Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 29 (17.7.1878)
- Date
- 1878-07-17
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2447747-2447776--15156-2471093- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Safed 2× ep/1046078
OCR text
V 721 Amsterdam. Am 14. Juni verlor die Niederländische Israelitische Gemeinde zu Amsterdam eines seiner verdienstvollsten Mitglieder, einen Mann, der der genannten Gemeinde viele, höchst belangreiche Dienste geleistet, einen Mann, der stets der Rathgeberderselben gewesen, so oft sie in wichtigen Augenblicken eines guten Rathes bedurfte. Dieser Mann war Herr M. I. Goudsmit, der vor Kurzem nach langem Krankenlager im Alter von 73 Jahren gestorben. Seit März 1847 war er ununterbrochen Mitglied des Vorstandes der Gemeinde, ebenso Mitglied des großen Synagogenrathes und später des Rathes der Nieder!. Jsr. Hauptfynagoge. Also ungefähr 32 Jahren war der Verstorbene für die Gemeinde thätig. Er kannte die Gemeinde, ihre Bedürfnisse, ihre Wünsche nach jeder Richtung. Es ist daher nicht zu verwundern, daß er ihr Rathgeber gewesen, daß nichts ohne seine Zustimmung unternommen wurde. In Folge seiner geschwächten Gesundheit konnte er in den letzten Jahren nicht regelmäßig den Sitzungen des Vorstandes mitanwohnen, gab aber nie vollständig seine Thätigkeit für die Gemeinde auf. Verliert die Nieder!. Jsr. Gemeinde im Allgemeinen ein verdienstvolles Mitglied in dem Verstorbenen, so erleiden die vielen Beamten und Angestellten der Gemeinde einen noch größeren Verlust. Goudsmit war denselben nicht blos Vorgesetzter, er war ihnen mehr, er war ihr Rathgeber, er betrachtete die Beamten nicht als Untergebene, sondern als Freunde, als seine Kinder, für deren Gesuche er stets ein williges Ohr hatte. An dem Leichenbegängnisse betheiligten sich alle Vorstände und Angestellten der isr. Gemeinde und eine unabsehbare Menge von Gemeindemitgliedern verschiedenen Ranges und Standes, um dem Verstorbenen nicht blos als djid sondern auch als bravem mrv im wahren Sinne des Wortes, die letzte Ehre zu erweisen. Während desselben wurden mehrere Trauerreden, die erste vom Oberrabbiner Dr. Dünner gehalten, in denen die großen Verdienste des Dahingeschiedenen gebührend hervorgehoben wurden. Auch die Armen des h. Landes' verlieren in ihm einen großen Wohlthäter. Gleich nach dessen Ableben wurden telegraphisch mehrere Rabbinen in Jerusalem zum Lernen eines iip'kv beauftragt. Mögen die trauernden Hinterbliebenen in der allgemeinen Theilnahme um den Verlust des Verstorbenen einen Trost finden! n"2"s":"n. [1997 Cfcftx mein Getreidegeschäft suche einen jungen Mann O für Korrespondenz und Einkauf; am liebsten einen, der in diesem Fache schon bewandert ist. 2006j A. Gerft, Kitzingen. Dringende Mtte aus der Stadt Safed in Palästina! 32 Mitglieder aus den Gemeinden in der Stadt Safed haben einen Verein zur Betreibung von Landwirthschaft und Industrie gegründet und in dem in der Nähe dieser Stadt gelegenen Dorfe Giauna ein größeres Terrain zur Bewirthschaftung angekauft. Auf demselben sind viele Gebäulichkeiten , die aber sämmtlich, wenn sie benutzt werden sollen, theils umgebaut, theils reparirt werden müssen. Außerdem fehlt es dem Verein an landwirthschaftlichen Werkzeugen und an dem zur Betreibung der Landwirthschaft nothwendigen Viehstande. Die Mittel der den Verein bildenden Männer sind durch die große Anzahlung auf die erworbenen Grundstücke erschöpft, und daS ernste Streben dieser Männer, ihre Nahrung durch Händearbeit selbst zu erschwingen, ist lahm gelegt, wenn ihnen nicht und zwar recht bald Hilfe von ihren auswärtigen, wohlthätigen Glaubensgenossen wird. Theure Glaubensgenossen! Wir erbitten keine Almosen von Euch. wir ersuchen Euch um ein Darlehen. Wenn Jedem von uns 2000 Frank zur Verfügung stehen, so sind wir im Stande die angekauften, an sich sehr fruchtbaren Grundstücke auSzubeuten. Wir wollen und können unfern gütigen Gläubigern mit Leichtigkeit jedes Jahr ein Fünftel unserer Schuld heimzahlen; wir sind bereit die Kaufbriefe über die Grundstücke auszuliefern und überhaupt jede nach unserm h. Gesetze und den Landesgesetzen erlaubte und mögliche Sicherheit des Darlehens zu geben. Theure Glaubensgenossen! Erbarmt Euch unser, und Gottes große Belohnung wird Euch dafür werden. Behufs Erfüllung unserer dringenden Bitte und eingehenden Besprechung unserer Angelegenheit wolle man sich nachstehender Adresse bedienen: Herrn Z. Barschach in Beirouth für Herrn Jsak Fridman und Josef Kahana mann po im Dorf Giauna bei Safed. in tüchtiger Cantor, Chordirigent, semin. Lehrer und Prediger, onw, mit den besten Zeugnissen von königl. Beh. eminent. Rabb. «.Gemeinden, jung und rüstig, gegenwärtig im Amte, sucht Placement. Ges. Offerte» oub Nr. 2996 an die Exped. d. Bl. Für Uhrmacher. Für einen Uhrmacher-Gehilfen (Jsr.) sucht man Stellung in einem Geschäfte. Gefäll. Offerten unter R. 2000 besorgt die .Exped. d. Bl.