Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 8 (27.1.1890)
- Date
- 1890-01-27
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2448024-2448033--29416-2477146- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
140 Die Synagoge Beth Jakob im nsiiro TDnn mW in Jerusalem, ein wahrer Riesen- und Prachtbau der heiligen Stadt, erregt nicht nur die Bewunderung aller Pilger und Touristen, die das hl. Land besuchen, sondern erhebt das Herz jedes 'IW, der hier eintrifft, da sie im wahren Sinn des Wortes ein üj?0 lIHpD, ein kleines Heiligthum repräsentirt. Zum erstemnale ist leider jetzt der gefertigte Synagogen - Vorstand gezwungen, um Erhaltung dieser heiligen Stätte an die Mildherzigkeit unserer wohlthätigen Glaubensgenossen, die noch Sinn und Pietät für Zion und Jerusalem haben, appelliren zu miissen. Die Synagoge muß nämlich, da der Ban durch Zeit und Witterungsumstände sehr angegriffen und ruinirt ist, gänzlich renovirt werden. Früher pflegte uns Sir Moses Montefiore und ein anderer englischer Wohlthäter alljährlich einen ansehnlichen Beitrag zur Miterhaltung des Gotteshauses und n’3n p“13? zu übersenden. Seit dem Heimgang dieser Edlen Israels konnte nicht nur an eine RenovUung nichtmehr gedacht werden, sondern wir haben, da. die hiesige;üd. Bevölkerung äußerst arm ist und die Einnahme für Sitzplätze und ni’ty kaum den Gehalt der Vorbetcr an den D’jou D'O* zu bestreiten vermag, um die allernöthigsten Ausgaben für Beleuchtung, Reinigung und Bedienung auf's Schwerste zu kämpfen. Der Synagogendiener muß im wahren Sinne des Wortes jeden Freitag von einem jüdischen Laden zum anderen betteln gehen, um das -)1ND^ )£5P auf ttHip n2tP zusammenzubringen. Nun hat sich wohl eine edle und fromme Frau gefunden (der Name dieser Edlen ist Miß Sara Dawis aus New-2)ork), welche den Betrag von Frs. 1200 N'3N pN37 gespendet, und das Renovationswerk wurde begonnen; bei Anfang desselben stellte es sich aber heraus, daß diese Summe bei Weitem nicht ausreicht, die weitgehende Arbeit auszuführen, wir mußten daher ein Darlehen von 100 L Sterling unter persönlicher Garantie und hohen Zinsen aufnehmen, da auch ein hohes Gerüst hergestellt werden muhte, um innen bis zu der 35 Meter hohen Kuppel des Baues gelangen zu können. Mit größter Verlegenheit stehen wir daher den Schuldforderungcn gegenüber und haben auch keine Aussicht für die übrigen Schuldforderungen der Synagoge. Unsere tiefgehende Bitte ergeht daher an alle Edlen Israels, uns ihre Hilfe i03in mipn d^ljtvd BHpc irp^N rva DDimi zukommen zu lassen, wie beim mögen auch hier Männer und Frauen für diesen heil. Bau beitragen n"33 j*odn psi si'L nyitra forD “Ip3>i '*i DjnjD nir6 dt’ n* nism. Jerusalem, im Thebet 5650. Der Borstand der Synagoge Beth Jakob 1'Din mw 1J’3“I n3*nri3 in Jerusalem: (379) Ahron Brnkenstein I. M. Salomo«. Auch wir sind gerne bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und weiter zu befördern. Die Exped. deS „Isr. u. Jesch. Mukvukl riuv eines langjährig bestehenden, feinen, wohlbekannten isr. Tochter-Pensionates in Berlin wird eine geeignete Dame mit Vermögen gesucht. Adr. u. P F Postamt Linden, Berlin. (473) Purim-Almänach. enth. äußerst amüsante Lustspiele u. Declamationen. I. Samml. SO Pfg. II. Samml. Sv Pfg. HI. Samml. 1 Mk. Nur gegen vorher. Einsend. d. Betrages (auch in Briefmarken) z. bez. durch A. Goldschmidt, Buchhdlg., Hamburg. (469) ür die hiesige Gemeinde wird zum ersten April dss. Jahres ein unverheiratheter Schächter und Vorbeter gesucht. (464) Lübz i. M. S. Lazarus. ür einen kleinen Haushalt zum baldigen Eintritt ein isr. Mädchen gesucht, welches kochen kann und Hausarbeit versteht. Wäsche außer dem Hause. Off. u. Chiffre 0 20 mit Abschrift etwaiger Zeugnisse nimmt die „SolingerZeitung", So li n g en, entgegen._(470) ür mein am ü"’i rDI# streng geschlossenes Manufactur- und Confeclionsgeschäft suche zum 1. April einen Lehrling mit guten Schulkenntnisseu. 475 E. Elsberg, Hamm i. W. Wonfurt. Wiederum hat der Tod eine schmerzliche Lücke gerissen in die Reihe der wahrhaft frommen Frauen. Am rott i"D p"b7 verschied hier Frau Karoline Reich, eine nVdt im schönsten Sinne des Wortes. Die Verblichene war eine Zierde und ein Segen für ihre Familie, wie für die Gemeinde. DHDn rrray min diese drei Grundp feiler der Welt im Großen, sie waren die Grundsäulen ihrer Welt im Kleinen; an der min Gotteslehre hatte die Dahingeschiedene herzliche Freude und Jedermann, insbesondere aber die Thoralernenden, wußte sie zu achten und zu ehren. Mit besonderer Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit lag sie dem Gebete, sowie allen religiösen Pflichten ob, Wohlthätigkeit in Rath und That übte sie nach Kräften. Geduldig, ganz ihrer frommen Lebensart entsprechend, trug sie ihr Leiden, bis der Tod ihr nach nicht ganz 73 jähriger Lebenszeit die Erlösung von allen Erdenqualen brachte. Möge der Dahingeschiedeneu in der Welt „des Guten" der Lohn für ihre guten Handlungen in reichstem Maße zu Theil werden und mögen die um sie trauernden Kinder, Enkel und Urenkel Trost finden in dem Bewußtsein: n3"ob p'*1L “13* „Das Andenken des Frommen wirs stets ein gesegnetes bleiben." G. <^ie hiesige Lehrer-, Vorbeter- und Schächterstelle, verbunden mit Filiale nächster Bahnstation Rieneck, ist wieder vakant u. soll sofort besetzt werden. Bewerber um dieselben wollen sich gefall, an den Unterzeichneten Vorstand wenden, welcher sich zu allen diesbezüglichen näheren Aufschlüssen bereit erklärt. (460) Burg sinn, 25. Jan. 1890. Aron Heidelberger, Kultus-Vorstand. Für ein sehr hübsches, gebildetes und in Wirthschaft tüchtiges Mädchen vom Lande (Großh. Baden), aus guter Familie, wird eine passende Parthie gewünscht. Mitgift 12000 Mk. Geeignete religiöse Bewerber aus Süddeutschlaud mit ausreichendem Einkommen werden ersucht, ihre Adresse unter Darlegung der Verhältnisse unter Chiffre A M 459 an die Expedition dss. Blattes einzusenden. Die Angabe von Referenzen ist erwünscht. Verantwortliche Redaction: vr. Lehmann in Mainz. — Expedition des „Israelit und Jeschurun" Schottstr. Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirth'schen Hösbuchdruckerri-Actien-Grsellschast in Mainz.