Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 22 (17.3.1890)
- Date
- 1890-03-17
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2448024-2448047--29693-2477437- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
402 Asien. Bagdad, im Febrnar. Kürzlich fand die feierliche Jnstallirung des neuen Generalgouverneurs Sirri Pascha statt, wobei der eigens aus Konstantinopel eingetroffene Adjutant des Sultans, Achmed Bey, den kaiserlichen Bestallungsferman verlas. Dieser Feierlichkeit wohnte auch der Chacham- Baschi mit einigen Rabbinern und dem Cultusvorstande an. Sirri Pascha und Achmed Bey versicherten dem Chacham Baschi, daß der Sultan nur das Beste seiner jüdischen Unterthauen wünsche und können dieselben daher stets auf seinen Schutz rechnen. Afrika. Mexico. Ein durch Wohlthätigkeit ausgezeichneter Mann, David B. Abrahams, der Aufseher des Neu-Mexico Correctionshauses, der als Lieutenant des 46. Infanterie-Regimentes den ganzen Secessionskrieg mitgemacht hatte, starb heute in Santa F4. Bor 12 Jahren wunderte der Genannte in Mexico ein und erwarb sich allgemeine Achtung. Eingesandt. Tie verschiedenartige und große Konkurrenz der Geschäftswelt hat es zwar schon dahingebracht, daß ein Verfasser jüd. Werke um Auffindung einer geeigneten Druckerei nicht besorgt zu sein braucht, und wäre es daher einigermaßen auch überflüssig, auf die Eröffnung einer neuen hebräischen Druckerei hinzuweisen; wenn wir es also dennoch nicht unterlassen, müssen uns dabei triftige Gründe geleitet haben, welche wir im Nachstehendeu darlegen wollen. Vor etwa sieben Jahren erließen mehrere hochangesehene deutsche Rabbiner an Förderer süd. Wissenschaften einen „Aufruf" *) um gutherzige Beisteuer zur Errichtung einer Druckerei, durch welche es dem aus seinen unübertroffenen Werken: "nyiD 2nN", „HON maa" rc. in weitesten Kreisen rühmlichst bekannten Gelehrten, Herrn A. B i ck '"ü ermöglicht werde, seine Familie auf ehrbare Weise zu erhalten, sein vortreffliches Werk: „ayiß **) fortzusetzen und dessen Edition zu ermöglichen. Mit Freude wird nun Jeder die Nachricht begrüßen, daß es Herrn Bick durch Unterstützung edelsinniger Glaubensgenossen G. s. §). endlich doch gelungen ist, in den Besitz einer allen Anforderungen entsprechenden Druckerei zu gelangen. Hiermit ist jedoch das Erwünschte, die Gründung seiner Existenz noch lange nicht erreicht; denn die Druckerei sammt dem besoldeten Arbeiterpersonale stehen ohne irgendwelche Arbeit! Es ergeht daher an alle sehr geehrte Autoren jüdischer Werke (sei es in hebräischer, deutscher oder lateinischer Schrift) die ergebenste Bitte, Herrn Bick, Preßburg, Schloßstraße, mit werthen Aufträgen baldigst betrauen zu wollen, indem man hiedurch einem jüd. Gelehrten Gelegenheit und Möglichkeit bietet, sich in anständiger Weise zu ernähren, und, von materiellen Sorgen frei, sich wissenschaftlichen Forschungen widmen zu können. Aber auch abgesehen von dieser großen, mit keinerlei Opfern verbundenen mac, bietet diese Druckerei solche Vorzüge, die eine andere kaum besitzen mag. Herr Bick wird nämlich die Korrektur des Druckes p e r s ö n l i ch vornehmen und ist gerne bereit, die in den Werken airgedeuteten, aber nicht näher bezeichneten Stellen von SODJ, “]"jn und anderen größeren hebr. Werken mit genauester Kapitel-, Vers-, Folio- und Seitenangaben zu versehen, und auf Wunsch auch sprachliche Korrekturen vorzunehmen, welchen Aufgaben sich nur ein immense Kenntnisse besitzender Abraham Bick unterziehen kann! Hiedurch ist also nicht nur die Korrektur de8 Druckes in besten Händen, sondern anch die des Inhaltes einer bewährten Kraft arivertraut, aus welchem Grunde wir es als publicistische Pflicht erachteten, die Aufmerksamkeit der jüd. Literaturwelt auf diese neue Druckerei zu lenken. — Schließlich wollen wir noch hinzusügen, daß in dieser Druckerei allerhand Drucksachen angenommen, aufs vorzüglichste ausgeführt und möglichst billigst berechnet werden. *) S. „Israelit", Jahrg. 25, Nr. 26, 32 u. 33. **) Vorzügliche Rezensionen sind im I. 19, Nr. 32, 48 und Nr. 8 des 24. Jahrganges erschienen. NMgkN. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. ie Verwaltung des israel. Kranken- und Pfründnerhauses in Mannheim sucht eine zuverlässige, selbständige lsmlitW BGH. Reflectantinnen wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse und Angabe ihrer persönlichen Verhältnisse an die Annoncen- Expedition von Rud. Mosse, Mannheim, wenden. [1104 Heidelberg. Pensionat für israelitische Töchter von Hanna Neumann, vorm. Frau Dr. Reckendorf In meinem Institut können noch mehrere! junge Mädchen behufs wissenschaftlicher, praktischer und gesellschaftlicher Ausbildung Aufnahme finden. Näheres durch Prospecte. [1143 "IED Geflügel. geschachtet und gesiegelt von dem urvutf, der unter Aussicht Sr. Ehrw. des Herrn Dr. Lehmann steht. Philipp Umsonst, Mainz, 1288)_2 Dreikronenstraße 2._ Unter meiner Aufsicht gekelterten und gebauten guten Tauberwein (koscher) empfehleich in Füßchen von 20 Liter an ä 60 Pf. per Liter ab hier. Isidor Oppenheimer, 1293 Buchen in Baden.