Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 23 (1882)
- Issue
- Heft 22 (31.5.1882)
- Date
- 1882-05-31
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
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555 Reichenbach bei Würzburg. *npimi "iro Itnip rütff Di’3 sollte für unsere ganze Gemeinde ein Tag der Trauer werden; denn an demselben hauchte eine mPN ihre edle Seele aus. Frau Fanni Heß, die Gattin von Jsaac Heß daselbst, erlag ihrem vierwöchentlichen Leiden im 81. Jahre ihres segensreichen Lebens. Wie sie gelebt, stillen, stets heiteren, Gott ergebenen Gemüthes, entschlief sie sanft zur irdischen Ruhe, utp&o müJJ n*?BJ ’D IX «Wehe, die Zierde unsrer trauen, ja, unsrer Gemeinde, ist nicht mehr." So klagt nicht nur die kleine, jüdische Gemeinde, sondern auch die christliche. Jeder, der sie gekannt, hatte eine Throne für sie; derzn weit hinaus über ihren engen Wirkungskreis war sie bekannt als b’imtffrt, als eine Frau, wie sie in früheren Zeiten noch häufiger in Israel gefunden wurden, voller Gottesfurcht und Nächstenliebe. Nicht allein stets bereit, selber gerne zu gebenhat sie es nicht verschmäht, für Andere zu fordern, um fremdes Leid zu mildern. Wo es galt, häusliches Elend zu lindern, war sie die Erste. Rath und That suchte und fand Jeder bei ihr. Die fremden Armen fanden bei ihr, in ihrem Hause Essen, Trank und Lagerstätte. Selbst für Gemeinde-Angelegenheiten sorgte sie, wie durch ihre besondere Vermittelung eine nipo nach m hergestellt wurde, nachdem die frühere nicht mehr benutzt werden konnte. Ihrem Gatten eine sanfte, treue, ergebene und sorgsame Gefährtin, war sie, die selbst nicht mit Kindern gesegnet war, eine Mutter der ganzen Familie, Rathgeberin und Helferin in der ganzen Gemeinde, ohne Unterschied der Religion. In warmen, tiefempfundenen Worten gedachte ihr von Treuchtlingen hierher geeilter Neffe, Lehrer Heß, des tiefen Wehes und Schmerzes ihres Gatten, der ganzen Familie und der Gemeinde über ihren unersetzlichen Verlust, sowie ihrer wahren Frömmigkeit und ihrer hohen Tugenden. Wenn auch sie leiblich von uns geschieden, so bleibt ihr Andenken ein dauerndes, ein gesegnetes. Ihr Vorbild werde noch lange leuchten in der Gemeinde. Herr Lehrer Friedlein führte am Grabe in schöner Weise aus, daß sie jene Tugenden ntü nDJDH, D *?in “)ip3, O’miN HDJDn, IDH sich im höchsten Grade zum Eigenthum gemacht und sie stets mit vollem Herzen geübt. So möge denn die theure Entschlafene bei ihrem himmlischen Vater, dem sie hienieden mit ganzem Herzen anhing, ihre Ruhe finden und den Lohn empfangen, den sie sich durch ihre vielen v'3M O'lppv gewiß erworben. Ihrem Gatten, der tiefbetrübt ihr nachweint, gebe der Allerbarmer den rechten Trost. In unserm Herzen und im Herzen Aller, die sie gekannt, hat sie sich ein Denkmal gesetzt, dauernder als <L>tein und Erz nD~)D"? rpnn runoi. Ihr Andenken wird stets ein geseguetes sein. (2040 Annonce. Ein tüchtiger Religionslehrer, sem. eram., guter Chasan und Schochet, ausgezeichneter NTp PyD sucht Stellung. Offerten unter Nr. 2154 an die Erpedition d. Bl. Bur Aufnahme vou Zöglingen mit Nachhilfe in allen Lehrgegenständen und von jungen Herren oder Damen, die in Geschäften placirt sind und sich außerdem etwa noch im Klavierspiel und in der französ., engl. u. italien. Sprache auszubilden wünschen, empfiehlt sich m billigem Preise die Pension Fiebermann in Frankfurt a. M., 