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Der Israelit · 1891-02-05 · Heft 11 (5.2.1891) · page 30

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 11 (5.2.1891)
Date
1891-02-05
Page
– (sequence 30)
Language
German
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218 ekannlmachung. nidesunterzeichnete, zur Besprechung von Erez Jisroeil-Angelegenheiten heute hier versammelt, konnten sich der Erwägung nicht verschließen: 1. daß das verehrliche spendende Publikum mit, gar oft vou verschiedenartigen Geschenken begleiteten, Bittschriften aus dem heiligen Lande überschwemmt wird, welche die Lage ihrer Urheber, dieser Beschäftigung ihre ganze Zeit widmender Männer und Frauen, als die allertraurigfte und hilfsbedürftigste darzustellen bestrebt sind, während diese ihre Berufsthätigkeil denselben weit mehr einträgt, als den an Gelehrsamkeit tlnd Frömmigkeit hervorragenden Männern aus der allgemeinen Unterstützung entfällt; 2. daß der Darbenden Biele, welche früher ihre Zeit ausschließlich in den Dienst von niDj/l min gestellt und denen der Gedanke an Briefschreiberei ganz fern lag, durch den Erfolg der Minderwerthigen, welche ihrer ausgedehnten Correfpondenz eine recht schöne Einnahme verdanken, veranlaßt werden, ihrem Beispiele zu folgen, wodurch mnjJi mm T1Ü2 hervorgerufen wird und 3. daß durch das unter 1. und 2. Angeführte die unter dem Namen pnx dpd bekannte Einnahme, an welcher fämmtliche Gemeinden der rn tt'ipn mj? Theil haben, sich immer mehr verringert, indem die mit stark aufgetragenen Farben gemalten Schilderungen der erwähitteu Zuschriften das von Mitleiden erfüllte Herz der Empfänger rühren und sie glauben machen, mit der Honorirung dieser Bittgesuche ihre Spenden recht gut anzntegen und große Wohlthaten zu üben, wodurch der nach Tausenden zählenden, dem Briesschreiben nicht obliegende würdige nrcsn ’TD?n, Wittwen und Waisen in großer Zahl in sich bergenden, palästinensischen Armengesammtheit, die ans den allgemeinen Sammlungen unterstützt wird, großer 4iachtheil bereitet wird und haben es daher als Pflicht erkannt, die Beseitigung dieses Uebelstandes änf das Kräftigste zu erstreben. Demzufolge faßten sie den Beschluß, von mm n"*-), dem Anfänge des zweiten diesjährigen Quartals, an, aus allen denjenigen Ortschaften, deren allgemeine m^-Gelder unter fämmtliche palästinische Armen zur Bertheilung gebracht werden, für Bettelbriefschreiber Spenden zur Beförderung nach dem heiligen Lande nicht mehr entgegenzunehmen, mit alleiniger Ausnahme solcher Gaben, wofür eine Gegenleistung, wie Schiurlernen und dergleichen, beansprucht wird, oder die von den Spendern ihren Verwandten zugewendet werden. An die verehrten Spender und Spenderinnen ergeht nun unsere innige Bitte, die bisher den einzelnen Insassen des gelobten Landes bewilligten Beiträge in Zukunft uns zur Verwendung für die Armengesammtheit Palästina's zuzusenden, wodurch ihre Wohllhateu ungemein an Werth gewinnen und in erhöhtem Maaße himmlischen Lohn finden werden. rankfurt am Main, 12. Kislew 5651. 1890. 24. November Dr. 8. BREUER. NATHAN BAIBERGER, Rabbiner der isr. Neligionsgesellschaft dahier. Districts-Rabbiner zu Würzburg. Dr. L. MARX, Rabbiner der isr. Religions-Gesellschaft in Darmstadt. Die Abgeordneten der Pekidim und Amarkalim der israel. Gemeinden des heiligen Landes zu Amsterdam: M. J. GOLDSCHMIDTSOÄ. LIEPMAN PHILIP PRIN8. J. A. KOOS Beauftragt mit der Ausführung der in der oben gemeldeten Frankfurter Sitzung gefaßten Beschlüsse, bringen wir vorstehende Bekanntmachung hiermit zur Veröffentlichung. IN ft e r - a IN 29. Kstslew 5651. ~ *11. Dezember 1890. Pekidim und Amarkalim der israel. Gemeinden des heiligen Landes zu Amsterdam: M. <le LIMA, Bice-Präses. J. A. llüOS, Secretär. I o h. Wirth'fche Hofbuchdruckerei-Aetien Gesellschaft, Mainz.

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