Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 38 (18.9.1878)
- Date
- 1878-09-18
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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Verehrte Glaubensbrüder! Die öffentlichen Blätter haben von der Catastrophe, welche die hiesige Stadt in der Schreckens nacht vom 30. auf den 31. Aug. l. I. getroffen, Kunde gebracht. Sie haben berichtet von den vielen Menschenleben, welche dem verheerenden Elemente während wenigen Stunden zum Opfer sielen; von den Wittwen und Waisen, die ihrer Ernährer beraubt wurden; von den zahlreichen, früher wohlhabenden oder gar reichen Familiengliedern, die plötzlich auf den Bettelstab gebracht wurden und sich glücklich schätzen mußten, das nackre Leben gerettet zu haben. Sie haben versucht das Elend der Armen und Unbemittelten zu schildern, welche durch den Ruin der meisten hiesigen Handelssirmen erwerbs» und brodlos wurden, sie haben es versucht, aber ihre Feder sträubte sich gleichsam das Elend in seiner ganzen Gräßlichkeil und Schrecklichkeit darzustellen. Auch uns' widerstebt es durch eine wortreiche Schilderung von jenem Elende, von dem allgemeinen Ruin unserer Stadt und ihrer gewerbSsieißigen Bewohner, von dem Churban unserer Religionsgemeinde insbesondere, daS Mitleid unserer Glaübensbrüder zu erregen. Wir beschränken uns vielmehr darauf einer ehrsamen glaubensdrüderlichen Gemeinde und deren wohllödlicher Vorstehung Augenmerk auf folgende traurigen Um^ stände in den allerschlichtesten Worten, in der einfachen Sprache der Wahrheit, ergebenst zu lenken. Unsere Religionsgemeinde besteht aus 1000 FamUien. von denen 250 theils gänzlich verarmt sind, theils vom kärglichen Taglohne leben, die also auch bisher von der Gemeinde ganz oder theilweise unterstützt werden muhten. Diese Zahl ist schon heute leider auf mehr als das Zweifache angewachsen, die obdachlos und fast nackt mit den Ihrigen am Hungertuche nagen, die früher leistungsfähig gewesen und mit gewohnter jüdischer Opfer- Willigkeit auch geleistet, nun schwer zu kämpfen haben sich selbst zu erhalten nach den Opfern, die ihnen ein schreckliches Verhängniß jählings e ntrissen hat. Die hiesige Gemeinde hat aber auch außer den üblichen religiösen Anstalten eine Knaben- und Mädchen-Schule zu erhalten, die größtentheils von Kindern armer, zahlungsunfähiger Eltern besucht wird. Nun aber, wo die Zahl der contribuiions fähigen G meindeglieder plötzlich so tief gesunken ist, sehen wir mit Angst und Bangen die Zeit nahe Heranrücken, wo die ohnedieß von einer Schuldenlast hart gedrückte Gemeinde nicht im Stande sein würde, die seit mehr als 40 Jahre bestehende Schule aufrecht zu erhalten, um wie viel weniger d!e ohnehin baufälligen Schulloealitäten aufzubaueu. Diese Umstände wollen wir einer wohllöblichen Gemeinde hiemit ans Herz gelegt haben, mit der Bitte, uns Ihre glanbenSbrüderliche Theilnahme zuwenden und Ihre helfende Hand darreichen zu wollen. Mit der Bitte, etwaige Spenden unter der unteufolgenden Adresse befördern zu wollen, zeichnet mit glaubensbrüderlichem Gruße Miskolcz, den 4. September 1878. Das Hilfscomitä der israelitischen Muttergemeinde: Moritz Patzanee. Feldman« Leopol). Wilhelm Klein. M <? Nott. Präses. Friedman Kckroly Moritz Poll»? Fischmann. NB. Auch wir sind gerne bereit Gaben in Empfang zu nehmen und weiter zu befördern. 2730s Die Redaction des „Israelit."! aoom aoöm hmtn DyzpTayiPK , jysnyn oyDsynDyssyD v'v yn “J”« TP Uy?y U'K "U70DJP -ijnymx do ui« dxt yn ,spy\-iöö'Q jnn»nö ]jnjjnyymj/D bya«x nyssr« djo ny-iy^aö’oyiyDya di« D'vL'lLk 'ej Nil? rot? dio —?y*nNiiy:i Dyvjyoyby Dyj”« y^«D ]'» DiKDter yniKn nn§ mir« 5 -nynyvj nö'«:i nyuynyDznyif ü’D yjnoya yyn«j o’« ui« Dy^D?>ÖiyI'« twoxö DysnsjyppNn ^yjyuNJya D«) io {yjyonyD djhum lyu*« föDDypteryao-iKö -»)p ,;y)o«D pyaaöjjnxwi yp^DDyi , noyn yosyp jynDi^D iy-uyi«^ jyn vi'« oyrn« ,oy)?« .yp’DtrDJjn Dy)J«D i1« i'i« pyn; DDcyptpyaayp -D'N jyDonyaiyn p« i'i« Dy dp« ,Dy^Dpo',s p'DV^yD DyiUKO ypin -i««n p\x J Xxnrr" m V'ntt .D^ysD’^D-iys nyo^tcr- ->yi pödjk -iyuyDD'0-^yLL^yri p\x ui« ">yuy:p'->Dj8r •?y'Ste>Mii> yanmü dj/tjjh ö«n wnjnyar iy,y D’SDiyo msm Pd arena Dotier nyipp jnyws« .jyüxaya yj,-wx .jjit^p yjrux ,‘,yoö,DDay3D? yjnx ,ay~o .nynckx D-uxcr nyn px -uyyii ny-u'p ynyiPN iy>Trr djik vys>yn,u-Böi U’b)iy ‘ry ,uoy kj idti «'-> D«1 D3'N3?32 KJ 1L2X1 DP« lOJj/D ")"K Ö’DKP Dn'pyors DD’n« nan n^x — oa-ixp ->yr.x“i y ysi»'.n .nyp'i nyiarn nyn D’pyisn p^s^h n"?"Y'n dox aniro «sn “hdp 'n dp p^ny ns Vorstand der aut. orth. Cultusgemeinde: Herman Schwartz Dampfmühle. Erlau (Heves). Die Redaction des „Israelit" ist gern bereit, milde Gaben in Empfang zu nehmen und weiter zu befördern. (2729