Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 21 (13.3.1890)
- Date
- 1890-03-13
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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384 Edle Glaubensgenossen! Ein hiesiger sehr geachteter, fronnner und braver Familienvater ist durch ein schreckliches Mißgeschick zur gänzlichen Armuth herabgesuukeu und somit leider der öffentlichen Wohlthätigkeit preisgcgeben. Obgleich seil mehreren Jahren in kärglichen Verhältnissen lebend, gelang es ihm doch, da er im Vollbesitze seiner Gesundheit war und mit unermüdlichem Fleiße arbeitete, von sich und den Seinigen die äußerste Roth abzuhalten, Hun ist jedoch der Bedauernswerthe von einem schrecklichen Unglücke heimgesucht worden. Durch ein bösartiges Gesichtsleiden musste sich derselbe einer schweren und gefahrvollen Operation unterziehen, wobei ihm der rechte Ober- und Unterkiefer, sowie ein Theil des Gaumens herausgenommen wurde. Die Operation war in ihren Folgen furchtbar, da derselbe hierdurch ganz entstellt und der Sprache fast beraubt ist, auch das Augenlicht hat gelitten. In diesem Zustande wird es ihm voraussichtlich für alle Zukunft unmöglich sein, ein Geschäft zu betreiben, um sich und die Seinigen ernähren zu können. Die unglückliche Familie von 8 Personen, welche einst bessere Tage gesehen, befindet sich in Folge dessen in einer unbeschreiblich traurigen Lage, denn es fehlt ihr an Nahrung, an Kleidung, kurz an Allem. Die hiesige (Gemeinde, welche zwar nach Kräften zur Linderung der Roth beigetragen, ist leider nicht in der Lage, die Anforderungen für die Folge in genügender Weise zu bekämpfen. Angesichts dieser großen Rothlage richten wir an alle edle Menschenfreunde die herzlichste Bitte, sich der schwergeprüften Familie durch reichliche Unterstützungen gütigst annehmen zu wollen und wer ein Her; für Unglückliche hat, wird gewiß durch so viel unverschuldetes Mißgeschick zur raschen und thatkräftigeu Hilfe veranlaßt werden. Wenn je eine Familie der Hilfe bedürftig und würdig, so ist es diese Familie. Die Unterzeichneten sind zur Annahme von milden Gaben dankbarst bereit, auch nehmendie Herren Rabbiner Wormser in Gersfeld und I>r. Cahn in Fulda Gaben bereitwilligst entgegen. W ü st e n s a ch s e n , 10. Februar 1890. Maier Nustbaum, Eultusvorsteher. David Schneeberger. 981) Maier Weiler, Lehrer. 2'rD? jri’J nCN. Ueberzeugt, daß vorstehende Bittangabe nach ihrem ganzen Inhalte aus Wahrheit beruht, sowie, daß die leidende Familie der Unterstützung würdig, die betreffende Gemeinde aber nicht der Art situirt ist, dieselbe aus eigenen Mitteln zu unterhalten, vereinigt der Unterzeichnete seine Bitte mit den Obensleheuden. Gersfeld, 13. Februar 3050 (1890). Wormser, DistrictS-Rabbiner. Gerne schließe ich mich der vorstehenden Bitte an und erkläre mich zur Entgegennahme und Weiterbeförderung der eingehenden Spenden bereit. Mögen sie recht reichlich stießen. Fulda, 20. Februar 5650. Dr. M. Cahn. Auch die Expedition dss. Blattes ist gern bereit Gaben in Empfang zu nehmen und weiterzubeförderu. Ungar. Weinhandlung en gros J. Leuchtmaiin, Me». Preislisten und Proben an Weinhändler gratis und franco. Referenzen in Bezug auf mt&'D Sr. Ehrwürdeu Herr Rabb.Dr. Hildesheimer in Berlin. 589) Öfuf sogleich ein in Handarbeit erfahrenes junges Mädchen, welches sich häuslicher Arbeit mit unterzieht, zu größeren Kindern gesucht. 1260 Frau L. Oppenheim Wtve., t^assel, Holländischestraße 6. -mEllerfeld-m Hotel Jfnlk, § 40 Zimmer. — Hausdiener um Bahnhof. Wärterin bei Wöchnerinnen und sonstigen Fällen empfiehlt sich Frau Hannchcn Külsheimcr, 1233) Königsbach b. Pforzheim. ^Ljin tüchtiges gut bezugtes Mädchen iür Küche und Haushalt gegen guten Lohn auf Ostern sucht 895) Nathan Oppenheim, Cassel. Unterzeichneter nimmt Bestellungen auf iste Dualität Maschinen-Mazzoth an; dieselben, von denen 8—10 Stück auf ein Pfund gehen, fiub sämmtlich unter strengstem “(LJOn angefertigt. David Strautz, Mazzen Fabrik. Auf Verlangen bezeuge ich dem Herrn Bäckermeister David Strauh von hier, daß derselbe in Bezug auf iTHEtO und pon (’JiyD HlTrii das vollste Vertraue» verdien! und daß die von ihm angefertigteu Mazzoth PZLF'L DlKf ’^31 mm D1IP am Peßack)seste genossen werden dürfen. I4r Lehmann. ♦nDE 1KD Meinen wertheu Kunden und einem Publikum erlaube mir zu den bevorstehenden Feiertagen mein langjähriges, unter Rabbinatsaufsicht stehendes Colonialwaarengesrhäft in empfehlende Erinnerung zu bringen. 1069 PH. Zinner, Hamburg, Neuer Sleiuweg 97. .ros rz' Iso p W ein-Handlung von B. Friedland in Posen, 76, Markt 76. empfiehlt seine wohlassortirten, als vorzüglich und preiswerth anerkannten, von vielen Fahren abgelagerten echten Oberungarweine herb, mild und süß, von 1 Mark 50 Pf. au aufwärts, mit dem des Rabb. Herrn Dr. Feilchenfeld und bittet um geneigten Zuspruch. Um gut bedienen zu können, ersuche ich höfl. meine geehrt. Kunden ihren Bedarf rechtzeitig decken zu wollen. 1178 Brüssel. Israel. Internationales Pensionat. Handels- und Sprach - Institut. 168 —170 Chaussee d'Erterbeck lgegründet im Jahre 1863). 4 Medaillen erster Klasse. Zu Ostern werden Plätze für drei neue Zöglinge frei. Frühzeitige Anmeldungen werden erbeten. 1171 Der Director: Prof. L. Kahn. t£in j. Manu kann in die Lehre treten bei I Holzmann, D'TlD “ID1D, 977) Buchhändler, Karlstadt a. M. Verantwortliche Redaction: Dr. Lehmann in Mainz. — Expedition des „Israelit und Jeschurun" Schottstr. Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der I o h. W i rth'schen Hofbuchdruckerei-Actien-Gesellschaft in Mainz.