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Der Israelit · 1881-06-13 · Heft 24 (13.6.1881) · page 23

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 24 (13.6.1881)
Date
1881-06-13
Page
– (sequence 23)
Language
German
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599 (Eingesandt.) Aus Oberhessen. In einem Dorfe unsrer Provinz erläßt der Vorsteher der israel. Gemeinde, um die Synagogenordnung aufrecht zu erhalten. Verwarnungen, die er selbst am Sabbat schreibt. In Folge dessen richtete Einsender an den Herrn Kreisrabbiner Dr. Levi in Gießen das ergebene Ersuchen, daß derselbe den betreffenden Vorsteher belehre, daß ein solches Verfahren nach jüdisch-religiösen Grundsätzen unzulässig sei. Hierauf erhielt ich das nachstehende Schreiben: „So gerne ich auch Ihrem Wunsche entsprechen möchte, so könnte es nur „dann geschehen, wenn der Betreffende selbst unter genauer Angabe aller „begleitenden Umstände mir die Sache Vorbringen wollte. Ich würde sie dann „nach dem Grundsätze oynf> p rmc geeigneten Falles dem Vorsteher zur „Erklärung und Rechtfertigung zugehen lassen. Gießen, den 1. Juni 1881. Freundlichst grüßend Ihr ergebener Dr. Levi." Da Derjenige, welcher die am Sabbat geschriebene Verwarnung erhalten hatte, sich weigerte, mit dem Rabbiner in Bezug daraus in Verbindung zu treten, so bat ich Herrn Dr. Levi, eine allgemeine Ermahnung zu erlassen, die nur im Allgemeinen die vorgekommenen Religionsverletzungen erwähnen möchte; ich erklärte mich bereit, für alle Kosten aufzukommen. Soweit war das Verfahren des Herrn Rabbiners vielleicht ganz correct; allein ein persönliches Zusammentreffen mit ihm lieferte den eigenthümlichen Commentar dazu. „Man muß," belehrte mich der Herr Rabbiner, „sich nicht um Sachen kümmern, die Einen persönlich nichts angehem Wenn die Gemeinde sich an mich wendet, werde ich eingreifen; sonst kann ich nichts thun. Sie scheinen mir auch Einer von Denjenigen zu sein, welche die Wichtigkeit eines koscheren Knöchelchens höher halten als... Was Herr Dr. Levi unter einem koscheren Knöchelchen versteht, ist mir nicht gairz klar; ich habe ihn auch nicht um Aufklärung darüber gebeten. Meiner Meinung nach ist ein Rabbiner nicht nur dazu da, um Trauungen zu vollziehen; ich für meinen Theil wäre gareigt, lieber gar keine religiöse Trauung vornehmen zu lassen, als von einem Rabbiner, von dem ich überzeugt sein sollte, daß er das „koschere Knöchelchen" weniger respectirt. L. Jerusalem, 24. yf\ Geehrtester Herr Redacteur! Die besondere Güte, die Sie stets gegen Hilfsbedürftige zeigen, ermuthigt die Gefertigte, eine arme und trostlose Wittwe, sich mit folgender ihr von der größten Noth auferlegten Bitte an Sie zu wenden, deren Gewährung sie mit banger Hoffnung entgegensieht. Wie Sie bereits in Ihrer geschätzten Zeitung berichteten, wurde bei einem Raub¬ und Mordanfalle mir der Gatte und meinen vier armen Kindem der Vater und Ernährer entrissen, in Folge dessen ich und meine Kinder in sehr traurige Verhältnisse versetzt sind. Die gewöhnliche Unterstützung, die mir meine Gemeinde gewähren kann, reicht kaum für die gewöhnlichen Lebensmittel. Ich erlaube mir daher an Sie die dringende Bitte zu richten, mit Hilfe edler Menschenfreunde mir die Mittel zum Ankauf einer Nähmaschine verschaffen zu wollen, wodurch ich mit Gottes Hilfe in den Stand gesetzt sein werde, meine Familie durch fleißige Arbeit von der Noth zu befreien und das Leben fristen zu können. Sie werden damit die trostlose Lage einer Wittwe mit vier Kindern lindern. Der rfjnifr;”7> e’r»r> »sb wird Ihnen und allen Wohlthätern diese große rirv reichlich vergelten. Wittwe Dina Schöubauru in Jerusalem. (Die Expedition des „Israelit" ist gern bereit, Gaben in Empfang zu itehmen und weiterzubefördern. (2054 /Lin j. Mädchen, mos, Rel., in all. Häusl. Arb. erf., s. unt. besch. Anspr. autzerh. Berlins Stell. Adr. Frieda Rosenbaum, Berlin, Kleine Alexanderstr. 26a. (2045 (Lin isr. Bäckergeselle sucht bei einem jüd. Meister Stelle. Es wird mehr auf gute Behandlung als hohen Lohn gesehen. Derselbe kann sofort eintreten. Näheres bei Moses Hahn, Bäckermeister in Külsheim, Badern (2024 /Lin j Mann, gestützt auf beste Zeugnisse, sucht pr. 1. ^ept. Stelle als Verkäufer in einem Manufacturgeschäst (am liebsten als selbständiger Führer desselben). Auf Salair wird nicht gesehen. Die Rheinpfalz wird bevorzugt. Franco-Offerten unter A. W. J. Nr. 2059 an die Exped. d. Bl. y/uf sofort suche für meine Lchirmfabrik •vl einen Reisenden. 2051) D. Meyerfeld, Bielefeld. in unsrer Gemeinde vacant gewordene Cantor- und Religionslehrerstelle, mit einem festen Gehalt von 1000 Mk. (außer den Ncbeneinkünften) dotirt, soll spätestens am 1. September d. I. wieder besetzt «erden. Geeignete Bewerber (deutscher Abkunst), welche überdies gute, deutsche Vorträge zu halten im Stande sind und ihre Ausbildung in einem israel. Lehrerseminar erhalten haben, belieben ihre Zeugnisse an den Unterzeichneten frankirt cinzusenden. Marienwerder, 6. Juni 1881. Der Synagogenvorstand 2050) E. Hirschberg. Oehrerin, die Staatsexamen für höheren a- Unterricht bestanden, sucht entsprechende Stellung. Näheres durch Dr. Steru, Alsfeld, Oberhess n. (2031 Seebad Ostende. Empfehle dem geehrten reisenden Publikum meine streng koschere Restauration u. comfortable eingerichtetes Rotel zu äußerst mäßigen Preisen. Dasselbe liegt nahe am Meere und am Kursaal, enthält außer einem großen Speise- Saal noch mehrere kleine Säle für in Familie zu speisen. Motel Frank, tenu par Henriette Frank, 2013) rue longue 45. fCine noch gut erhaltene ,-j-nn "ISO, für nicht zu hohen Preis, wird zu kaufen gesucht. Offerten mit Preisangabe richte man an Joseph Hirsch, Vorsteher in Waldgirmes bei Gießen. (2029 Billig zu vcrkauscu zwei noch gut erhaltene nun H£D, 35 und 40 Ctm. hoch. (2028 A. Rothschild, Bornheimerstr. Nr. 3 Frankfurt a. M. Adresse gefall, notiren!! Herm. Weitzenburger & Cp., Cannstatt a. N. 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