Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 23 (20.3.1890)
- Date
- 1890-03-20
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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XXXI. Jahrgang. Zweite Beilage M.W 23 in® „Israelit" & „Ieschurun Leitender Artikel. Literarischer Wericht. n iD3 1 * i? n. Leichenreden von Benedikt Hause Dritter Band. Frankfurt a. M. Kauffmann Preis: 1.50 Mk. 8. Diese Leichenreden sind aus Anlässen von Todesfällen in beit Gemeinden, in denen der Vers, gewirkt, entstanden, sie tragen darum das Gepräge tiefer Innerlichkeit und lassen leicht erkennen, daß sie Ausdrücke innigen Gefühles und tiefer Empfindung sind. Das hebt diese Sammlung über alle diejenigen, die ihre Entstehung lediglich dem Studirtische verdanken, und welche uus daher auch kalt lassen. Wir haben hier 18 Reden vor uns, die außer den oben bereits erwähnten Vorzügen noch die einer edlen Sprache und reicher Gedankenfülle besitzen. Wenn der Vers. S. 20 bei der Uebersetzung von Hosea 2.10 den Accent nicht berücksichtigt hat, so gehört dies zu den Jrrthümern, die verzeihlich sind und jedem Autor wohl in die Hände laufen. Die wirklichen Vorzüge, die dieses Buch inhaltlich besitzt, haben in dem Eonflikt, in welchem ich mich zwischen Rezensentenpflicht und Neigung befand, zu Gunsten der ersteren entschieden, ich habe das Buch besprochen, obwohl ich kein Freund von Sammlungen von Leichenreden bin, selbst wenn es gehaltene sind. Zeitungsnachrichten und Correspondenzeu. Deutschland. Elberfeld, 10. März. Gestern Abend feierte unser Wohlthätigkeitsverein — DHDn ni^DJi 'n —, der jetzt cj. 160 Mitglieder zählt, im Hütel Salomon sein 35. Stiftungsfest durch ein von den Comite- und Vorstandsmitgliedern Herren Simon Weyl und Jnlius Daniel vortrefflich arrangirtes sogenanntes Chewraessen. Bei Beginn desselben begrüßte der Vorsitzende des Vereins, Herr Rabb. Dr. Auerbach, in herzlicher Weise die zahlreiche Versammlung,'dankte den Mitgliedern für ihre bisherige Liebesthätigkeit und forderte alle Anwesenden dringend auf, auch in Zukunft reges Interesse für den Verein zu bekunden, auch in Zukunft, der Tendenz des Vereins entsprechend, wahre idh m^DJi den Lebenden und Verstorbenen zu erweisen. Das Vorstandsmitglied Herr Hermann Strauß feierte später in schwungvoller Rede die großen Verdienste des Vorsitzenden, die derselbe sich in den 24 Jahren seiner hiesigen Wirksamkeit um den Verein erworben hat. Hierauf überbrachte Herr W. Hirschfeld dem Verein von Herrn Philipp Freudenberg-Berlin — früherem Präses der hiesigen Synagogengemeinde — herzliche Grüße und die Versicherung, daß er noch nach wie vor reges Interesse für den Verein und die Gemeinde hege, was von den Versammelten beifällig ausgenommen wurde. Nachdem nun seitens des Vorstandsmitgliedes Herrn Leo van Perlstein, dem ältesten Mitglieds und Mitbegründer des Vereins, Herrn Samuel S t eil b erg er, ein Hoch ausgebracht worden war, in welches die Tischgesellschaft begeistert einstimmte, und nachdem noch mehrere Reden, theils ernsten, theils humoristischen Inhalts, gehalten waren, wurde nach althergebrachtem Brauche das Vortragen des pi27i nana versteigert, wodurch eine Gesammt-Eiunahme von siebenhundert und z e h u M a r k zu Gunsten des Vereines erzielt wurde. Herr Max S i mo n, Mitglied des Vorstandes der hiesigen Synagogen-Gemeinde, beehrte nun in seinem Namen und im Namen Aller, die zu der angegebenen Summe beigesteuert hatten, Herrn Rabbiner "Dr. Auerbach mit dem Vortrage des Tischgebetes, der unter herzlichen Daukesworten — in denen er hervorhob, daß ihm noch niemals ein so „kostbares" Benschen übertragen worden sei — dasselbe annahm und verrichtete. Noch lange blieben die Festtheilnehmer in gemüthlicher und fröhlicher Stimmung zusammen und Jeder nahm das frohe Bewußtsein mit nach Hause, daß sowohl in dem Verein, als auch in der Gemeinde bei jeder Gelegenheit noch gern idh gepflegt und geübt wird. W. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Triest. Die „ev an ge lisch e Gesellschaft des Herrn" hat Signor Zaccaria Cavalieri, Director des israelitischen Hospitals, eine größere Anzahl von Bekleidungsstücken.zur Benutzung im genannten Etablissement zugehen lassen. Dieser lobenswerthe und von großer Toleranz zeugende Zug verdient rühmend erwähnt zu werden. Hermannstadt (Siebenbürgen). Am 19. Februar trat unser neu erwählter Oberrabbiner Herr Armin Horovitz sein Amt an. Man hatte demselben einen großartigen Empfang bereitet. In . 'i > - ’! 4 : V : f