2140) Mainstraße 20. as seit 60 Jahren von den feinsten und frommsten Gästen besuchte Israel. „Hotel Schwed" in Bad Kisstngen ist vielen Wünschen entsprechend vergrößert nnd mit hübschen Balconzimmern u. Salons versehen worden und kann in jeder Hinsicht empfohlen werden. (2145 in junger Mann, der den Viehhandel gilt versteht, wird gegen entsprechend höheres Salair sofort gesucht. Offerten bitten unter Chiffre LI 2125 an die Exped. d. Bl. zu richten. Guten holländischen versendet gegen Nachnahme pr. Pfd. 65. Pf. Joseph Abraham Spier. 2156) Ealcar, Kirchplatz. Gesucht für ein frequentes jüdisches Eafö und Hotel, in welchen: bessere Gesellschaft verkehrt, ein junges, jüdisches Mädchen aus g n t e r Familie, dem unter äußerst günstigen Bedingungen Gelegenheit geboten ist, iin Umgang sowohl als aitch im Kochen unter strenger Aufsicht der Wirthin, sich auszubilden. Offerten erbittet man unter „Baden" Nr. 2114 an die Erpedition dss. Bl._ ür ein junges isr. Mädchen, das eine höhere Töchterschule mit bestem Erfolg absolvirte, in deusicher, sranz. u. engl. Sprache, Musik, sowie allen Handarbeiten gut bewandert ist, wird eine stelle für Ladenllnd Hausarbeit oder «lieft zugleich zur Nachhilfe für Schüler in gllter, religiöser Familie gesucht. Offerten unter Nr. 2147 befördert die Erpedition dss. Bl. Bekanntmachung. Aus dem Recha-Leiser'schen Legatensonds kommt demnächst eine Aussteuer von 900 Mk. zur Berwenduug. Anspruch darauf haben unbescholtene jüdische Bräute aus den Familien der weil. Eheleute Gumpel Leiser von hier und seiner Frau Recha, geb. Worms auS Frankfurt a. M. Bewerberinnen wollen sich baldigst und spätestens bis 1. Juli d. I. an den Herrn Gemeinde-Secretär Jacob Hoffmann hieselbst wenden, bei dem auch die näheren Bedingungen zu erfragen sind. Hannover, den 26. Mai 1882. Der Vorstand der Syuagogen-Gemetrrde. 2135) Dr. Cohen. c^ie mit einem Gehalte von 600 Mk. und Accidenzien im Betrage von 4—500 Mk., verbundene Stelle eines Religionslehrers, Cantors und Schächters in Roth- Malsch, soll baldigst wieder besetzt werden. Qualifizirte Bewerber wollen ihre Meldungen und Zeugnisse innerhalb 14 Tagen an den Unterzeichneten senden. Bruchsal, den 26. Mai 1882. »r. I. Eschelbacher, 2126)Bezirksrabbiner. <^urch die Berufung unseres Predigers Herrn Dr, Cohn nach Bonn wird die hiesige Prediger und Lehrerstelle am 1. Juli d. c. vakant. — Bewerber, die ihre akademische Bildung Nachweisen können und zu rabbinischen Funktionen befähigt sind, wollen sich schriftlich an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Das Einkommen beläuft sich aus Mark 1800 — Fixum außer Neben-Revenüen. Oels i. Schles., im Mai 1882. Der Synagogen-Borstand der Gemeinde Oels i. Schles. (2137 Ein junger Mann, Israelit, Mitte der zwanziger Jahre, aus anständiger Familie, momentan Gesäftsführer in einem größeren Eonfections-Hause, dessen Wunsch es ist, sich 'gegen Ende dieses Jahres in einer größeren Stadt Deutschlands selbstständig zu machen, sucht, gestützt auf prima Referenzen ans diesem Wege eine Lebensgefährtin aus anständiger Familie mit Vermögen. Gefällige Offerten unter Chiffre A 694 beförderdert die Annoncen-Expedition von G. 8, Daube & Co. in Leipzig. /lkin älteres anständiges Fralienzimmer wird auf sofort als Haushälterin für einen älteren einzelnen Herrn aufS Land gesucht. (L134 Offerten beliebe man schriftlich an Herrn Heinrich Mayer, Oberingelheim zu richten. *