Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1879-07-30 · Heft 31 (30.7.1879) · page 27

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 31 (30.7.1879)
Date
1879-07-30
Page
– (sequence 27)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2446951-2447797-2447828--16503-2472490
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

I 839 L Nachruf! ] Ufffyeittt (Elsaß), Dwmn ncnf'. Heute, an dem Tage, an welchem jedes israel. Herz von Trauer erfüllt ist, habe ich leider eine schmerzliche Nachricht zu berichten. Soeben kehre ich von der .T^> eines Mannes zurück, dessen Lebensweise eS verdient, in Ihrem gesch. Blatte ausgezeichnet zu werden. bu\ i»vn pwn 'a 'n war der Name dieses P'ILI i'vn dessen Denken und Thun einzig dahin strebte, die Vorschriften unserer 'ipn min zu vollziehen. Ihm war es unumgängliche Pflicht t>"jn "isndd , jede 2"P2 miona .mp roaa zu sein. Jeden Morgen und Abend war er der Erste in dem nD»n n’2 und der Letzte, der es verließ. Bis vor wenigen Jahren, wo er täglich über Feld ging, um seinen Handel zu betreiben, verließ er leine Wohnung niemals, ohne zuvor nnaj/oi D’t>\-in gebetet zu haben. Seitdem er aus Ursache seiner Altersschwäche (er erreichte sein 74. Lebensjahr) seinen Heimathsort nicht mehr verlassen konnte, verbrachte er den ganzen Tag ausschließlich nur mit den Grundpfeilern unserer heiligen Religion: DHDn m^wi miay min. Er ermangelte nie, von seinen Gewinnsten den -iwpv abzugeben, selbst als er einige Zeit mit der größten Dürftigkeit zu kämpfen hatte, umsomehr als ihm n'"»n wieder ein besseres Loos beschieden. Bei jeder Sammlung, ohne Ausnahme, es mochte nun zu Gunsten der Einheimischen oder für Auswärtige sein, war er einer der Ersten und Meistspendenden. Obgleich in allen Ausgaben sehr sparsam, dehnte er diese Sparsamkeit nur insoweit aus, wo es das Irdische betraf, hingegen D’ottf db6 kannte seine Freigebigkeit keine Grenzen. Nur einige Beispiele: in seinen jüngeren Jahren war er ein sehr guter tya n^sn, welches Amt er verrichtete, ohne jemals eine irdische Belohnung annehmen zu wollen, selbst in den Zeiten seiner größten Armuth. u"'i natp naa'? war er zu allen Ausgaben bereit. Sobald seine Vermögensumstände es erlaubten, ließ er sich ein neues min 120 und eine r6’:o schreiben. Erst in diesem Jahre spendete er noch 109 Frs. zu der Herstellung eines neuen iznipn |n«, da der alte zu iklein geworden, um sämmtliche n"o aufzunehmen. Als er einst sein Haus neu restaurirte, durfte die ganze nnsan ptt nicht daran gearbeitet werden. Seine Kinder, vier Söhne, erzog er '*n intsw alleisammt in der Gottesfurcht, und dieses ist es auch, was uns einigermaßen Trost bietet, gute und fromme n'Trv sind sie alle geworden, welchen kein Opfer zu groß ist, um ihren Religionspflichten genügen zu können, leider eine große Seltenheit in unser« Zestalter. In dem Trauerhause hielt unser ehr«^ Rabbiner '"2 anvi yoj vor der .inb einen nsDn, wobei er die Frömmigkeit dieses Gerechten mit den trefflichsten Worten schilderte und schließlich seinen Söhnen die Ermahnung zu Herzen rief, in ihrem gotteSfürchtigeu Lebenswandel niemals wankend zu werden und stets das Andenken ihres BaterS t>"r, der nun gewißlich den Lohn seiner O'a v ll'opvi .min zu genießen haben wird, vor Augen zu haben. n"a"s"?'n. [2278 /Kin ]in mit ziemlicb kräftiger und angen. Stimme, etwas mufik., guter b.-nv, am^, p"ya und geprüfter Religionslehrer, der nrjfföi »"tsn -j"jn rc. unterrichtet und nima 'a^n by nsnin mnn besitzt, bei besonderen Veranlassungen deutsche Borträge zu halten vermag (verheirathet, mit kleiner Familie), sucht Placement. Am liebsten als pn und Religionslehrer. Näheres besorgt die Expedition d. Bl. sub Nr. 2322. Jugenheim a. h. Kerghrahe. Empfehle meine jüdische Pension für die Besucher der Curfremde milder Zusicherung bester und reeller Bedienung. Hochachtungsvoll 2306] H. Heymann (Cint neue min 122, Kalbfellp., 65 Ctm. hoch, anaa, billig bei 2324] N. Stevn in Crefeld. /gesucht ein junges Mädchen für sämmtliche Hausarbeit bei gutem Gehalt. 2292] D. Schitkler, Bremen, Wachtstraße 16. (7^n meiner 212 dvi na» streng geschlossenen Gerx) berei findet ein religiös erzogener, kräftiger Junge, der die Gerberei erlernen will, Placement. Kost und Logis im Hause. [§323 Kettwig a. d. Ruhr. Ab*. SeligmattN. soeben ist erschienen und durch alle Buchhandlungen, in Augsburg durch die Math. Rieger'sche, zu beziehen: Die Juden in ihrer socialen «nd bürgerlichen Stell«««. Von A. Witt. Preis S9 Pf. [2329

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.