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Der Israelit · 1881-07-20 · Heft 29 (20.7.1881) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 29 (20.7.1881)
Date
1881-07-20
Page
– (sequence 22)
Language
German
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742 (Eingesandt.) Auf den in der Beilage zu Nr. 26 des „Israelit" gebrachten, vori Treysa eingesandten Artikel mit der Unterschrift „II. p. m." sehen wir uns moralisch gezwungen, Folgendes zu entgegnen: Ter ganze Artikel zeigt von einer Lieblosigkeit, wie sie nicht schlimmer gedacht werden kann. Theilwerse sind auch die Thatsacheu, welche der Versasser zur Erreichinig seines Zweckes ansührt, m keineswegs wahrheitsgetreuer Fassung angeführt worden. Der Zweck, welchen der Verfasser rinter dein Deckmantel der Liebe zu unsrer heiligen Religion erstrebt, scheint uns nur der zu sein, unseren hochbetagten, im Dienste der Schule ergrauten Lehrer zu bewegen, sein Amt niederzulegnl. Und warum dies? Verfasser gibt eine Schilderung von den hiesigen israel. Schulverhältnissen, die uns doch etwas zu drastisch erscheint. Aas einen mit den hiesigen Verhältnissen Unbekannten must der.Artik.l den Eindruck machen, als ob unsere Schulkinder in Folge der schlechten Lehrthätigkeit gänzlich im Unterricht unsrer heiligen Religion vernachlässigt oder gar von derselben abgezogen würden. Verfasser scheint über die hiesigen Schulverhälinisse sehr schlecht iusormirt zu sein, sonst würde er zum wenigsten, wenn er Anspruch aus logisches Denken macht, nicht solches schreiben können. jiaim cs uns nicht einerlei sein, bei welch' einem Lehrer unsere Kinder den Elementarunterricht genießen, wenn sie nur in der Neligiou von einem tüchtigen israel. Lehrer in guter Weise unterrichtet werden? Letzteren bekommen unsere Kinder hier in einer Weise, wie ihn nur unser alter Lehrer, der sich der größten Hochachtung so iv oh l seiner Glaubensgenossen als auch der hiesigen Ehri stcn erfreut, zu geben vermag. Daß es der begüterten Majorität unserer Glaubensgenossen, die hier den Hauplcontiugent schulpflichtiger Kinder stellt, nicht auf'einige Mark ankommt, um ihren Kindern eine gute, im Geiste unserer h iligen Religion liegende, Erziehung zu Theil werden zu lasten, glaubt gewiß, ohne jede weitere Versicherung, wohl Jedermann Tie in dem Artikel gemachte Bemerkung, „man werde einen solch' billigen Lehrer nie mehr bekommenist uns wirklich zu einfältig, als näher darauf einzugehen. Wir haben uns damals gegen die Anstellung eines anderen Lehrers nur deßhalb erklärt, weil wir absolut keinen Grund dazu sehen und andererseits bedeutend mehr Pietät gegen unseren alten Lehrer, der nnS zu kräftigen Glanbensgenonen auserzogen, besitzen, als unS vom Versasser vielleicht zugetraut wird. Kaum gibt es Worte für die Rücksichtslosigkeit, mit welcher einem Manne wie R., der beinahe 50 Jahre unverdrossen, mit nie gesehener Liebe, fein Amt in allbekannter Tüchtigkeit versehen, begegnet wird. Es wird ihm geradezu schonungslos zum Vorwurf gemacht, er sei unfähig t ein solches Amt zu verwalten. Wer sich vom Gegentheil überzeugen will, der höre hier au Ort und S eile, das was hierin am meisten maßgebend ist, die öfsemliche Meinung. Was die Kinder tu den christlichen Schulen hören — der Verfasser des besagten Artikels hebt dies besonders hervor — scheint uns gar nicht so schlimm, da wir genau wissen, daß die Eltern ihren Kindern in häuslicher Andacht den Keim unserer heiligen Religion, welchen unser aller Lehrer in die Herzen der Kleinen gelegt, weiter entwickeln. Auf das