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Der Israelit · 1878-05-29 · Heft 22 (29.5.1878) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 22 (29.5.1878)
Date
1878-05-29
Page
– (sequence 22)
Language
German
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543 Illingen, Reg.-Bez. Trier, im Monat Die in stiller Häuslichkeit geübte Pflichttreue einer jüd. Gattin unv Mutter hatte zu allen Zeiten, hat insbesondere in unserer Zeit für die Erhaltung und Förderung unsrer hl. Religion eine so hohe Wichtigkeit, dvß wir es als Pflicht und des erbaulichen Beispiels wegen, als D':n ’D’i betrachten, einem jüngst aus dem irdischen Dasein geschiedenen Biederweibe b'n rw« in diesen Blättern ein Ehrendenkmal zu setzen und nach den Worten des weisen Königs.-i'L'pO deren Thaten öffentlich zu preisen Frau Emilie Le v y, Gattin des Herrn Michael Levy aus Sulzbach bei Saarbrücken, war einer angesehenen Gelehrtenfamilie in Hürben entsprossen. Ihr vor 1 Jahr dahingegangener Vater, Herr Lewinger aus Hürben, war ein eifriger Förderer von und min. Ihre ebenfalls jung aus dem Leben gerufene Mutter war eine große n":n npna. So hatte denn die Heimgegangene in ihrem elterlichen Hause nur Muster wahrhafter Frömmigkeit, Wohlthätigkeit und Thoraliebe vor Augen; sie hat diesen Mustern nachgestrebt und ist selbst ein Muster für ihre Kinder geworden. Die religiösen Grundsätze, nach welchen sie erzogen wurde, bewahrte sie auch im Ehestände, gründete darauf ein jüdisches Hauswesen und das Geschäft war und did dp streng geschloffen. Trotz ihrer religiösen Denk- und Handelsweise gehörte die Verblichene ganz der modernen Gegenwart an. Sie wußte sich in den feinsten Kreisen zu bewegen und stand sogar bei Nichtisraeliten in sehr hoher Achtung. Eine treue, zärtliche Gattin, eine liebende, sich aufopfernde Mutter, eine fleißige Hausfrau, eine anhängliche Schwester, war sie der Ihrigen Glück und Segen. Aber es gefiel der Vorsehung in ihrem unerforschlichen Rathschlusse, diesen reichen Schatz des Segens, die Verewigte Oar erst 48 Jahr alt, an sich zu ziehen. Gerade weilte ihr Bruder, Herr Lewinger aus Mainz, zum Besuche bei ihr, da ereilte sie am -P'N n den 8. dieses Monats ein Schlaganfall, und der Allmächtige hatte sie in eine bessere Welt geführt. Ein harter Schlag für den ohnehin schwächlichen Gatten, für die verwaisten Kinder. Der großartige Leichenzug, dem sich die angesehensten jüdischen und christlichen Einwohner Selzbachs und Umgegend, theils zu Fuß. theilö zu Wagen nach Illingen, der Begräbnißstätte, anfchloffen, gab Zeugniß von der Liebe und Achtung, die sich die Verstorbene zu erfreuen hatte. Herr Simon, Prediger der Synagogen-Geweinde, gab in einer kernigen Leichenrede den Gefühlen den wärmsten Ausdruck! Ihr Andenken gereiche uns zum Segen! n'^Wn [1649 in Vorsänger und Religionslehrer (unverhestrathet) wird sofort oder bis 1. Juli gesucht. Gehalt nebst freier Wohnung 700 Mk. mit entsprechenden Nebeneinkünften. Wolfskehlen bei Darmstadt, an der Riedbahn, im Mai 1878. 1654] Der isr. G emeinde-Borstand Bad Soden. Ich empfehle einem geehrten Publikum meine israel. Restauration. Schön möblirte Zimmer, gute Speisen und Getränke bei reeller Bedienung, *530] D. Stern. ‘ ine isr Haushälterin, perfekt im Kochen, gesetzten Alters, wünscht baidigft Stellung als Stütze der Hausfrau oder znr selbstständigen Führung des Haushaltes. Offerten unter Nr. 1655 besorgt die Expedition d. Bl. __ Für Schneider! Solide und tüchtige Schneider (Israel.) finden bei mir das ganze Jahr bei gutem Lohn dauernde Beschäftigung. Es wollen sich jedoch nur solche melden, welche schon längere Zeit auf größeren Werkstätten gearbeitet haben und ein elegantes Stück machen können. D. M. Engel, 1567]_Würzburg._ C£ur einen mit den nöthigen Schulkenntnissen ver- O sehenen jungen Mann ist eine Lehrligsstelle offen. Samstag und Feiertage geschlossen. Mäher & Sender, Eisenhandlung, 1464] Darmstadt. Soeben erschien im Verlage von Rothderger & Co. in Berlin (S.W. Bahnhofstr. 1) und ist direct oder durch jede Buchhandlung zu beziehen: II. Th eil. ]1645 Das Buch Esther. Uebersetzt nnd erläutert von Dr. Paulns Cassel. Ein Beitrag zur Geschichte des Morgenlandes, aus dem Hebräischen übersetzt und historisch und theologisch erläutert Erste Abtheilung. Nebst einem Anhang: Die deutsche Uebersetzung des zweiten Targum von Esther, gr. 8. Eleg. geh. 22 Bogen. Preis 6 Mark.

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