Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 71 (8.9.1890)
- Date
- 1890-09-08
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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2 Aufruf;ur Erhaltung der An unsere theuren Glaubensu. Gesinnungsgenossen, an alle, die für die Erhaltung und Verbreitung der heil. Gatteslehre noch lebhaftes Interesse hegen, entsenden wir hiermit unfern brüderlichen Gruß! Es ist eine gar wichtige und heilige Angelegenheit, um derenwillen wir uns an Sie wenden und an Ihre Hochherzigkeit auf's Nachdrücklichste apelliereu! Den Besuchern der "traritr,,, den "nvn mna„ die Mittel zu bieten zur Fortsetzung Ihrer Studien, das müßte wohl zu jeder Zeit als ein verdienstliches Werk bczeichuct werden. Allein um wie viel höher erscheint dieses Verdienst in unserer Gegenwart, wo die orthodoxe Iudenheit in ihren Bestrebungen von den eigenen Glaubensgenossen bekämpft und Schritt aus Schritt gehemmt wird. Man kennt ja das Feldgeschrei der Neologen, welche die Unterdrückung des jüdischen Geistes und der jüd. Lehre sich zur traurigen Aufgabe gemacht! Aber inmitten dieses Kampfes blieb der orthodoxen Iudenheit eine Zufluchtsstätte, wo sie neue Kraft, neuen Muth findet! Diese Zufluchtsstätte heißt "nan^,,. So lauge wir mit gehöriger Hingebung und Opferfrcudigkeit "nia'L",, im Lande unterhalten, wo die "nicrnpn rmn„ gelehrt und sortgepflanzt wird, da brauchen wir gottlob für den Fortbestand, für die Zukunft, für das Erstarken und Erblühen der orthodoxen Iudenheit nicht besorgt zu sein! Nun existiert hier bekanntlich eine äußerst vorzügliche und mnstergiltige Mna’«%, welche von unserem seeligeu Herrn Rabbiner hipd mo nuon pwn fiöK rvn^i ^"jd gegründet wurde. Die Mitglieder unserer Ortsgemeinde ermüdeten nicht, den Armen "Dmna„ eine thatkräftige Unterstützung angedeihen zu lassen. Ja es giebt hier eine Anzahl ausgezeichneter hochherziger Männer, welche diese Unterstützung in doppelter Form leisten, sie gewähren den Bachurim nämlich Freitische und ließen Ihnen überdies auch Geldspenden zukommen. Allein die erforderlichen Summen zur Erhaltung einer zahlreichen na'tp» übersteigen beim doch bei weitem die Leistungsfähigkeit unserer Ortsgemeinde, da aus allen Gegenden, aus Nah und Fern die Bachurim herbeiströmen, um hier aus der Lebensquelle von riNTi min ihren Durst zu stillen. Um nun der drückenden Noth der mn mns abzuhelfcn, ließ rrrfcsi urfcnpn tsn pNjn einen Aufruf ergehen V'in p"a j"n ii3i ’tcnj; ns msjio wort rnn ’"y '"3 pswo bro mnD pmtn /nsmo und dieser Aufruf that seine Wirkung, da alle Freunde des wahren Judenthums und alle Verehrer der Gotteslehre ihre Spenden darbrachten zur Erhaltung der hiesigen naw. Diese edlen Männer werden hierfür eines reichen göttlichen Lohnes theilhaftig werden! Nun hat sich die Anzahl der nanern ya mittlerweile noch wesentlich vermehrt, seitdem unser Ehrw. Herr Oberrabbiner I. Grünwald das hiesige Rabbinat bekleidet, da zahlreiche lernbegierige Jünglinge hierher strömen mn d’d aiwe6i 'n nsi yioie6 .□'3DN3 1'Q'v “ittw mnD insq no’onn 'n nun bw Allein: mm y» ,nop p« dn woher die Mittel zur Erhaltung dieser mn mm, die Tag und Nacht mit unsäglichem Eifer dem Thorastudium obliegen. Wir Unterzeichnete nun, die wir den harten Kampf sehen, den die zahlreichen Bachurim leider Tag für Tag um die dürftigsten Existenz Mittel, um das Stückchen nVoa ns zu kämpfen haben, wir erachten es als unsere heiligste Pflicht, nach dem wir die traurige Sachlage ohne jede Uebertreibung klar dargestellr haben, an den Edelsinn und die Opfersreudigkeit aller derer zu appellieren, die für die Erhaltung, Verbreitung und Erstarkung der heiligen Gotteslehre noch Herz und Sinn haben. Mögen die löbl. Gemeinden, die t6ud mn\ mögen alle tona^a aSi »a»*u sich beeilen, ihr Scherflein beizutragen zu Gunsten unserer vorzüglichen m'ttf'. Sagen doch unsere Weisen: ms nntn :j/"j mm «an nnoty ,D’yy. Man muß vorzüglich die Mittellosen, armen Bachurim unterstützen, da namentlich heute nur diese es sind, die sich dem Thorastudium widmen, mögen die;n ’nt in den Kreisen ihrer Freunde und Bekannten aneifernd wirken, damit auch diese an der Forderung dieses heiligen Werkes sich bctheiligen mögen. Möge jeder einen kleinen inonatl. und wöchentlichen Beitrag bestimmen zur Erhaltung unserer □mnsa nuiiD man! D'yoDn irwi naion rnn, ob mehr oder weniger, jeder möge nach seiner Leistungsfähigkeit zum Gedeihen und Fortbestehen unserer ns’tc” beitragen, nun1? nan »D’dbvi 'pVtf nnv ^siaoi ^ids ''N' naien!omyattf iw 'n uns .p"sb pn ,prn ni’s nt^nwa p"p ns Jsak Ausch nuno msm ’nsj. Ahron Kohn nmD mann ’«S3. Obiger Aufruf spricht so deutlich, so in's Herz dringend, daß wir diesen ap p D»»srn cnsi nichts znzufügen brauchen. Wir sind überzeugt, daß bs rnnrnu mm vrx sich beeilen wird, m miyb xiaV nmsja. Die Redaction. Spenden, die Ihr edles Herz unserer man zukommen lassen wollen, senden Sie gef. an S. Ehrw. Herrn I. Grünwald, Oberrabbiner oder an Herrn Ahron Kohn, Oelfabrikant, Bonyhad Comit. Tolna, Ungarn; auch die Redaktion ist gerne bereit, gütige Spenden in Empfang zu nehmen und wetterzubefördern und in unserem Blatte zu veröffentlichen. Druck der Joh. Wirth'scheu Hofbuchdruckerei-Actien-Gesellschaft, Mainz.