Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 13 (26.3.1879)
- Date
- 1879-03-26
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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XX. Jahrgang. Dritte Anlage;n tlr. 13 -es Israelit.!ZeitnngSnacbrichten und Correfpondenzen. Deutschland. Pfungstadt. Das rühmlichst bekannte Dr. Joöl^- sche Lehr- und Erziehungsinstitut in Pfungstadt versendet seine Einladungschrift zu den diesjährigen öffentlichen Prüfungen. Wir entnehmen dieser Schrift mit großer Befriedigung die Thatsache, daß das genannte Institut in stetig fortschreitender günstiger Entwicklung begriffen ist. Dasselbe wird von mehr als hundert Zöglingen frequentirt, die sich zum Theil aus den fernsten, überseeischen Ländern recrutiren. Acht Lehrer ertheilen den Unterricht, dessen beträchtlicher Umfang aus der Uebersicht ersichtlich ist, welche über das absolvirte Pensum des laufenden Jahres beigefügt ist. Wir begleiten diese treffliche Pflanzstätte religiöser und socialer Bildung mit den besten Wünschen und Hoffnungen für ihr ferneres glückliches Gedeihen. Dürkheim a. d. 23. März. Ich beeile mich, Ihnen die Mittheilung zu machen, daß meine Eingabe beim FestungS - Gouvernement in Germersheim: Die jüdischen Soldaten über die ganze Dauer des PeßachfesteS, „und zwar, da das Reisen am Festtage nicht gestattet ist, vom 7. April an bis zum Abend des 16. desselben Monats zu beurlauben", sofortige Berücksichtigung gefunden, und diese auch, wie eS in der mir gestern zugegangenen Antwort des Festungs- Gouverneurs, Generallieutenant Limb ach, heißt, sämmtlichen in Germersheim garnifonirenden Abtheilungen zur Kenntniß gebracht worden ist. Ich werde nun ein gleiches Gesuch an die Commandanturen in Speyer und Landau richten, daS hoffentlich ebenfalls den gewünschten Erfolg haben wird. Mögen nnn unsere geehrten Collegen allenthalben in ihren Städten und Bezirken ein Gleiches thun, damit die schönen Peßach-Festtage eine wirkliche min für alle jüdischen Soldaten des deutschen Reiches, und weit über dieses hinaus, bilden möchten! , Salvendi. (Es bedarf nur der einfachen Anzeige bei der hohen Militärbehörde, auf welches Datum die jüdischen Festtage fallen, so werden die jüdischen Soldaten vom Dienste dispenstrt und, wenn möglich auch beurlaubt. Das geschieht für jedes Fest an allen Garnisons-Orten. — Red.) Metz, 27. Februar. Seit Menschengedenken hat unsere Stadt keinen imposanteren Leichenzug gesehen, als den, welcher gestern den früheren Direktor der dahier bestandenen Rabbinerschule*)- Herrn Rabbiner Mayer Lazard zu seiner letzten Ruhestätte begleitete. Die ganze hiesige Israel. Gemeinde, sowie eine bedeutende Anzahl von Männern aus allen Gegenden waren gekommen, um diesem ehrwürdigen Greise, (er wer 1793 geboren) dem großen Gelehrten, dem Lehrer der meisten Rabbinen Frankreichs und Elsaß-Lothringens, die letzte Ehre zu erweisen. Die Herren Rabbinen Bigart von hier und Libermann aus Nancy gaben in ihren Trauerreden ein getreues Bild der segensreichen Wirkung des Verstorbenen, der namentlich als Talmudgelehrter sich eines weitverbreiteten Rufes erfreute. Sein Sohn, Herr Felix Lazard, ist Rabbiner in Paris. Herr Rabbiner M. Lazard hatte sich seit 1856 ins Privatleben zurückgezogen. n":rs"j"n *) Die Metzer Rabbinerschule wurde bekanntlich nach Paris verlegt und exiftirt daselbst heute noch als Rabbinerseminar. ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. /Lin iSrael. Mädchen, aus achtbarer Familie, im " Weißzeugnähen, sowie im Kleidermachen geübt, und in allen HauS- und Küchenarbeiteu erfahren, wünscht zum nächsten Ziel eine Stelle als Repräsentantin oder als Stütze einer Hausfrau. Es wird weniger auf hohen Lohn als auf gute Behandlung gesehen. Offerten besorgt unter Chiffre 170 die Expedition d. Bl.