angeführte Beispiel, daß die Kinder jetzt die Missionsthatigkeit Winfrieds zu lernen hätten, entgegnen wir nur das, daß dies vor Allem ein geschichtliches Factum ist, welches wir. wenn wir Anspruch auf Bildung machen, kennen müssen, ebenso wie das Leben Mahomeds. Ueberhanpt trägt der ganze Artikel das Gepräge, als wäre er von einem Manne geschrieben, der mit den hiesigen Verhältnissen absolut nicht vertraut ist, oder sollte er es dennoch sein, so ist es um so schlimmer; denn wie kann er dann als nnu.? pro mnltis reden, dahier doch eine durchaus entgegengesetzte Stimmung herrscht? Ist es vielleicht nur persönliches Interesse, welches dem Artikel zu Grunde liegt? Dann nenne Verfasser ruhig seinen Namen und scheue nicht die Offenheit. Thnt er dies, so werden wir ihn näher über die hiesigen Verhältnisse infornnren, die nickt in Beziehung aus die Schule, sondern in einer andern Art viel zu wünschen übrig lassen. Durch obige Entgegnung wollten wir nur den Jrrthum über unsere hiesigen Schulverhältnisse, welchen der im Eingang erwähnte Artikel vielleicht erregt haben könnte, beseitigen. Treysa, 3. Juli 188!. 2513) frühere Schüler des Herrn Rothschild. M MM Mim, mit der Kurz - und Stabeisenbranche vertrant , der poln. Sprache mächtig und der eine schöne Handschrift besitzt, findet zum 1. August c. Stellung bei Jacob Ascher, Briefen, W.-Pr. Lehrlings-Gesuch. In meinem Woll- und Weißwaaren- Pn^rog-Geschäft ist für einen mit den nöthigen Vorkenntnissen versehenen jungen Mann unter günstigen Bedingungen eine Lehrstelle offen. Auf Verlangen Kost und Logis im Hause. 2531) Ignatz Gnmp jr., Ulm. Wochen - Kalender. Freitag, 22. Juli, 25. Tamus. Samstag, 23. Juli, 26. Tamus. rp;T)b ,C7)P? |>:7jW ,’rsr> vwv Sabbat-Ausgang 8 Uhr 45 Minuten. (Mainzer Uhr.) Mittwoch, 27. Juli, 1. Aw, z-nr> rfn. £7\te israel. Gemeinde in Obbornhofen wünsckt einen Lehrer und Vorbeter zum alsbaldigen Eintritt gegen einen Gehalt von 650 M. nebst Nebeneinkommen mit 150 M. und freier Wohnung. Zu unterrichten sind gegenwärtig 7 Kinder, Reisespesen erhält nur Derjenige, der die Stelle erhält. Beiverber wollen sich bei Unterzeichnetem Vorstande melden. Der Vorstand 3548) Adolph Löb. Schweizer, Limb, und Holl. Käse, nur in bester Qualität, sowie feinste Tafelbutter aus der Sennerei des Herrn Rosenbanm in Memmingen stets frisch bei David Bauer, 25! 6) Frankfurt a. M., Kahrgasse 93. “IE7D Schweizerkäse. prima Qualität, ü Pfund l IN.!0 Psd für 9 Mk., sowie hochfeinen Sahnkäse, 9 Pfd. für 3 Mk., versendet gegen vorherige Einsendung des Betrages oder Nachnahme JuliuS Roeder, Posen, Judenstr. 6. Referenz: seid. Herr Rabb. Dr. Feilche n- (2339 Adressen von iz; Schweizerkäsesabriken vl erbeten unter Nr. 2514 an die Exped. d Blattes. E in junges Mädchen, Jsr., welches län- S gere Jahre in dem Manusaciurwaaren- Geschäfte als Verkällserin thätig w.r, sucht Stellung, wo Sonn- und Feiertage geschlossen. Franco - Offerten wolle mau gef. unter H. L. 225 postlagernd Berghsim, Reg.-B- Eöln, richten. (2545 /l^in iunges, anständiges Mädchen, Waise, sucht bei bescheidenen Ansprüchen Stellung als Stütze der Hausfrau, zu Kindern oder für's Geschäft. Dasselbe kann schneidern , Maschinennähen und ist im Häuslichen erfahren. Ges. Adressen unter A. F. Hauptpostlagernd Breslau. (2449 Cgüt ein mtt guten Kennln. auSg., 16 I. O altes Mädchen, Jsr., aus achtbarer Familie, wird in einem an Lvnn- und Feiertagen geschl. Geschäfte Lehrstelle gesucht. Näheres bei I, Fcith, Lehrer, Borken, Westph. (2542 2518)

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