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Der Israelit · 1881-10-19 · Heft 42 (19.10.1881) · page 28

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 42 (19.10.1881)
Date
1881-10-19
Page
– (sequence 28)
Language
German
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1064 X) Bitte um Unterstützung. Bsr mehreren Wochen hat ein israelitischer Handelsmann in Geisig (Amts und Post Nassau), Namens Samuel Strauß, in Folge betrügerischer Wechselgeschäfte und um sich der ihm drohenden Hast und Untersuchung zu entziehen, das Weite gesucht und hat seine brave, an diesen Vorkommnissen gänzlich unschuldige Frau mit seinen vier Kindern, von denen eines noch in die Schule geht und ein anderes das schulpflichtige Alter noch nicht erreicht hat. in durchaus trauriger, u. hilfloser Lage zurückgelassen. Der Frau ist alles bis auf weniges Nothdürftige gepfändet; ihr Vater ist ein Greis von 80 Jahren und die Geschwister find ebenfalls nicht in der Lage weiter für sie zu sorgen. Bon den beiden ältesten Kindern ist zwar der Sohn 10 Jahre alt, allein es fehlen ihm, um das Handelsgeschäft seines Vaters zu betreiben, außer der nöthigen Erfahrung auch die Mittel und durch die Ausführung seines Vaters auch das Vertrauen. Die schwer bedrängte Frau läßt deßhalb durch den Unterzeichneten ihre vermögenden Glaubensgenossen, so hart ihr dies auch ankommt, recht herzlich bitten, ihrer in solcher Noth und Trübsal doch mit gütiger Unterstützung gedenken zu wollen. Indem ich diesen Hilferuf recht dringend befiirwotten möchte, bitte ich die eingehenden. Spenden an die Expchition d. Bl. welche darüber quittiren wird, zur Weiterbeförderung geneigtest einsenden zu wollen. (3709 Dornholzhausen, Post Nassau, 12. October 1881. Haue,', Pfarrer. Am 10. Septem d. I. ist in Raibach ein Mann dahingrschieden, dessen Verlust nicht nur von seiner Familie, sondern auch von seinen Bekannten, sowie von den Armen aller Konfessionen schwer empfunden wird. Herr Zodick Rapp, so hieß der Verblichene, war ein schlichter, strebsamer Handelsmann, der mit unermüdlichem Fleiße und gesegnetem Erfolge in Niedlich- und Rechtlichkeit seinem Gewerbe oblag, dabei durch wahre Frömmigkeit und klaren, hellen Geist ausgezeichnet war. Vor 80 Jahren erbaute die Raibacher Gemeinde durch die Bemühungen des schon vor längerer Zeit Heimgegangenen Herrn Abraham Rapp (ein Bruder des Dahingeschiedenen) eine schöne Synagoge. Seit jenen Tagen schmolz jedoch in -Folge der inzwischen eingetretenen Freizngigdie Gemeinde bis auf sehr wenige Familien herab. Auch dem Hingeschiedenen wurde aus materiellen Gründen von seinen Angehörigen zugeredet, seinen Wohnort mit einem anderen;u vertauschen; hiervon ließ er sich jedoch von der Erwägung abhalten, daß mit seinem Wegzuge der Gottesdienst in der Synagoge eingestellt werden müßte, zumal da die wenigen Familien nicht im Stande waren, einen Beamten zu besolden u. er die Functionen eines Vorbeters an Sabbath. Feier- und Festtagen versah. Seine Frömmigkeit gipfelte aber in seinem außergewöhnlichen Wohlihätigkeitssiitn, wo es Thränen zu trocknen und Noth zu mildern galt, säumte er nicht, soweit dies in seinen Kräften stand, Hülfe und Beistand zu leisten. Seinem e len Herzen genügte es jedoch nicht, nur das Elend in seiner Umgebung zu lindern, sondern wo