Hülfe in Anspruch zu nehmen. Ihr deutsche und vor allem ihr rheinische westphälische Landsleute eilt uns zu Hülfe, helft uns, den armen Arbeiterfamilien Brod und Obdach zu geben und ihnen, wenn es gelingt, ihr kleines Eigenthum wieder aufzurichten. Der Gesammtschaden übersteigt bei weitem den Betrag von xh Million Mark und jede Gabe wird von dem mitunterzeichneten Caffirer des örtlichen Unterstützungscomite's, Herrn Aug. Rossie dankbar entgegengenommen. Zögert nicht: zweimal gibt, wer schnell gibt und die Noth schreit zum Himmel! Süchteln am 2. Juli 1891. Ddendabl, Bürgermeister van Beers, erster Beigeordneter Dr. Forsbeck, Geh. Sanitätsrath Lehnen, Hauptmann der Landwehr Dr. Norrenberg, kath. Pfarrer Freudenberg, Rentner Volk, evang. Pfarrer Rossie, Fabrikbesitzer Dr. 8obwienborst, commiff. Kreis Physikus Ling, Fabrikbesitzer Holtz, Mitglied der Handelskammer. Dämmer, Stadtverordneter Aug. Rossie, Prov.-LandtagS-Abgeordn. Endepols, Stadtverordneter. Die Expedition dieses Blattes ist gerne bereit Gaben entgegen zu nehmen. OSTENDE. HOTEL FRANK. 1ÜD Restaurants 59 rue longue 59. 4063) Seebad Klantrenberghe. IW Hotel Mayer. Neu und comfortabel eingerichtet. Mäßige Preise. (3942 7'°' ,rmö i,?ytDjyD'~iDD ’fyppjnirDff in prima Goldu. Silber- Stickerei. Künstl. Ausführung, vom einfachsten i bis zum elegant. Genre, äusserst soliden Preisen. Muster u. Entwürfe stehen franco zu Diensten. Eduard Joel, Hamburg, 6 gr. Burstah 6. $Oei einer isr. Familie auf dem Lande ’VJ (Hessen) wird 'eine nervenschwache, geistesschwache oder ältere Person in beste Pflege genommen. Langj. Erfahrung. Ref. ertheilt gefall. Herr Oskar Lehmann in Mainz. Offerten unter Nr. 2150 an die Exp. dss. Bl. erbeten. /^in durchaus selbstständiges Fräulein, welches längere Zeit in der Putz- und Modewaarenbranche als erste Verkäuferin thätig war, sucht anderweitiges Engagement. (Samst. u. Feiertage geschl.) Gest. Offerten unter Chiffre M.L. 4183 befördert die Exped. d. Bl. /Lin gebildetes Mädchen, 18 Jahre alt, aus anständiger Familie, sucht Stelle in einem religiösen Hause, wo demselben Gelegenheit geboten wird, sich im Geschäfte, sowie in allen Zweigen des Haushaltes auszubilden. Offerten unter 8. M. 4265 befördert die Expedition dieses Blattes. m suchen für unsere Mänufactur-, Colonial- und Cisenwaaren-Handlung einen Lehrling. Eintritt am 1. August. Ziegenhain, den 5. Juli 1891. 4228) M. & I. Strnpp. I n meiner Back- «. die Stelle eines Conditorei ist Lehrlings zu besetzen. (4283 Reflektanten wollen sich melden. Joseph Berger, Bäcker, Cre s eld.

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