Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1890-06-12 · Heft 46 (12.6.1890) · page 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 46 (12.6.1890)
Date
1890-06-12
Page
– (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2448024-2448068--30177-2477942
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

XXXI. Jahrgang. Qi&tttt Beilage ju.,^46 ües „I8raelit"8-„Irschurun" Literarischer Wericht. •TNO py 'VII'N -flü Man kann in unserer Zeit oft die Klage hören, daß das mvs-Studium nicht mit dem Eifer früherer Jahre betrieben, daß nmb rrnn überhaupt aufgehört und das „Lernen" nur auf jene Kreise beschränkt bleibt, denen es zu ihrem Berufe unentbehrlich ist. Nun freut es nns, wenn wir einer Erscheinung begegneil, wie die, welche soeben unter dem Namen tnd py die Presse verlassen. Der Verfasser ’u nymu -wo ,tid mina Pmann aus Waag-Neustadt ist kein Berufsliterat. Er hat in seiner Jugend die berühmten Jeschiwos von Verbo und Preßburg besucht, und in letzterer von dem großen Chazam-Zofer den ganzen Tractat Gitin vortragen gehört. Die Geistesproducte, die er damals geschaffen und verzeichnet hat und die er als talmudkundiger Privatmann, der die Tage zum Geschäfte und die Nächte zum Thorastudium verwendete, nochmals erweitert und mit Chiduchim zu r^in und vielen niuio vermehrt hat, wünschte er am Abend seines Lebens der Oeffentlichkeit zu übergeben. Zur Sicherung und Ordnung des reichen Materials erkor sich der vielseitig occupirte Geschäftsmann eine junge tüchtige Kraft, den nunmehrigen Bez.-Rabbiner von Novak, der seiner Aufgabe bestens entsprach, und so erblickte das isd tkü i’v vor Kurzem das Tageslicht. Das Werk reiht sich in würdiger Weise den besten neueren Erscheinungen dieser Art an. Immense Belesenheit in der Talmudliteratur, klarer, durchdringender Verstand und systematische Denkweise kennzeichnen den Verfasser, der wie heute selten einer min mit rwi-ip vereinigt. Aber auch der jugendliche Ordner -paxn ann pNiiw p"pn an "s -p*n htnv?' mo verdient alles Lob. Auch hat dieser junge Gelehrte mit Erlaubniß des Verfassers einen Theil seiner eigenen trefflichen n^rm als Anhang beigefügt, die er als Urenkel des berühmten Gaon *pn apy’ mo | und Sohn des berühmten Verboer Rabbiners gleichen Namens apjr antr nannte, welches dem übereinstimmenden, Urtheile der nsn min hoi^ zufolge , niN'pai nismn und dem Verfasser zur höchsten Ehre gereicht. Das Werk wird von dem mit Glücksgütern gesegneten Verfasser armen Lamdanim und Bachurim gratis zur Verfügung gestellt, wofür dem Verfasser öffentlich Dank ausgedrückt sei. Der Rest ist in großmüthiger Weise der nun tnan, der Preßburger Jeschiwah gewidmet und ist gegen Einsendung von einem Gulden bei dem verdienstvollen Vereins-Präses Herrn Leopold Groß, Preßburg, Schloßstraße 68 zu haben. Es sei dieses isd jedem Freunde talmudischer Wissenschaft bestens empfohlen, .nan^n uao nn Zeitungsnachrichten und Correspondenzerr. Deutschland. Aus Bayern erhalten wir folgende Zuschrift: In der jüngsten Nr. des „Israelit" befindet sich eine kurze Besprechung der beiden Werke apy rva und p«n ns, von dem rühmlichst bekannten Gelehrten , Herrn Abraham Bick aus Preßburg, die bei vielen Verehrern des Verfassers jener Werke gerechtes Befremden erregte. Der geehrte Herr Rezensent weiß in den Werken dieses mit wahrhaft staunenswerther Gelehrsamkeit und ungewöhnlichem Scharfsinn ausgerüsteten Gelehrten nichts anders hervorzuheben, als daß die Erklärungen öfters gezwungen sind und das Resultat der vielen aufgewendeten Mühe nicht entspricht. Ein solches allgemein gehaltenes Urtheil läßt sich nicht anfechtcn oder widerlegen, denn es ist ganz individuell, ob Jemand eine Erklärung gezwungen oder einleuchtend findet. Um so mehr sollten solche Urtheile über das Werk eines anerkannten Gelehrten vermieden werden in einem Blatte, welches von Tausenden gelesen wird, und aus welchem Hunderte, die sich selbst kein Urtheil zu bilden vermögen, über die Bedeutung und den Werth eines neuen Werkes sich Belehrung holen. Hier handelt es sich außerdem um ein Werk, dessen Erscheinen nur durch die Unterstützung weiter Kreise ermöglicht wird, deren Freigebigkeit durch ein solches Urtheil in einem angesehenen Blatte möglicherweise eine Einschränkung erfahren und dadurch das weitere Erscheinen desselben in Frage gestellt werden könnte. Angesichts dessen ist die ungünstige Kritik eines solchen Werkes eine Angelegenheit von allgemeinerem Interesse, die alle Jene angeht, die an der Fortsetzung desselben ein Interesse haben. Ich glaube daher, daß es nur dem bewährten Gerechtigkeitssinn der Redaction i j -! -| j. 'ij ’i ■;i ::] l

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.