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Der Israelit · 1882-01-23 · Heft 4 (23.1.1882) · page 24

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 4 (23.1.1882)
Date
1882-01-23
Page
– (sequence 24)
Language
German
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100 (Eingesandt.) ^^aß die 25jährige Amtsjubelfeier des Görlitzer Synagogen - Predigers Herrn Dr. Freund am 27. Dezember 1881 auch musikalischerseits von ausgezeichnetem Eindruck gewesen, verdient hiermit noch ganz besonders hervorgehoben zu werden, indem ein gut heraugebildetes, freundlich verstärktes volles Chor und Orchester zu Gebote standen, als dessen Seele wir den Obercantor und Lehrer, Herrn M. I. Scherhey, in seiner gleich tüchtig bewährten Eigenschaft eines feingebildeten, trefflich stimmbegabten Bass-Bariton - Sängers und ebenso gewissenhaften und geschickten Dirigenten rühmend zu verzeichnen haben. Deinnach fanden wir das Festprogramm, welches mit dem feierlichen „Boruch habbo" von L. Lewandowsky chorisch begann, weiterhin dessen stimmungsvollen 116. Psalm unter musterhaft gelungener solistischer Mitwirkung des Dirgenten, Herrn Scherhey, die andächtige Versammlung wesentlich interesfirte, auch in seinerweiteren Fortsetzung, nämlich drei Männerchöre: 1) „Heil klingt dem Jubilar." Chor nnd Baryton-Solo < von Herrn Scherhey hinreißend^ herzvoll und schöngesungen), als eigene mit unvergeßlichem Ausdruck vorgetragene Composition; 2) „In gottgeiveihten Hallen" von Grobe; 3) „Die Ehre Gottes" von Beethoven mit Orchester, und 4) als imposanten Schlußmannscript „Halleluja" nach Psalm 15V für vollen Chor und Orchester von L. Lewandowsky durch würdevolle Ausführung den tiefgehendsten Eindruck zu hinterlassen berechtigt. Herrn Ad. Scherhey gebührt die vollste Anerkennung und der herzlichste Dank der Gemeinde sowohl als der feierlichen Festversammlung für seine ausgezeichneten, tiefergreifenden sollstischen und zugleich schwungvoll bethätigten directorialen Amtslerstungen, welche für geistige Erhebung einen bedeutsamen Faktor bildeten. Dem Componisten L. Lewandowsky begegnen wir in derselben Hochachtung für sein hier zum ersten Male in trefflicher Ausführung gehörtes, glanzvolles „Halleluja", ebensowohl einschließlich seiner zahlreichen, weithin veiehrten und der weitesten Verbreitung werthen Tempelwerken. (296 Görlitz, Januar 1882/ Der Königl. Musikdirector W. K. llacan;. Die Cantor- und Schächterstelle an der hiesigen, jüdischen Gemeinde wird mir dem I. Mai d. I. vacant, und soll anderweit besetzt werden. Das jährliche Einkommen beträgt circa 1200 Mark. Reflectirende, qualisicirte Bewerber belieben sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse bei dem Unterzeichneten Vorstande;i? melden. Kosten werden nicht erstattet. Usch (Provinz Posen), 15. Januar 1882. 