wo und wann er in den Tagesblättern Aufrufe zur Unterstützung Armer und Bedrängter las, mochten diese in noch so weiter Ferne wohnen, beeilte er sich, reichliche Beitrage an die bezeichneten Sammelstellen zu senden.. Herr Zodick Rapp starb in seinem 03. Lebensjahre und wurde am 12. Sept. unter sehr zahlreicher Begleitung seiner Freunde und Bekannten zu Grabe getragen. In der ihm an der Bahre gehaltenen Leichenrede wurden seine Verdienste nach jeder Seite hin in angemessener Weise gewürdigt, indem der Redner seinen Worten den Ausspruch unserer Weisen zu Grunde legte: „Auf der Lehre, dem Gottesdienste und dernWohlthätigkeit besteht die sittliche Weltordnung" und zu Schlüsse äußerte, daß die „die Wohlthätigkeit" den Heimgegangenen vom Tode des Vergessens gerettet habe Nun der Dahingeschiedene wird gewiß Allen in Erinnerung bleiben, die ihn gekannt, wie Allen, die seine Milde empfunden haben, die seine Wohlthätigkeit erquickt hat. (3712 Im October 1881. Mehrere Freunde des Verstorbenen. Lehrerstelle-Bacanz. Von hoher Königl. Regierungskammer des Innern zu Würzburg wurde die Verbindung der Religionslehrerstette und Vorsängerdienst mit der Schächtersunction genehmigt, und war daher zur Besetzung bis zum 10. 'November d. I. ausgeschrieben. Der Gehalt beträgt per anno: an Fixum . . . Mk. 577. — an Theuernngszulage . Mk. 173. — Summa: Mk. 750. — Außerdem 3 Steer Scheitholz und 100 Wellen Reinig, sowie freie Wohnung. Nebenverdienste gut. Bewerber wollen unter Vorlage der Zeugnisse ihre Meldungsgesuche bei'dem Unterzeichneten einreichen. Höchheim bei Königshosen i. Grabseld (Bayern), 12. October 1881. Der I. Vorstand: 3701)_D. Kahn. £7Sie Synagogengemeinde Elsdorf suchr pr. 1 Rovbr. einen geprüften Lehrer und Chntor. Gehalt WO Mk. nebst freier Wohnung und Garten. Refle«,tauten wollen ihre Zeugnisse an Unterzeichneten einjchicken. 3705) Der Vorsteher D. Hirsch. Zur Abhaltung von "TO Hochzeiten empfiehlt sich bestens 3700) Rheinischer Hof, H. 02711) Heidelberg. /Hin tüchtiger, junger Mann (Israelit) von VZ' 21 Fahren, welcher über seine bisherige Thätigkeit die besten Referenzen Nachweisen kann, wünscht einen Reiseposten für ein Fabrik- oder Engros - Geschäft. gleichviel welcher Branche, zu übernehmen. Es wird mehr auf dauernde Stellung mrd gebührende Behandlung als hohes Salair gesehen. Offerten beliebe man zur Weiterbeförderung an die Exped. d. Bl. unter Chiffre 7. K. Nr. 3703 gelangen zu lassen. Lehrling zum sofortigen Eintritt gesucht. Frankfurt a. M. S. K. Hochschild, 3009) Getreidehandlung. ^>ür einen j. Mann, 15 I. alr, mit Be- O rechtignng z, Einjähr.-Dtenst wird eine Lehrlingstclle in einem guten Waarengeschäst ges., wo Sonnabends geschlossen. Kost n. Logis im Hause des Ehess. Gef. Offerten an M. D. Pintscher, Altona. (3707 /Hin israel. starker Metzgerlehrling findet pr. 1. November Stelle. Geschäft Schabbos und Feiertage geschlossen. (3719 Meizqer David Bier in Eöln.M Verantwortliche Redacliou: Dr. Lehmann in Mainz. — Verlag und Expedition des „Israelit" grone Bleiche 45. I. Goltsleben's Buchdrucker« (Mainzer Anzeiger!. Die 1ia:r o tfi Die U'UCUt' Wie - tinnu Verl Sie: 'uuiUd innig peil. xeml 'cuillet '«Inno :i irf uuille! '.löst ^eltsl :;ibem nnb u icör u tariibe 3erfefi Qi

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