Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 4 (22.1.1879)
- Date
- 1879-01-22
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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92 pnnntPD «bi jHD*n t>y ^nn Deggingen bei Nördlingen. Wenn fromme, gesetzestreue Israeliten von dieser Welt scheiden, in welcher sie zum Heil und Segen der Mit- und Nachwelt zeitlebens gewirkt, so ist sicherlich der „Israelit" die würdigste Ruhmeshalle für das Andenken dieser Edlen, das zu ehren vielleicht auch für Manch' aneifernd sein wird, den Heimgegangenen in ihrem edlen Wirken nachzuahmen. Wir erfüllen anmit mit schmerzlich bewegter Seele die traurige Pflicht, zuvörderst unserm Schmerz Ausdruck zu geben über den Heimgang eines seltenen Biedermannes, p'iLi Tjy ktn, des allverehrten Herrn Joseph Holz mann n"y, welcher im Alter von 78 Jahren nach achttägigem Krankenlager dt ddd n mit ausgezeichnetem niD qv das Zeitliche verließ, um dort den wohlverdienten Lohn zu empfangen aus der Hand unseres himmlischen Vaters für die guten Werke, die er geübt ijj\x pnsn ^vT. Derselbe war ein Ehrenmann in des Wortes strengster Bedeutung, geliebt, geachtet und geehrt von Allen, die jemals Gelegenheit hatten, mit ihm zu verkehren. Stets zeigte er beson ers regen Sinn für alles jüdische Interesse, für Förderung, Hebung und Verbreitung echt religiöser Zwecke, wozu er weder Mühe noch Opfer scheute. Seine Herzensgüte für Armenunterstützung kannte fast keine Grenzen. Mit Freuden suchten ihn die Armen auf, und mit noch freudigerem Herzen sah man ihn ’ipjn diese mso ausüben. Die Armen des heil. Landes wurden sehr oft von ihm bedacht, und wurde eine Collecte für Bedürftige aller Art veranstaltet, so war er gewiß zu den ersten Spen dern zu zählen. Den nun noiP zollte er stets große Verehrung und Achtung, und trug viel zur Unterstützung für dieselben bei, sowie überhaupt war er stets bemüht. jene Pflichten, welche am Anfänge des Morgengebetes verzeichnet sind, von denen es heißt, «nn o^iyb nop ppm mit namhaften sehr ansehnlichen Beträgen zu erfüllen. Er war ein wahrhafter nisD3 pipno. Sabbate und Feiertage heiligte er streng nach göttlicher Vorschrift, und war er stets einer der Ersten im Gotteshause. Sein immerwährender Wahlspruch war non ’nnstfi D'O' -pit6 'i. Im Allgemeinen läßt sich von dem theuren gottergebenen Verblichenen ohne Uebertreibung sagen, daß das Bestreben desselben hauptsächlich dahin gerichtet war, nach dem Sinne des pnsn pyoff "i in nox 'p->s, die drei Säulen, Träger und Stützen des Weltalls, mmy, min, aufrecht zu erhalten und zu befestigen: nb nbiyi ,irren nn\"i hdn min ib.i iiMvni mbLo ,nnsL7n hzqj .pyo a'wn Don Viele Freunde von Nah und Fern waren bei dem Leichenbegängnisse, welches nno n p"ny dt Mittag stattfand, anwesend. Herr Districts-Rabbiner Selz aus Harburg hielt dem theuren Hingeschiedenen eine Gedächtnisrede, wie sie brillanter und ergreifender nicht gedacht werden kann, er erschütterte alle Zuhörer und hat für seine herrlichen, herzlichen und wahrheitgetreuen Worte die trauernden Hinterbliebenen zu aufrichtigem Danke verpflichtet. Möge doch der Allgütige die trauernde Familie trösten und ihr seinen Schutz und Beistand nicht versagen. An dem Dahingeschiedenen wollen sich die Worte unserer heil. Schrift erfüllen: 1208' 'i mm TP“iy, „deine Herrlichkeit wolle vor dir hergehen und die Herrlichkeit Gottes dich aufnehmen. »Y'n'Wn. [288 us der Friederike Nothmann schen Stiftung zu Beuthen (O. - S.) ist zur Aussteuerunterstützung an eine, resp. zwei jüdische Bräute der aufgesämmelte Betrag von 360 Mark statutenmäßig zu vergeben. Bewerberinnen aus der Familie der verstorbenen Frau Friederike Nothmann geb. Apt oder des Kaufmanns Simon Nothmann zu Beuthen (O.-S.), gleichviel wo solche ihren Wohnsitz haben, oder auch dieser Familie nicht angehörige Bewerberinnen, sofern sie im hiesigen Synagogengemeindebezirk wohnhaft sind, wollen ihre schriftlichen Gesuche baldigst an den Unterzeichneten gelangen lassen. Beuthen (O -S.), im Jan. 1879. Das Curatorium, 279] Simon Nothmann i. A in (isr.) junges Mädchen, welches das Putzfach erlernt hat und zuletzt als Volontairin servirte, sucht, gestützt auf gute Zeugnisse und seine anerkannte Tüchtigkeit im Fache, auf sofort anderweitige Stellung, am liebsten in einem Geschäfte, welches Samstags geschlossen. Gef. Offerten werden sub J. B. 10 postlag. Essen a. d. Ruhr erbeten. _[277 Cfiu ein Tuch- und Manufacturwaarengeschäft O in einer Cantonsstadt in der Schweiz, in der Nähe von Constanz, welches Samstag und Feiertage geschloffen ist, wird ein junger Mann als Dstail-Reisender gesucht. Vorzug erhält einer, der in dieser Branche die deutsche Schweiz schon bereist hat. Gute Zeugnisse sind erforderlich. Zu erfragen unter Chiffre GK H. P. Nr. 263 bei der Exped. d. Bl.