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Der Israelit · 1881-03-23 · Heft 12 (23.3.1881) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 12 (23.3.1881)
Date
1881-03-23
Page
– (sequence 20)
Language
German
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296 Dieses Verhältnis in Procenten ausgedrückt zeigt bei Christen bei Juden 1875: 0,10 Proc. darüber, 7,45 Proc. darunter, 1876: 0,05 tt tt 3,48 ft tt 1877: 0,11 ff 8,33 ,, tt 1876: 0,19 tt ff 14,99 ,, tt Durchschnitt: 0,11 tt ff 8,30 „ tt Es bleiben also die jüdischen Angeschuldigten aus den alten Provinzen Preußens bei sämmtlichen Verbrechen in den Jahren 1875—78 durchschnittlich um 8/39 Procent unter der Normatzahl-, das günstige Resultat, welches sie bereits im Jahre 1875 erreicht haben, steigt in dem letzten Jahre, für welches eine Statistik vorliegt, um mehr als das Doppelte. — Das Resultat, welches die Berliner Verbrecherftatistik ergibt, ist von der größten Wichtigkeit. Hier, wo die antisemitische Bewegung ihren Anfang genommen und bereits zu Ausschreitungen bedenklichster Art geführt hat, hier, sollte man meinen, sei das Verbrecherthum unter den Juden zu einer unverhältnißmäßigen Höhe gediehen. Und was zeigt eine objective Betrachtung der einschlägigen Statistik? Das strikte Gegentheil von dem, was die Gegner uns vorwerfen. Die^Juden stellen nicht die Hälfte der wegen Verbrechen Angeschuldigten, welche nach ihrer Kopfzahl auf sie fallen müßtenstatt 100 nur 44,6, statt 1000 nur 446." Der Verfasser schließt mit den Worten: „Hoffmann — auf den die preußische Statistik heute noch gern als ihren Begründer hinweift — hat, gelegentlich der vor 40 Jahren diskutirten Emancipatiönsfrage nichts weniger als eine Voreingenommenheit für die Juden bekundet. Umsomehr darf eben deßwegen seine Aussage über dieselben, — für alle Zeiten zugleich ein Beispiel statistischer Berufstrenc, — in der That als ein klassisches Zeugniß gelten. Dies Zeugniß lautet wie folgt: „„Die auf einer durchaus hinreichenden und zuverlässigen Grundlage angestellten Betrachtungen sind so wenig geeignet, ungünstige Vorstellungen von dem Zustande der Juden zu unterstützen, daß sie vielmehr ein ausgezeichnet rühmliches Zeugniß für ihre Sittlichkeit enthalten."" Mögen die Juden zu ihrem eigenen und zum allgemeinen Vesten durch sittlichen und geistigen Fortschritt ein immer rühmlicheres Zeugniß der unparteiischen Statistik verdienen." Löwenfeld's so lehrreiches und für die Juden so ehrenvolles Schriftchen verdient Verbreitung. (Die Neuzeit.) AHZEICrEI. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. Schulbücher aus dem Verlage von I. Kauffmatttt in Frankfurt am Main. Bibelverse, zu Büdingers Religionsbuch, hebr. mit deutscher Uebers. 3. Aufl. geb. M. —. 60 Pf. Dreifus, M. G., erstes hebr. Lesebüchlein für israel. Schulen. 5. verbess. Auflage. M. —. 35 Pf. Japhet, I. M., hebr. Sprachlehre mit pract. Aufgaben zum Gebrauche beim Unterricht in der hebr. Sprache, 1. Abth. 4. Aufl. geb. M. 1. 30 Pf. 2. „ „ „ 1.30 „ Rahmer, Dr. M., hebr. Schrcib-Lese- Fibel mit lithogr., jüdisch-deutschen Vorschriften nebst Schreib- und Lefereqeln. 3. verm. Aufl. geb. M. —. 50 Pf. -Lefilla kezara. Hebr. Gebetbüchlein für die isr. Jugend zum ersten Unterricht im Uebcrsetzen methodisch eingerichtet und mit Vocabularium u. grammatischen Vorbemerkungen versehen, Erster Cursus. 5. Aufl. geb. M. —. 60 Pf. --zweiter Cnn'us. 5. sehr verm. Aufl. geb. M. 1. -! Schönschreibhefte, für jüd. Current- I schrift. 4 Hesle, stufenniäßig eingerichtet,! Heft a 12 Pf. Schwarz, Dr. I., Rabbiner, Glaube und Pflicht. Lehrbuch der isr. Religion für Schulen. 3. Aufl. geb. M. 1. 40 Pf. Stern, L. (Direktor der isr Schule in Würzburg>. Die bibl. Geschichte, für isr. Schulen erzählt. Bis zur Zerstörung des zweiten Tempels fortgesetzt. 5. verbesserte Aufl. geb. M. 1. 40 Pf. Tefilla, mit wörtlicher jüd.-deutscher Linearübersetzung von I. M. Japhet. 3. Aufl. geb. M. 1. 70 Pf. BeiMnführnng günstigste Bedingungen. Wiederverkäufcrn Rabatt. I. Kauft mann, Buchhandlung. 1013 > Frankfurt a. M. <7^n einer Residenzstadt Süddeutschlands \j ist ein rentables Geschäft für einen verheiratheten, religiösen voiL sofort zu verkaufen. Offerten unter „Schachet Nr. 1052' besorgt die Exped. d. Bl. _ CViir mein tut v">) nz geschlossenes Ma- O nufacturwaarengeschäft suche pr. gleich oder später mit günstigen Bedingungen einen Lehrling. Geschriebene Offenen sud M. Nr. 980 an die Cxped. d. Bl. Inserat. | Für unser Manufactnrwaaren -, Con- > fections- und Bankgeschäft sSamstags und j jüdische Feiertage geschlossen) suchen wir pr. j sofort einen tüchtigen militärfreien, jungen! Mann (Isr.) mit schöner Handschrift , der! mit der Branche vertraut und in sämmt-! lichen Comptoirarbeiten erfahren. j Becker & Engel, j 978) Friedberg in Hessen. Lehrlingsstelle vacant. i Ich suche für mein Eisenwaarengeschäft | einen Lehrling mit guten Schulkenntnisfen. i Samstags und isr. Feiertage streng gc- > schlossen. I. Rosenberg, i 612) Hanau a. M. <!>ür meine Tamenmäntel-Fabrik en gros O* suche ich pr. 1. April einen mit den nöthigen Schulkenntnissen versehenen Lehrling. Siegmund Cohn, 9881 Erfurt.

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