Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 29 (9.4.1891)
- Date
- 1891-04-09
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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556 Dr. Papilsky’s Fleischextrakt flDS ^2? ist zu nicht erhöhten Preisen, sonstigen Preisen, durch alle Depositaire des In- und Auslandes zu beziehen. (2346 Erklärung*. Die von dem Prediger, Herrn Dr. Julius David, im Tempel der israel. Religionsgemeinde zu Preßburg veranlaßte einmalige Aufbietung des Herrn Tauskp mit der Wittwe seines verstorbenen, älteren Bruders (welcher bei seinem Tode eine Wittwe und einen jetzt 9 jährigen Knaben hinterließ) hat in den hiesigen jüdischen Kreisen einiges Befremden erregt und auch Veranlassung gegeben zu verschiedenen Mißdeutungen, betreffend die Stellungnahme meines Vaters, Subrabbiners der Preßburger israel. Religionsaemeinde, zu dieser Frage. Ich wurde hierüber mehrfach interpellirt, und so fühle ich mich gezwungen, im Interesse der Ehre meines Baters und unseres Hauses, zur folgenden Erklärung und Darlegung des Sachverhaltes: Als meinem Vater, Rabbiner Salamon Mahler, die Frage vorgelegt wurde, ob die beabsichtigte Eheschließung des Herrn Tausky mit der Wittwe seines Bruders, die Mutter eines jetzt 9 jährigen Knaben ist, nach jüdischer Halachah irgendwie gestattet sei, da erklärte mein Vater, daß eine solche Ehe nach biblischem u. rabbinischem Gesetze ffreUfT die Bibel erklärt Jene, unter allen Umständen slllkliz Dtlüvllkk die eine solche Ehe miteinander schließen, als chajew korath (d. i. der göttlichen Todesstrafe zerfallen). Wer daher eine derartige Trauung vollzieht, oder einer solchen Trauung Vorschub leistet, vergeht gegen eines der größten Verbote der jüdischen Religion und ist daher als Posche jisrael (Abtrünniger und Ableugner des Judenthums) zu betrachten. Was nun das Aufbieten einer solchen Eheschließung betrifft, so ist dies allerdings nicht ein religiöser, sondern bürgerlicher Akt, der aber, wenn das Ehehiuderniß schon von vornherein bekannt ist, unnütz ist und in dem vorliegenden Fake auch mit dem jüdischen Religionsgesetze als nicht vereinbar betrachtet werden muß, weil dann irgend ein leichtgläubiger Mann auf Grund des Aufgebotes die Ehe vollziehen könnte; es muß daher — so erklärte mein Vater — im vorliegenden Falle das Aufgebot auch alS eine absichtliche Vorschubleistung zu einem Vergehen gegen eines der größten Verbote der jüdischen Religion aufgefaßt werden. Dies ist der thatfächliche Standpunkt meines Vaters in dieser Frage, und so lautete auch die Antwort, welche mein Vater betreff dieser Frage dem Präses der Gemeinde, Herrn Josef Fischer, ertheilte. Herr Josef Fischer verbot denn auch in der That das Ausdieten. Wenn Herr Dr. Julius David dessenungeachtet einmal ausbieten ließ, so that er dies aus eigene Initiative und trifft die Verantwortung hiesür nur ihn, nicht aber Herrn Rabbiner Mahler und auch nicht den Präses, Herrn Josef Fischer. Wien, 2. April 1891. Dr. Eduard Mahler, Assistent der k. k. österr. Gradmessung. Eingesandt. Aus dem Kreis Gießen. Daß der Herr Pfarrer von E. in seiner Eigenschaft als Antisemit noch Kollegen in Oberhessen hat, mag dem Herrn H. damit gesagt sein. Der Herr Pfarrer W. hält bis jetzt noch den Böcke!.'- schen „Reichsherold" und zeichnet sich durch sein Thun und Lassen als echter Judenhasser aus. Sein Kollege Herr Pfarrer G. unterstützt nicht minder die antisemitischen Bestrebungen , wenn auch nicht so öffentlich wie sein Herr Kollege. ür unser Leder- und Häutegeschäft suchen einen Lehrling. Eintritt sofort oder nach den Feiertagen. Samstag geschlossen. 2326) Oebrüder Moos, Konstanz. /£»ttt jung. 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Jeder religiöse Israelit hat die Pflicht, diesen Ehrenmann, der für das gesetzestreue Judenthum lange Jahre gekämpft und für dasselbe, wie auch für die jüd. Schule so viel Gutes gethan, nach Kräften zu unterstützen. Vertrauensvoll richtet derselbe daher seinen Appell an alle edeldenkende, mildthätige Glaubensgenossen, ihm sreuudl. Gaben zur Linderung der Noth gütigst zukommen lassen zu wollen. Schon im Voraus herzlichen Dank mit dem Bemerken, daß die eingehenden Spenden in diesem Blatte quittirt werden. Die Expedition dieses Blattes, welche die Wahrheit des oben Gesagten bestätigt, ist gerne bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und solche weiterzubefördern. Für unser an B"’ity streng geschlossenes Bankgeschäft suchen wir einen Lehnlmg aus guter Familie mit der Berechtigung zum einjährigen Militärdienst. Kost und Wohnung im Hause. Wert hei m a. Main. (2291 _Gebrüder Benarlo. mit der Kurz-, Weißu. 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