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Der Israelit · 1879-07-30 · Heft 31 (30.7.1879) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 31 (30.7.1879)
Date
1879-07-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XX. Jahrgang. M 31 Lin Central-Organ für das srts Herausgegeben von vr. Ledrrrann in Mainz. Mittwoch, den 30. Juli 5639 (1879). Liese Leitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs 10 Reichs-Mark. [n abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. öftere, an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. lende Artikel: Die neuesten Vorgänge in Rumänien. — Drei Gutachten deutscher Rabbiner in Bezug auf das Breslauer ieminar. — lungsnachrichten und Correspondenzcn: Deutschland: Mainz. Min. — Rumänien: Bukarest. Bukarest. — England: Lon- Ion. London. London. London. — Türkei: Konstantinopel. — illeton: Rabbi Joselmann von Rosheim. ZnSakt der ersten ZSeikage: mder Artikel: Literarischer Bericht. ungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Ulm. — ^est.-Ung. Monarchie: Wien. — England: London. — illeton : Jakobine. KnSalt der zweiten Aeikage: ender Artikel: Literarisches. Mgsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Irankfurt a. M. Gotha. Homburg. — Dest.-Ung Monarchie: arczag. — Rumänien. — Inßatt der dritten Aeikage: Ungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Rußland. — Lett««de «lrtikek. le neuesten Vorgänge in Aumänien. Mainz. 25. Juli. Wir erhalten soeben ein in hebräischer Sprache jriebenes. aus Verlad (Rumänien) datirtes, ' in Jtzkany (Oest. Kaiserstaat) am 22. Juli Post gegebenes Schreiben, das wir in deutscher dertragung hier wiedergeben: „Sehr geehrter Herr!" „Lassen Sie mich ohne Einleitung, sofort zur Iche kommen: Unsere Glaubensgenossen befinden sich in schrecklicher Noth! Die Judenverfolgung von 1868 wiederholt sich seit einigen Tagen, jene Judenverfolgung, welche die Austreibung der Vagabunden zum Vorwände nimmt! Ein dringender Befehl des Ministers ist diesbezüglich an alle Präfecten ergangen. Die Beamten der Polizei, nicht unterscheidend zwischen wirklichen Vagabunden und solchen ehrenwerthen Männern, die sich redlich ernähren, verfahren mit unmenschlicher Grausamkeit. Jünglinge und Greise werden ergriffen, mit eisernen Ketten gefesselt, per Schub über die Grenze transportirt und in jedem Dorfe, das sie passiren, ins Gefängniß geworfen. Einige sind bereits diesen Mühseligkeiten erlegen. Daß diese Austreibung der sogenannten Vagabunden nur ein Vorwand ist, um das Gift des Hasses und der Verfolgung über unsre unglücklichen Glaubensgenossen in Rumänien auszugießen, liegt klar am Tage. Ich bitte, ich beschwöre Sie: Sorgen Sie dafür, daß den Bedrängten Schutz und Hilfe wird! Ich schreibe unter Thränen; möge der allgütige Gott zu unserem Beistände die Herzen einflußreicher Glaubensgenossen erwecken!" Wir lassen die Unterschrift weg; fügen jedoch hsnzu, daß der Name des Schreibers des obigen Briefes und die Handschrift desselben uns seit Jahren genau bekannt.

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