301) Der Korporations-Vorstand: Tobias. Lehrer-Gesuch. Eine kleine Gemeinde des Rheinlandes sucht zu April einen Elementar- und Religionslehrer nnd rr»s. — Besoldung 900 Mark, Nebeneinkoinmen 2—300 Mark. — Bewerbungen wolle man unter Einsendung von Zeugnißabschristen an den Unterzeichneten richten. (232 i Rabbiner Di*. Plato, Cöln. j CViir einen jungen Mann, der seine Lehr-! Ij zeit in einem Schnittivaarengeschäst be-! endet hat, wird eine Stelle als Commis! per 1. Mär; gesucht, und erbittet man gest. j Offerten an die Expedition dss. Bl. unter - Nr. 299 zur Weiterbeförderung gelangen! zu lassen. ' 1 In unserer ®emeinbe ist die Stelle eines Cantors u. Schächters zum l. April er« zu besetzen. Das Einkommen beträgt circa zwei Tausend Mark. Bewerber wollen sich unter Beifügung ihrer Zeugnisse schriftlich an uns wenden. Nur die von uns Berufenen werden zu Probeleistungen zugelassen. Reisekosten werden nicht vergütet. Crpne a. d. Brahe, im Januar 1882. Der Borftand der ^Synagogen» Gemeinde. 820 Alexander Cohn. . 02et einer Herrschaft, wo die Mädchen 10 u. 12 Jahre blieben, wird zum 14. Mai gegen hohen Lohn ein israel. religiöses junges Mädchen, welches perfekt bürgerlich kochen kann, gesucht. 322 Offerten erbeten an Frau Bertha Heß Wwe., Schulstraße 2, Hamburg Aür mein Samstag und Feiertage geschlosse- O nes Manufacturwaarengeschäft sucben einen Lehrling mit guten Vorkenntnissen u. schöner Handschrift zum baldigen Eintritt. 317 K I. CahN in Hanau. <7Uür mein Lumpen-Geschäft suche ich einen (5 ordentlichen jungen Mann von braven Eltern. Guter Lohn, Kost und Logis im Hause. (328 ®. Tobias, Hattingen a. Ruhr. Uns clor FriederikeIVothmann’- f* sehen Stiftung zu Benthen (0. - 8.) ist zur .Aussteuer-Unterstützung an eine würdige, jüdische Braut der Betrag von 180 M. statutenmässig zu vergeben. Bewerberinnen aus der Familie der verstorbenen Frau Friederike Nothmann geb Apt, oder des Kaufmanns Simon Notbmann zu Beuthen (0.-8.), gleichviel wo solche ihren Wohnsitz haben, oddr auch dieser Familie nicht ungehörige Bewerberinnen, sofern sic im hiesigen Svnagogenhezirk wohnhaft sind, wollen ihre schriftlichen Gesuche baldigst an den Unterzeichneten gelangen lassen. Beuthen (0.-8.), im Januar 1882. Das Curatorium. 319) Simon Nothmann i. A. nOD 7P Zwetfchen per Ceiitiier, sowie per Pfund I. Qualität, zu haben bei L. Klein jun. in Brünau bei Gerolzhoseu, 323) Unterfrauken. Laut Telegramm find die Hamburger Postdampfschiffe: „Silesia", am 28. v. M. von Hamburg, ist am 14. d. M. in Newyork angekommen. „Weftphalia" am 29. v. M. von Newyork. ist am 12. d. M. hier eingetroffen. „Rhenauia" am 31. v. Dl. von Newyork, ist am 15. d. M, in Hamburg eingetroffen. „Suevia" am 11. d. M. von Hamburg, ist am 14. d. M. von Havre nach New- Dork weirergegangen. „Albingia" am 23. v. M. von Hamburg, ist am 12. d. M. in St. Thomas eingetroffen. „Thuringia" ist am 13. d. M. von St. Thomas nach Hamburg abgegangen. „Bavaria" am 14. d' M. von Westindien in Hamburg eingetroffen. „Saxonia" am 9. d. M. von Hamburg, .am 13. d. M. von Havre nach Westindien weitergegangen. „Valparaiso" am 11. d. M. von Hamburg in Bahia augekommen. „Argentina" am 11. d. M. von Lissabon nach Brasilien wertergegangen. „Hamburg" von Brasilien nach Hamburg, am 14. d. M. Dover passtrt. „Rosario" von Hamburg nach Brasilien, am 14. d. M. in Lissabon angekommen. Hamburg, 16. Januar 1882. Beraniwortliche Redaction. Dr. Lehmann in Mainz. — Verlag und Expedition der „Israelit" große Bleiche 45. I. GattSleben'S Buchdruckers! (Mainzer Anzeiger).

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