Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 31 (31.7.1878)
- Date
- 1878-07-31
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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XIX. Jahrgang. Dritte Beilage;u Ar. 31 des Israelit. Leitender Artikel. Literarischer Iericht. ii" ,B"n p nan ,'vpp Werke, zumeist halachischen Juhalts wie das vorliegende, nelche sich trotzdem nicht an das lernende Publikum ausschließlich wenden, aus denen vielmehr auch solche Nutzen ziehen können, die nicht einen großen Theil ihrer Zeit dem Studium des Talmuds und seiner Commentaloren widmen, dürften zu den Seltenheiten gehören. Der Verfasser, der es mit dem Hinweise auf das Wort unserer Weisen: 'in -rvlv vermieden hat, seinen vollen Namen zu nennen, ist ein in Ungarn und außerhalb der Grenzen dieses Landes bekannter t>ru, dessen Wirken auch schon in diesen Blattern die wohlverdiente Würdigung erhalten hat. Es ist: janiv p"pi YPn 'no pfiun :nn. Es würde uns zu weit führen, wollten wir die Verdienste dieses Mannes um seine zahlreichen Schüler y'^'n, die aufopfernde Thäligkeit, mit der er sich seiner Lebensaufgabe mm. pmrp widmet, schildern. Wir können umsomehr darauf verzichten, als es ja der Verfasser vermieden hat, seinen Namen zu nennen, wodurch er zu erkennen gab, wenn es noch eines Beweises bedürfte, daß nicht Ruhmbegierde ihn dazu bewogen hat. ein Werk zu veröffentlichen. Um nun auf den Inhalt des Werkes überzugehen, bemerken wir, daß es vollkommen seinem Titel entspricht, indem es zumeist v'vip'- sind, die uns der Verfasser aus dem reichen Schatze seines Wissens bietet, die, in bündigster, klarer Weise vorgetragen, uns Aufschlüsse Iber schwierige Stellen im großen Bereiche des Talmuds und hauptsächlich der Mischnajoth geben. Der Verfasser hat es in wunderbarer Weise verstanden, kurz zu sein, ohne der Verständlichkeit Eintrag zu thun. Um von dem reichen Inhalte dieses Werkes einen Begriff zu geben, wollen wir nur Folgendes anführen. Den ersten Theil bilden »tu* n?rrn nw&ra 'o by nach den Wochenabschnitten geordmt und Erklärungen nebst Correcturen zum Rambam. Wer je die Bortrage des Verfassers hierüber gehört oder nur davon gehört hat, wird wissen, wie j reichhaltig und wie gediegen dieser Theil deS! Werkes sein muß. Außerdem bringt der Verfasser j regelmäßig für jeden Wochenabschnitt einige Erklärungen von seinem Lehrer D"nn ’tj/d ptun, die keiner Anpreisung bedürfen, da schon der Name dieses großen Mannes für ihren Werth bürgt. Tie Correcturen zum Ramban wird Jeder dankbar zur Hand nehmen, der es weiß, wie gerade dieses herrliche Werk unter der Masse von sinnentstellenden Druckfehlern gelitten hat. Den folgenden Theil des Werkes bilden owm D'jri 'd nrjB'o rvo-o 'do die der Verfasser in ihrer Art mustergiltig behandelt. Ueberall treffend, niemals gewagt, zeigt dieser Theil den Verfasser in seiner eigentlichen Größe. Der nun folgende Theil besteht zumeist auS Anmerkungen und nnun zum Tur Orach Chajim, Magen Abraham, Noda Bihudo rc.; iheilweife die massenhaften Druckfehler eorrigirend, zum größten Theil Erläuterungen und Hinweise ai' ^tägige Stellen enthaltend, die in kurzen Wo empn" den schwierigsten Stellen Licht verbreitend cZZer sich im Gebiete des Talmuds in diesem wahrhaft v' D'-p ami umgesehen hat, wer aus eigener Anschauung das Wort unserer Weisen: ^rmn '-01 Gipo3 cpvct’yi würdigen gelernt hat, der wird diesen Theil des Werkes mit Freuden begrüßen. Tie Früchte jahrzehntelangen Fleißes treten uns hier gereift entgegen, so daß man nur zuzugreifen braucht, um sie zu pflücken. Bekanntlich können solche Bemerkungen und Hinweise — mrun werden sie gewöhnlich genannt — nicht int Handumdrehen fabrizirt werden; denn nicht durch Scharfsinn, sondern durch Fleiß und bienenhafte Emsigkeit müssen solche einzeln aus dem großen Gebiete der talmudischen Literatur zusammengetragen werden. Wer hat nicht schon die ans Unglaubliche granzende Gewandtheit und Belesenheit des *>"1 p"ö ‘'yw' '■> j-fio bewundert, wie er zu jeder Stelle Vergleichungen bringt aus allen Theilen des d“w und seiner ommso? Wem hat er nicht schon Erleichterungen im „Lernen" verschafft durch seine Anmerkungen, die eine wahrhafte Fundgrube voll der gediegensten Goldkörner sind? Von solchem Werthe sind auch diese Anmerkungen, unter denen die b"i D’ rn min die bisher noch nicht im Druck erschienen sind und die der Verfasser handschriftlich besitzt, häufig ihren Platz gefunden haben