Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 46 (13.11.1878)
- Date
- 1878-11-13
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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1145 in jüdischer Religionslehrer wird bei gutem Gehalt und freier Wohnung gesucht. Unverheiratete Refl.ctanten erhalten den Vorzug. Meldungen und Angaben über bisherige Thätigkeit sind an den Vorstand zu richten. Freystadt (W.-Pr). 3ini Der Shnagogen-Borftand. ie hiesige Elementarschulstelle, mit Vorsängerdienst. ist erledigt und soll bis zum 1. Dec. d. I. besetzt werden. Das Einkommen beträgt p. a. 000 Mk. baar nebst freier Wohnung undBeheizung, und sind viele Nebenverdienste in Aussicht. Qualificirte Bewerber wollen sich mit ihrem Gesuche baldigst wenden an Localschulinspector Herr Diftricts - Rabbiner Wormser dahier oder an den Unterzeichneten. Cultus-Vorstand David Karpf 3148} in Gersfeld a. d. Rhön. Pension für Knaben höherer Stande offerirt bei streng koscherer Hausführung ein praet. Arzt. Dp. med., in Berlin. Näheres durch die Exp cd. d Bl. suli A. 1*. 3125. ©cifenheimers H2D Restauration L Weinhandlung, Bingen am Xftlieln, hält sich dem reisenden Publikum bestens empfohlen. Salons für größere Gesellschaften undHochzerten zur Verfügung. Gleichzeitig empfehle selbstgekelterte} relngelialtene ni£Q Weine. Referenzen ertheilt Sr. Ehrw. Dr. II. Sänger. Ein Spiegel - Silber - Beleger in Frankfurt a. M., sehr tüchtig in seinem Fache, sucht zur Erweiterung seines Geschäftes einen jüdischen Affociv, der ca. 5000 Mark einlegen und am Geschäfte sich betheiligen kann. Kenntnisse dieser Branche sind nicht erforderlich. Bemerkt wird, daß in Franksurt kein weiterer Spiegel-Silber-Beleger sich befindet. Samstag und Festtage wird nicht gearbeitet. Franco - Offerten sud Nr. 3153 besorgt die Exped. d. Bl. Gilfttnfl Ein schweres, schreckliches Unglück ist plötzlich über die Stadt Leugsfeld hereingebrochen. In einer großen, allen, gefüllten Scheune, welche innerhalb der Stadtmauer an der westlichen Seite der Stadt gelegen, vrach in der Mitternachtsstunde vom 26. zum 27. d. M., wahrscheinlich von Frevlerhand angelegt, eine Feuersbrunst aus, welche von starkem Sturme getrieben, in fabelhaft kurzer Zeit sich über die Hälfte der Stadt verbreitete und bis zum Tagesanbruch einige 80 Gebäude, darunter das Amtsgebaude, das Rathhaus, eine Schule, die Post, die Kinderbewahranstalt in Asche legte und die Synagoge, eine zweite Schule und viele Privatgebäude beschädigte. Trotz der angestrengtesten Thätigkeit gelang es erst nach 24 Stunden, das Feuer zu bekämpfen. Diese Feuersbrunst hat in dem ohnehin armen Nhönstädtchen mit seiner dermalen beschäftigungslosen Weberbevölkerung namenloses Elend angerichtet' Wer jemals die Schauer eines so plötzlich eintretenden Unglücks mit angesehen oder gar mit erlebt hat; wer von Menschenliebe und Wohllhätigkeitssinn erfüllt ist; wer überhaupt in der Lage ist, etwas zur Milderung dieses Unglücks beitragen zu können; an den richtet sich unsere dringende Bitte um schleunige Hilfe in schwerer Noth gewiß nicht vergeblich. St. Lengsfeld, am 28' Oktober 1878. Das Hilfscomite s v. Thüna, Bezirksdirector in Dermbach' Cnhrim, Bürgermeister. »r. Rosztock, Physikus. Hitzbach, Pfarrer. Schleichert, Rector. Bock, Amtsassessor. Pechmann, Cantor. llr. Kroner, Landrabbiner. Dannenberg, Kaufmann. Rudolph, Amtsregistrator. Fuchs, Lehrer. Die Expedition des „Israelit" ist gern bereit, milde Gaben in Empfang zu nehmen und durch die Spendenlisten zu veröffentlichen. s3l22 Ein Lehrling (Israelit) wird in ein Herren - Confeciions - und Schuhwaaren - Geschäft bei gänzlich freier Station gesucht. _ M Stvautz, Offenbach a. M. 3117)