Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 101 (25.12.1890)
- Date
- 1890-12-25
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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1826 zweifelhaft. Nach den beiden anderen Vorschlägen sollen jüdische Handwerker, Apothekergehilfen und Apothekerlehrlinge, jüdische Gehilfen von Aerzten, Zahnärzte und Hebammen aus allen Orten außerhalb der den Juden zum Wohnorte angewiesenen Gebiete ausgewiesen und Ausnahme nur mit besonderer Erlaubnis des Ministers deS Innern gestattet werden; hiervon find aber die Kinder der Begünstigten ausgeschlossen, sobald sie volljährig werden oder nicht so begünstigte Juden ehrlichen. Frankreich. Paris. Unter schwacher Betheiligung wurden vorige Woche die Herren Jules David, Gerson Fribourg und Julien Hayem dahier, für Havre Herr Victor Blum, für Rouen Herr Wertheimer und für Versailles Herr Wormser als Delegirte erwählt, welche im Vereine mit dem Konsistorium einen neuen Oberrabbiner und einen Rabbinatsassessor für Paris zu ernennen haben. Es werden nunmehr Probepredigten von mehreren Rabbinern gehalten werden. Den Reigen eröffnet Herr Oberrabbiner Alfred Levy in Lyon. Bisher hatte die Gemeinde sechs Rabbinats-Assessoren; es scheint jedoch, da zwei Stellen vakant und nur ein Rabbinatsassessor erwählt werden soll, daß man einen Posten eingehen lassen will; aus welchem Grunde ist uns nicht bekannt. Amerika. Philadelphia, 2. Dezember. Rabbiner Josef Krauskopf sprach sich gestern in einer Predigt über die russischen Judenverfolgungen in einer Weise aus, die allgemeine Sensation erregte, so daß selbst die politischen Zeitungen hierüber ausführlich berichteten. Er stellte sich auf den Standpunkt, daß die russischen Juden in Rußland, ihrem Vaterlande, zu verbleiben hätten. Die russische Regierung dürfe sie nicht vertreiben: die Zeit komme heran, wo alle Nationen genöthigt seien, nicht blos aus Humanität, sondern in ihrem eigenen Interesse, Rußland ein Halt mit seinen Judenverfolgungen zuzurufen. Rußland habe kein Recht, seine Unterthanen andern Völkern aufzudrängen. Washington, 19. Dec. Im Repräsentantenhause beantragte Cummings von Newyork eine Resolution, welche die gegen die Juden in Rußland gerichteten Maßregeln verurtheilt. Diese Resolution soll dem Zaren vorgelegt werden. P a l ä st i n a. Jerusalem. Die heilige Stadt hat einen schweren Verlust zu beklagen; der in weiten Kreisen in Ungarn und auch anderwärts berühmte Rabbi Pinchas Cohn aus Preßburg ist am 27. iwn nach 3sährigem schweren Leiden in ein besseres Jenseits abberufen worden. Derselbe war ein Schüler des tibid onn und des mährischen Landesrabbiners Tre b itsch. Der Verstorbene hat von Jugend an für D'-ion rrfcnstt mujn rrnn in seiner Geburtsstadt gelebt und gewirkt, und erfreute sich der Liebe und Sympathien aller Gemeinde-Mitglieder in seiner Heimath. Seit 17 Jahren lebte derselbe hier in der heiligen Stadt, wo er sich eines nio ov im hohen Maße erfreute. Möge der Allgütige der trauernden Familie, der verlassenen Wittwe mit 5 unversorgten Waisen Trost gewähren. Abraham A. Lövy. Briefkasten der Redaktion. M. H. in K Ihre Arbeiten sind uns willkommen. B in F. Anfragen in religiöser Hinsicht können nach wie vor uns zur Beantwortung eingesandt werden, da der Redaction Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Bondi'"^ in Bezug auf den halachischen und casuistischen Theil zur Seite steht. Anzeigen. Für de« folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. 918 Die Kllbermaren-FMlk ..<1 Lazarns Posen Wwou Frankfurt a. M. empfiehlt ihre künstlerisch ausgestatteten isr. Cultusgegenstände: Ez Chajim, Tas«, Kronen, Chanukahlampen, Besomimbüchsen, Sederdegenstände, Pokale, Weinhumpen etc. etc. und versendet Muster- Hefte nebst Preis-Courante gratis und franco. Verkaufs - Lokalitäten: Frankfurt a. 91., Berlin W., Zeil 46a., im „Hessischen Palais“. Franzos. Strasse 49, im „Faberhause“ Rott: ,, Gerettetmit beschmutztem Titelblatt, 70 Pf. verkaufen, so weit der Vorrath reicht, einige B erend: „Verirrt/8 etwas defect, 20 Pf. Beide Merkchen zusammen bezogen 80 Pf. incl. Porto. Joh. Wirth'sche Hofbuchdruckcrei Actien-Gesellschast Mainz.